Salzburg: Aktuelle Stunde zu Hitze, Dürre und Wassermangel

vonRedaktion Salzburg
SEPTEMBER 29, 2026

Salzburg

(LK) „Hitze, Dürre, Wassermangel - wie der Hitzesommer 2026 die Menschen in Salzburg belastet“, eingebracht von den Grünen, ist Thema der Aktuellen Stunde bei der morgigen Plenarsitzung des Salzburger Landtags im Chiemseehof.

Die im Landtag vertretenen Fraktionen ÖVP, FPÖ, SPÖ, KPÖ Plus und Grüne übermittelten zum Thema der Aktuellen Stunde folgende Statements:

Leitner: „Land nimmt Anpassungen vor.“

"Der Klimawandel ist da und erfordert entsprechende Anpassungen, um mit den geänderten Rahmenbedingungen bestmöglich umgehen zu können. Daher hat das Land Salzburg beispielsweise die Trinkwasserstrategie überarbeitet, um auch kommenden Generationen in Salzburg ausreichend hochwertiges Trinkwasser zur Verfügung stellen zu können. Von den Änderungen besonders betroffen ist unsere Landwirtschaft. Mit Investitionen in Bewässerungssysteme, mit Anpassungen der Bewirtschaftung aber auch mit Unterstützung für besonders betroffene Bauern sichern wir die heimische Landwirtschaft und damit auch die regionale Lebensmittelversorgung auch künftig ab", so ÖVP-Landwirtschaftssprecherin LAbg. Nicole Leitner.

Schöppl: „Salzburg ist vorbereitet.“

„Salzburg hat auf heiße Sommer längst reagiert. Im Wohnbau wird auf sommerlichen Wärmeschutz gesetzt, im Sozialbereich bestehen konkrete Hitzeschutzpläne für Seniorenwohnheime. Und beim Vertragsnaturschutz gibt es bereits etliche Projekte, deren Synergieeffekte sich positiv auf den Wasserhaushalt auswirken. Kritik verdient hingegen das Vorgehen der Bundesregierung bei der Dürrehilfe. Wochenlang wurde gestritten, ehe überhaupt ein Paket zustande kam, das bei Weitem nicht ausreicht, um unsere Bauern nachhaltig zu entlasten und von ihnen selbst bezahlt wird“, sagt FPÖ-Klubobmann Andreas Schöppl.

Dollinger: „Maßnahmen-Bündel nötig.“

„Hitze, Dürre, Wassermangel und vielem mehr als Erscheinungen der Klimaerwärmung kann nur mit einem Bündel von Maßnahmen begegnet werden. Die aktualisierte Salzburger Landesstrategie ‚Zukunft Trinkwasser Salzburg‘ ist dabei ein winziger Baustein. Generell stellt die Landesregierung immer weniger Budget für Klimaschutzmaßnahmen bereit und gewährt auch zum Beispiel keinen Zuschuss für thermische Sanierung. Dies sind nicht mehr aufzuholende Versäumnisse, die nicht nur mit Strafzahlungen teuer bezahlt werden müssen, sondern auch mit vielen materiellen und gesundheitlichen Einbußen einhergehen werden“, betont SPÖ-Natur- und Umweltschutzsprecherin LAbg. Karin Dollinger.

Hangöbl: „Regierung handelt nicht.“

„Wir haben einen noch nie da gewesenen Dürresommer hinter uns – mit unübersehbaren Auswirkungen auf Landwirtschaft, Energie- und Trinkwasserversorgung. Besonders in den Städten macht die Hitze den Menschen zu schaffen. An der unerträglichen Hitze wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Aber die schwarz-blaue Landesregierung handelt nicht – im Gegenteil: Die Natur wird weiter zubetoniert, bei der Windkraft geht nichts weiter und bei der Sanierungsförderung wird gestrichen“, so KPÖ Plus-Klubobfrau Natalie Hangöbl.

Berthold: „Politik wachrütteln.“

„Wer diesen Sommer in Salzburg unterwegs war, hat gesehen, wie stark Hitze, Dürre und Wassermangel die Menschen belasten. Wohnungen, Seniorenwohnhäuser und Schulen waren überhitzt, Felder vertrocknet und das Arbeiten im Freien wurde zur Höchstanstrengung. Hitzetote, landwirtschaftliche Dürreschäden in Milliardenhöhe und unerträgliche Hitze in Wohnungen sollten die Politik wachrütteln. Doch die Landesregierung lassen die Hitzebelastungen kalt, anstatt die Menschen in Salzburg rasch vor der Klimakrise zu schützen“, erklärt dazu die Klubobfrau der Grünen Martina Berthold.

Quelle: Land Salzburg

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