Tirol: Aktuelles aus der Regierungssitzung - Tirols Straßenmeistereien sind gut gerüstet

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 21, 2026

Tirol

Landesregierung beschloss unter anderem Neuanschaffungen von Streuautomaten für Straßenmeistereien Leisach, Vomp, Zirl und Zams

Luftlinie von Innsbruck bis nach Lissabon: So lange ist das 2.236 Kilometer lange Landesstraßennetz. Betreut wird es von 14 Straßenmeistereien. Sie leisteten in den vergangenen Jahren im Winter durchschnittlich 110.000 Arbeitsstunden, um die Sicherheit auf den Landesstraßen bestmöglich zu gewährleisten. „Sicherheit hat im Straßenverkehr oberste Priorität. Tirol weist aufgrund seiner Topografie mit zahlreichen Tälern und Weilern eine Besonderheit und Herausforderung für die Straßenmeistereien auf – das zu betreuende Straßennetz in Tirol liegt zwischen 400 und 2.000 Metern Seehöhe. Wir haben beim Land Tirol ein hervorragendes Team in den Straßenmeistereien, das auf langjährige Erfahrung zurückgreifen kann. Unsere Straßenmeistereien sind gut aufgestellt und für Sommer sowie Winter gut gerüstet“, betont LH Anton Mattle. Das Land Tirol gibt im Jahr rund 15 Millionen Euro an Sachkosten für den Winterdienst aus, dafür wird auch in das notwendige Equipment investiert: Auf Antrag vom für den Landesfuhrpark zuständigen LHStv Philip Wohlgemuth beschloss die Tiroler Landesregierung heute, Dienstag, weitere notwendige Neuanschaffungen.

Es werden neue Streuautomaten für die Straßenmeistereien Leisach, Zirl, Vomp und Zams angeschafft. Die Straßenmeistereien Leisach und Matrei in Osttirol sowie Zirl erhalten neue Pritschenwagen. Ebenfalls für Zirl sowie für jene in Wörgl und Matrei am Brenner gibt es neue Mähgeräte. Insgesamt investiert das Land Tirol dafür über 632.000 Euro. „Ein moderner, leistungsfähiger Fuhrpark ist die Grundlage für einen sicheren und verlässlichen Winterdienst in Tirol. Mit gezielten Investitionen stellen wir sicher, dass unsere Straßenmeistereien bestens ausgerüstet sind, um rasch, effizient und umweltschonend zu arbeiten. Das ist eine Investition in die Sicherheit der Tirolerinnen und Tiroler – und in die Funktionsfähigkeit unseres Landes, gerade unter herausfordernden winterlichen Bedingungen“, so LHStv Wohlgemuth.

Salzsilos sind gefüllt – durchschnittlich 25.900 Tonnen Salz pro Jahr

Eine der wesentlichen Aufgaben der Straßenmeistereien im Winterdienst ist die Salzstreuung. „Trotz anhaltender Kälte liegt der Salzverbrauch im heurigen Winter derzeit im langjährigen Durchschnitt“, berichtet der für Landesstraßen zuständige LHStv Josef Geisler. Die heuer vorwiegend trockenen Straßen gleichen den Bedarf an Streusalz aufgrund von Kälte und damit einhergehender Glätte wieder aus. Rund 25.900 Tonnen Salz pro Jahr werden im zehnjährigen Durchschnitt auf den Landesstraßen B und L in Tirol verbraucht. Im Jahr 2024 war mit rund 22.600 Tonnen ein Verbrauch unter dem langjährigen Durchschnitt zu verzeichnen. Der Spitzenwert an aufgewendetem Streusalz liegt im Jahr 2005/2006 mit 40.000 Tonnen.

Salzknappheit ist in Tirol kein Thema: „Aufgrund der jahrelangen Erfahrung und vorausschauenden Planung sind die Salzsilos in Tirol sehr gut gefüllt. Auch längere Feucht- oder Kälteperioden können in Tirol problemlos gemeistert werden“, sagt LHStv Geisler. Gelagert wird das Salz in den 83 über das Land verteilten Silos und Lagerhallen.

Feuchtsalzstreuung mit Sole – kostensparend und besser für die Umwelt

Tirol setzt bereits seit vielen Jahren auf den Einsatz von Feuchtsalzstreuung. Mittlerweile gibt es dafür in Tirol 22 Soleanlagen. Die größten Anlagen stehen mit einem Volumen von 20.000 bzw. 30.000 Litern in Zams, Matrei in Osttirol und Wörgl. Hintergrund für die Verwendung von Feuchtsalz sind ökonomische und gleichzeitig auch ökologische Aspekte: „Die Verwendung von Sole senkt den Salzbedarf erheblich. Zudem wirkt das Auftaumittel sofort. Das ist sparsamer und umweltfreundlicher“, betont LHStv Geisler. Für Notfälle – beispielsweise unvorhersehbare Salzlieferschwierigkeiten – werden 8.000 Tonnen Splitt vorgehalten.

