vonOTS
AUGUST 02, 2026
Foto: Bundesheer/Lechner
Foto: Bundesheer/Lechner
Foto: Bundesheer
Einer der stärksten Offiziersanwärter-Jahrgänge seit Jahrzehnten
Mit insgesamt 117 österreichischen Offiziersanwärtern sowie fünf Offiziersanwärtern aus Bosnien und Herzegowina startet an der Theresianischen Militärakademie einer der stärksten Jahrgänge seit mehreren Jahrzehnten. Unter den insgesamt 122 Offiziersanwärtern befinden sich sieben Frauen – sechs aus Österreich und eine aus Bosnien und Herzegowina. Darüber hinaus absolvieren zwei Zivilistinnen ihre weiterführende Ausbildung an der Militärakademie. Nach der Aufnahme beginnen die angehenden Führungskräfte nun ihre rund dreijährige Offiziersausbildung.
Die Mehrheit der Offiziersanwärter rückte bereits im September 2025 zum Grundwehrdienst ein und entschied sich anschließend für die “Einjährig-Freiwilligen-Ausbildung" im Bundesheer sowie die Offizierslaufbahn. Rund 20 Prozent des Jahrgangs sind Quereinsteiger, die nun den Weg zum Berufsoffizier einschlagen. Mit 117 österreichischen Offiziersanwärtern verzeichnet das Bundesheer den stärksten Jahrgang seit Mitte der 1980er-Jahre. Damals wurden im Jahr 1984 insgesamt 123 Offiziersanwärter aufgenommen. Die Entwicklung unterstreicht den deutlichen Aufwärtstrend der vergangenen Jahre: Während 2019 lediglich 30 Offiziersanwärter ihre Ausbildung begannen, stieg ihre Zahl kontinuierlich über 52 im Jahr 2020, 64 im Jahr 2021, 75 im Jahr 2022, 80 im Jahr 2023, 77 im Jahr 2024 und 80 im Jahr 2025 auf den heutigen Höchststand seit Jahrzehnten.
Den Offiziersanwärtern steht nun eine rund dreijährige Ausbildung an der Theresianischen Militärakademie bevor, die mit der Ausmusterung zum Leutnant abschließt. Dabei absolvieren 97 Teilnehmer den Bachelorstudiengang „Militärische Führung“ sowie 27 den Studiengang „Militärische Informations- und Kommunikationstechnologische Führung“. Ergänzt werden die sechs Studiensemester durch Truppenoffizierslehrgänge und militärische Ausbildungsabschnitte. Die Ausbildung vermittelt neben militärischer Fachkompetenz insbesondere Führungs-, Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten und bereitet die künftigen Offiziere auf nationale wie internationale Einsätze sowie auf verantwortungsvolle Führungsaufgaben vor.
„Der starke Jahrgang zeigt, dass sich wieder mehr junge Menschen bewusst für eine Offizierslaufbahn im Bundesheer entscheiden und Verantwortung für die Sicherheit Österreichs übernehmen wollen. Das ist ein wichtiges Signal für die Zukunft unserer Streitkräfte“, betont Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Quelle: OTS