Tirol: „Gsunds Tirol“ - RSV und Co – Schutz durch Hygienemaßnahmen und Impfung

vonRedaktion Salzburg
FEBRUAR 07, 2026

Tirol

Höhepunkt der „RSV-Saison“ voraussichtlich im Februar

Schnupfen, Husten, Fieber, Halsschmerzen: Viele Menschen in Österreich und damit auch in Tirol leiden derzeit unter solchen Symptomen. Zuletzt stieg vor allem die Zahl der Infektionen durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) deutlich an – besonders bei Kindern und Jugendlichen. Positiv hervorzuheben ist dabei, dass in Tirol bei Neugeborenen sowie bei Kindern unter einem Jahr aktuell kaum schwere RSV-Infektionen auftreten. Im Februar kommt es erfahrungsgemäß zum Höhepunkt der „RSV-Saison“. Zum Schutz vor RSV-Viren helfen die klassischen Hygienemaßnahmen und allen voran Impfungen. Solche stehen in Tirol ausreichend zur Verfügung – ebenso jene zum Schutz vor Influenza, Keuchhusten, Masern oder Pneumokokken. Neu im Impfprogramm von Bund, Land und Sozialversicherung und damit kostenlos: Impfungen gegen Pneumokokken und Gürtelrose für Personen ab 60 Jahren sowie eine RSV-Passivimpfung für Neugeborene und Kleinkinder.

„Gerade bei RSV sehen wir sehr deutlich, wie wirksam Impfungen sind. Die hohe Inanspruchnahme mit einer Durchimpfungsrate von rund 80 Prozent bei Säuglingen zeigt Wirkung und schützt jene, die am verletzlichsten sind“, betont Gesundheitsdirektorin Theresa Geley und appelliert einmal mehr, empfohlene Impfungen frühzeitig wahrzunehmen und den eigenen Impfstatus sowie den von Kindern regelmäßig zu überprüfen.

Impfstatus überprüfen – Risikogruppen schützen

„Impfungen zählen weiterhin zu den wirksamsten Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge. Dabei schützen sie nicht nur die geimpfte Person selbst, sondern tragen auch wesentlich zum Schutz der gesamten Bevölkerung bei“, erklärt die Gesundheitsdirektorin. Besonders empfohlen sind Impfungen gegen Atemwegs- und Infektionskrankheiten gefährdeten Personengruppen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe haben, wie Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke, BewohnerInnen von Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Schwangeren und Säuglingen. Dabei ist eine hohe Durchimpfungsrate entscheidend, um jene zu schützen, die selbst nicht geimpft werden können wie Säuglinge oder Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Aufholbedarf bei Schutz vor Masern

Aktuell ist die Durchimpfungsrate vor allem bei Masern gesunken: In Tirol gibt es insbesondere bei Personen, die zwischen 1970 und 2000 geboren wurden sowie bei Kindern zwischen zwei und fünf Jahren Impflücken – „ihnen fehlt ein wichtiger Schutzschild“, betont die Gesundheitsdirektion, dass „Masern oft unterschätzt werden. Sie können jedoch schwere Komplikationen verursachen. Ein vollständiger Schutz besteht erst nach zwei Impfungen, zudem können auch Personen mit nur einer Impfung ansteckend sein. Deshalb mein Appell an alle: Prüfen Sie Ihren Impfstatus und besprechen Sie dies mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt.“


Aktuelle Impfempfehlungen im Überblick

RSV

Influenza

Corona

Masern-Mumps-Röteln (MMR)

Keuchhusten

Pneumokokken

Gürtelrose (Herpes Zoster)

HPV (Humane Papillomaviren)

Quelle: Land Tirol

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