vonRedaktion Salzburg
JULI 01, 2026
Bildquelle: Büro LR Schneemann
Soziallandesrat Leonhard Schneemann würdigt Engagement der Absolventinnen und Absolventen und betont die Bedeutung von Pflegefamilien für den Kinderschutz im Burgenland
Im feierlichen Rahmen wurden im Hotel Telegraph in Oberwart 24 Absolventinnen und Absolventen für ihre erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zu Pflege- und Adoptivpersonen zertifiziert. Soziallandesrat Leonhard Schneemann gratulierte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und hob die enorme gesellschaftliche Bedeutung ihres Engagements hervor: „Für viele Kinder sind gemeinsame Mahlzeiten, Geborgenheit und ein sicherer Alltag keine Selbstverständlichkeit. Gerade Kinder, die aus schwierigen familiären Situationen kommen, brauchen Menschen, die ihnen Halt, Stabilität und Vertrauen schenken. Mit Ihrer Entscheidung, Pflege- oder Adoptivperson zu werden, übernehmen Sie Verantwortung für die Zukunft dieser Kinder und leisten einen unschätzbar wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft.“
Der Soziallandesrat verwies auf die steigenden Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Zahl der Gefährdungsmeldungen nehme seit Jahren zu, gleichzeitig würden immer mehr Kinder mit belastenden Erfahrungen und Verhaltensauffälligkeiten Unterstützung benötigen. Pflegefamilien seien daher heute wichtiger denn je. „Kinder verdienen es, in einem Umfeld aufzuwachsen, in dem sie gefördert, bestärkt und vor allem bedingungslos angenommen werden. Pflege- und Adoptivpersonen geben Kindern, die oftmals bereits schwere Schicksalsschläge erlebt haben, neue Perspektiven und neue Hoffnung. Sie schaffen ein Zuhause und ermöglichen Entwicklungschancen, die das gesamte weitere Leben prägen können“, so Schneemann. Als wichtigen Meilenstein bezeichnete der Soziallandesrat die Novellierung des Burgenländischen Kinder- und Jugendhilfegesetzes. Mit dem burgenländischen Anstellungsmodell wurde die rechtliche Grundlage geschaffen, damit sich Pflege- und Adoptiveltern über die Pflegeservice Burgenland GmbH anstellen lassen können. Die Regelung gilt für Personen, die im Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe burgenländische Pflegekinder betreuen, sowohl in der Krisenpflege als auch in der Langzeitpflege.
Erfolgreiches Anstellungsmodell stärkt Pflegefamilien im Burgenland
„Dass wir heute 24 Absolventinnen und Absolventen zertifizieren dürfen, zeigt deutlich, dass dieses Modell angenommen wird und den Bedürfnissen der Menschen entspricht. Wir haben damit eine wichtige Verbesserung der Rahmenbedingungen geschaffen und werden diesen Weg konsequent weitergehen“, erklärte Schneemann. Neben der Weiterentwicklung gesetzlicher Rahmenbedingungen kündigte der Soziallandesrat auch einen stärkeren Austausch zwischen Pflegepersonen und den Bezirkshauptmannschaften an. Ziel sei es, die Unterstützung für Pflegefamilien weiter auszubauen und die Zusammenarbeit noch enger zu gestalten. Besonderen Dank sprach Schneemann der Pädagogische Hochschule Burgenland aus, die als Ausbildungspartner die Qualifizierung der künftigen Pflege- und Adoptivpersonen begleitet hat. Abschließend gratulierte der Soziallandesrat allen Absolventinnen und Absolventen zur erfolgreichen Zertifizierung: „Sie schenken Kindern Sicherheit, Geborgenheit und Zukunftsperspektiven. Dafür gebührt Ihnen großer Respekt und aufrichtiger Dank. Ich wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg viel Erfolg und alles Gute.“
Quelle: Land Burgenland