vonRedaktion Salzburg
APRIL 14, 2026
Foto: Land Salzburg/Büro Aigner
Foto: Land Salzburg/Grafik
System „FELS“ bewährt sich / Längstes Verkehrsnetz Salzburgs wird laufend adaptiert / Informationen zu allen Bezirken
(LK) Das ländliche Wegenetz ist die „Lebensader“ Salzburgs. Es umfasst unter anderem wichtige Verbindungsstraßen in den Gemeinden oder auch Wege zu landwirtschaftlich genutzten Flächen. Exakt 3.111 Kilometer lang ist dieses Netz. 1.052 Kilometer werden 2026 durch den „FELS“ – den Fonds zur Erhaltung der ländlichen Straßeninfrastruktur - saniert. Bei der heutigen Sitzung der FELS-Kommission wurde das diesjährige Arbeitsprogramm einstimmig beschlossen.
Für den Laien sind FELS-Wege auf den ersten Blick oft nicht zu erkennen. Denn der überwiegende Teil der Verbindungen besteht aus Asphaltstraßen, die im Netz der Gemeindestraßen fest verankert sind. 2026 werden insgesamt 1.052 Kilometer saniert, 1.006 Kilometer davon sind aus Asphalt. Die Bezirkszahlen der Fahrbahnsanierungen im Überblick:
Aigner: „Moderne Lebensadern für Salzburg.“
Landesrat Maximilian Aigner betont: „Das System FELS hat sich absolut bewährt. Durch den Schulterschluss von Land, Gemeinden, Genossenschaften und Privaten können wir das ländliche Wegesystem laufend modernisieren. Diese Lebensadern bilden das Rückgrat Salzburgs, denn sie verbinden nicht nur die Gemeinden, sondern auch die Kulturlandschaften. Ohne dieses gut ausgebaute Netz könnte der ländliche Raum nicht seine starke Wirtschaftskraft entwickeln.“
Rund elf Millionen Euro Budget
Für die Fahrbahnsanierungen sind 2026 rund 5,2 Millionen Euro vorgesehen und für Brücken und Einzelmaßnahmen rund 4,14 Millionen Euro. Insgesamt beträgt das Budget für Arbeiten an Wegen und Brücken rund elf Millionen Euro. „Das ländliche Wegenetz wird gemeinschaftlich finanziert. Zu 50 Prozent stammt das Geld vom Land Salzburg, die andere Hälfte von den Gemeinden sowie dem Gemeindeausgleichsfonds. Das ermöglicht eine planbare und kontinuierliche Sanierung“, sagt Landesrat Maximilian Aigner.
Kostensteigerung als große Herausforderung
Die allgemeinen Preissteigerungen der vergangenen Jahre treffen auch FELS-Projekte in den Bezirken. „Seit 2020 ist der Preis für eine Tonne verzinkten Stahls um 166 Prozent gestiegen. Der Liter Diesel hat sich mehr als verdoppelt und beim Holz sind es fast zwei Drittel“, informiert Referatsleiterin Reija Falkensteiner.
Umfassendes Sanierungsprogramm für Straßen
Rund 250 unterschiedliche Einzelmaßnahmen an Asphalt- und Schotterwegen werden in den kommenden Monaten in Salzburg durchgeführt. Geplanter Baubeginn ist im Pongau für die Hauptprojekte in St. Veit, Großarl, Bad Gastein, Goldegg und Forstau. In Niedernsill wird die 1,9 Kilometer lange „Schattenseite“ in Angriff genommen. Der 60-jährige Asphaltweg ist in die Jahre gekommen und erhält eine Kompletterneuerung inklusive neuem Unterbau. Im sogenannten Erneuerungsprogramm werden 19 Projekte gestartet, neun werden fortgeführt. Hier werden beispielsweise größere Aus- und Umbauten, etwa Entwässerungsmaßnahmen oder der Neubau von Stützobjekten durchgeführt. Rund 2,38 Millionen Euro sind hierfür budgetiert.
2026: Start für 40 neue Brückenprojekte
Zirka 40 neue Sanierungsmaßnahmen sind im Bereich der FELS-Brücken für 2026 geplant. Diese umfassen beispielsweise die Erneuerung von Geländern oder Tragwerkserneuerungen. Größere Projekte in puncto Brücken gibt es unter anderem in den Gemeinden Bruck und Fusch (beide an der Großglocknerstraße), St. Gilgen, Abtenau sowie Ramingstein. Insgesamt zählt das ländliche Straßen- und Wegenetz derzeit 1.029 Brücken. 301 sind es im Pongau, 277 im Pinzgau, 186 im Tennengau, 165 im Flachgau, 99 im Lungau und eine in der Landeshauptstadt.
Umfassende Informationen
Für Weggenossenschaften sowie interessierte Salzburgerinnen und Salzburger stellt das Referat Ländliche Verkehrsinfrastruktur auf der Webseite des Landes umfassende Informationen sowie technische und rechtliche Hilfestellungen zur Verfügung. „Ohne das perfekt eingespielte Team in der Verwaltung sowie beim Güterwegerhaltungsverband wäre dieses Angebot für alle Bezirke nicht möglich“, sagt Referatsleiterin Reija Falkensteiner. Erreichbar sind die Expertinnen und Experten unter gueterwege@salzburg.gv.at oder +43 662 8042-2520.
Lexikon FELS-Kommission
Die Kommission umfasst 15 Mitglieder, davon sind alle stimmberechtigt. Landesrat Maximilian Aigner ist der Vorsitzende, die im Landtag vertretenen Parteien entsenden sechs Personen. Weiters gehören zur FELS-Kommission: Landeshauptfrau Karoline Edtstadler als ressortzuständiges Regierungsmitglied für Gemeinden, zwei Vertreter des Salzburger Gemeindeverbandes, je ein Salzburger-Vertreter des Städtebundes und der Landeshauptstadt sowie Seitens der Verwaltung die Leiter der Land- und Forstwirtschaft, der Landesfinanzen und der Angelegenheiten der Gemeindeaufsicht.
Quelle: Land Salzburg