Laufende Investitionen in Straßenmeistereien

Zuletzt wurden mehrere Hochbauten inkl. Silo- und Soleanlagen erneuert und der Neubau des Verwaltungsgebäudes in Ried i. O. fertiggestellt. Noch im heurigen Jahr startet die Ausschreibung zur Straßenmeisterei Musau (siehe dazu Pressemitteilung vom 27. Juni 2025). Aktuell sind in den 14 Straßenmeistereien 376 MitarbeiterInnen mit 85 landeseigenen Räum- und Streufahrzeugen beschäftigt. Dazu kommen rund 50 extern beauftragte Frächter mit 90 Winterdienstfahrzeugen.


Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung

Digitale Unterzeichnung Werkverträge – Wöchentliches Update „Vereinfachungen & Entbürokratisierung“: Werkverträge – also Leistungen für bestimmte Werke, Projekte oder Vorhaben – werden auch im Landesdienst abgeschlossen. Im Zuge des Tirol Konvents soll die Abwicklung durch Digitalisierung nun vereinfacht werden. Davon profitiert die Verwaltung ebenso wie die VertragsnehmerInnen. „Mit der digitalen Abwicklung von Werkträgen – von der Erstellung bis zur Unterzeichnung – stärken wir die generelle Digitalisierung im Landesdienst ebenso wie die Bereitstellung von barrierefreien Dokumenten. Außerdem verringert sich die Zahl von Medienbrüchen – also dem Wechsel zwischen analog und digital – im Prozess und dem damit verbundenen Verwaltungsaufwand. Der Tirol Konvent lebt von den vielen Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen, die mehr sind als die Summe aller Tirol Konvent-Vorhaben. Es ist ein langfristig ausgerichteter Reformprozess, den wir schrittweise umsetzen“, betont LH Anton Mattle.

Gemeinde-Investitionsfonds: Mit dem Gemeinde-Investitionsfonds soll die Finanzierung der kommunalen Infrastrukturprojekte im Bereich von Pflichtschulen, Kinderbildung und Kinderbetreuung, Bezirkskrankenhäuser und Tiefbau, aber auch Altenwohn- und Pflegeheime sowie Feuerwehrgerätehäuser unterstützt werden. Der Gemeinde-Investitionsfonds besitzt eine eigene Rechtspersönlichkeit, weshalb die Tiroler Landesregierung heute die formale Bestellung der Geschäftsführung beschloss: Der Geschäftsführer des Landeskulturfonds Thomas Danzl übernimmt auch die Leitung des Gemeinde-Investitionsfonds. Seine Stellvertretung übernimmt –wie auch im Landeskulturfonds – Hannes Schirmer. Dadurch entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die Bestellung gilt für die Dauer von fünf Jahren. Auch das zugehörige Kuratorium wurde unter der Leitung von Gemeindereferent LH Anton Mattle sowie in weiterer Folge LHStv Philip Wohlgemuth und LHStv Josef Geisler gegründet. LH Mattle ist vom Gemeinde-Investitionsfonds überzeugt und betont den Gemeinden „stets starker Partner zu sein. Wir arbeiten eng mit den Tiroler Gemeinden und dem Tiroler Gemeindeverband als Stimme der Kommunen zusammen, damit die Mittel fair und nachhaltig verteilt werden und dort ankommen, wo sie der Bevölkerung vor Ort helfen. Ich bin überzeugt davon, dass Thomas Danzl und Hannes Schirmer – ein seit Jahren eingespieltes Team – diese Aufgabe gut unterstützen und mit ihrem Know-how zur operativen Ausrollung des Fonds wesentlich beitragen werden.“

Förderung der Altkleidersammlung der WAMS gGmbH: Seit vielen Jahren leistet die WAMS gGmbH (früher Verein WAMS) einen wertvollen Beitrag zur Abfallvermeidung und Wiederverwendung von Alttextilien in Tirol. Die gesammelte Kleidung wird sortiert, in Second-Hand-Läden verkauft oder an Bedürftige gespendet. Für das Jahr 2026 erhält der sozialökonomische Betrieb auf Antrag von LR René Zumtobel eine Förderung von rund 77.000 Euro aus Mitteln der Abteilung Umweltschutz. „Gebrauchte Kleidung und Textilien in gutem Zustand bekommen von WAMS die Chance auf ein zweites Leben. Das schon nicht nur Ressourcen und ist gut für die Umwelt, WAMS bietet auch vielen Menschen in Tirol die Möglichkeit, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Damit die Altkleidersammlung in bewährter Form weitergeführt werden kann, unterstützen wir den Betrieb auch mit Mitteln aus dem Umweltschutz“, so LR Zumtobel, der betont, dass nur gut erhaltene und saubere Kleidung in der Altkleidersammlung abgegeben werden soll. Verschmutzte und beschädigte Kleidungsstücke gehören in den Restmüll.

Quelle: Land Tirol

Mehr Nachrichten aus

Tirol