vonRedaktion Salzburg
AUGUST 09, 2026
Symbolbild
© Pressefoto Scharinger
In den Abend- und Nachtstunden von Freitag auf Samstag (07.08.2026, 18:00 Uhr bis 08.08.2026, 04:00 Uhr ) führte die Landesverkehrsabteilung Wien gemeinsam mit Kräften der Stadtpolizeikommandos Josefstadt und Ottakring einen umfassenden Verkehrsschwerpunkt im Großraum Wien durch. Im Fokus standen insbesondere die Roadrunner- und Tuningszene sowie Lenker, die ihre Fahrzeuge unter Alkohol- oder Suchtmitteleinfluss in Betrieb nahmen.
Die Bilanz der zehnstündigen Schwerpunktaktion zeigt die Notwendigkeit derartiger Kontrollen deutlich: Insgesamt wurden 560 Anzeigen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen erstattet. Besonders negativ fiel ein Lenker auf, der mit 180 km/h bei erlaubten 80 km/h gemessen wurde. Weitere Spitzenwerte lagen bei 99 km/h statt erlaubter 50 km/h sowie 70 km/h in einer 30-km/h-Zone.
Darüber hinaus erstatteten die Polizisten 232 weitere Verkehrsanzeigen und hoben 197 Organmandate in einer Gesamthöhe von 9.825 Euro ein. Insgesamt wurden 19 Führerscheine und elf Kennzeichen abgenommen. Wegen technischer Veränderungen an Fahrzeugen wurden weitere 50 Anzeigen gelegt. Insgesamt führten die Beamten 239 Alkovortests durch.
Im Rahmen des Schwerpunktes wurden zudem 16 Anzeigen im Zusammenhang mit Schnellrichterverfahren erstattet. Dabei wurden Geldstrafen in Höhe von insgesamt 8.520 Euro verhängt. Darüber hinaus wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von 2.420 Euro eingehoben.
Besonders auffällig war eine Fahrzeugkontrolle am Neubaugürtel. Dort hielten Polizisten einen in der Roadrunner-Szene bereits einschlägig bekannten Lenker an, der über keine gültige Lenkberechtigung verfügte. Bei der Überprüfung des Pkw ergaben sich zudem massive Unstimmigkeiten hinsichtlich der verwendeten Kennzeichen, des Zulassungsscheines sowie der Eigentumsverhältnisse des Fahrzeuges. Aufgrund des Verdachts strafbarer Handlungen wurden der Pkw samt Fahrzeugschlüssel und Zulassungsschein sowie die verwendeten Kennzeichen vorläufig sichergestellt. Kriminalpolizeiliche Ermittlungen wurden eingeleitet.
Die Wiener Polizei wird auch weiterhin gezielte Schwerpunktaktionen gegen die Roadrunner- und Tuningszene durchführen. Überhöhte Geschwindigkeit sowie das Lenken von Fahrzeugen unter Alkohol- oder Suchtmitteleinfluss stellen eine erhebliche Gefahr für sämtliche Verkehrsteilnehmer dar.
Quelle: LPD Wien