vonRedaktion Salzburg
JUNI 19, 2026
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
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LR Schneemann: „Zusammenhalt entsteht nicht von selbst, es braucht dazu Menschen, die begleiten, unterstützen und stärken“
Die SOB - Schule für Sozial-Betreuungsberufe in Pinkafeld mit Schulleiter Günter Hochwarter an der Spitze bildet schult in der Familien-, Alten- und Behindertenarbeit (sowohl berufsbegleitend als auch in Vollform) sowie Behindertenbegleitung. Zuletzt schlossen 62 Diplomandinnen und Diplomanden die Ausbildung in der Familien-, Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung ab. Die Diplome dazu überreichten am Donnerstagnachmittag Schulleiter-Stellvertreter Gerald Gamperl-Stecker (in Vertretung von Hochwarter) und Soziallandesrat Leonhard Schneemann: „Wir leben in einer Zeit großer Veränderungen. Familien stehen unter Druck, psychische Belastungen nehmen zu, Einsamkeit wird für viele Menschen zur Herausforderung. Gleichzeitig wünschen sich Menschen mit Behinderungen zu Recht mehr Selbstbestimmung, Teilhabe und Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben. Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, wie wichtig soziale Berufe sind. Denn Zusammenhalt entsteht nicht von selbst, es braucht dazu Menschen, die begleiten, unterstützen und stärken“, sagte Schneemann.
Der Landesrat lobte in seiner Rede die Diplomandinnen und Diplomanden, die einen wesentlichen Schritt in Richtung einer Antwort auf die gesellschaftlichen Herausforderungen gesetzt haben. Sie werden in der Zukunft dort eingreifen, wo Krisen entstehen, bevor sie eskalieren. Moderne Familien stehen unter enormem Druck. Als Fachkräfte für Familienarbeit fungieren die Diplomandinnen und Diplomanden als Krisenmanager, Brückenbauer und Hoffnungsträger. „Die Frauen und Männer dieser Ausbildung verhindern nicht nur familiäre, sondern auch gesellschaftliche Katastrophen“, erklärte Leonhard Schneemann. In der Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung sorgen die Ausgebildeten dafür, dass Menschen mit Behinderungen nicht am Rand stehen, sondern mitten in der Gesellschaft leben können. Die Diplomandinnen und Diplomanden sorgen dafür, dass aus dem Begriff Inklusion gelebte Realität wird.
„Die Absolventinnen und Absolventen der SOB Pinkafeld leisteten Außergewöhnliches. Manche Ausbildung wurde sogar berufsbegleitend absolviert, und Beruf, Familie und Ausbildung gleichzeitig gemeistert. Das erfordert Disziplin, Ausdauer und Mut, diese Eigenschaften machen die Absolventinnen und Absolventen zu idealen Fachkräften für Menschen in schwierigen Lebenssituationen“, so Landesrat Leonhard Schneemann.
Schneemann sicherte dabei auch weiterhin die Unterstützung des Landes Burgenland zu: Kontinuierliche Weiterbildungsmöglichkeiten, faire Entlohnung für die wichtige Arbeit und politische Unterstützung bei gesellschaftlichen Herausforderungen sowie der Ausbau der Betreuungsstrukturen im Land seien ein politisches Versprechen, denn der Beruf sei die Grundlage für eine funktionierende, menschliche Gesellschaft.
Quelle: Land Burgenland