München: Chinese, Syrer und Kosovare unter Schleusungsverdacht

vonPresseportal.de
NOVEMBER 02, 2021

ots/Bundespolizeidirektion München

Rosenheim / A8 / A93 - (ots) -

Rosenheimer Bundespolizei ermittelt gegen mutmaßliche Schleuser

Die Bundespolizei in Rosenheim ermittelt gegen einen Chinesen, zwei Syrer und einen Kosovaren. Diese sollen zwischen Sonntag und Montag (1. November) unabhängig voneinander insgesamt zehn Migranten nach Deutschland geschleust haben. Auf der A8 beziehungsweise der A93 wurden sie gestoppt.

In der Grenzkontrollstelle nahe Kiefersfelden überprüften die Bundespolizisten an Allerheiligen die Personalien der Insassen eines in Italien zugelassenen Wagens. Der Fahrzeugführer, ein 34-jähriger Chinese, konnte sich mit seinem Pass und einer italienischen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen. Seine drei afghanischen Mitfahrer hingegen verfügten nicht über die erforderlichen Einreisepapiere. Nach ersten Erkenntnissen wurden sie von Italien aus mitgenommen. Die Rosenheimer Bundespolizei zeigte den vorläufig festgenommenen Mann wegen Einschleusens von Ausländern an. Anschließend musste der Asiate das Land wieder verlassen. Seine drei Begleiter wurden an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet.

Zuvor trafen die Kontrollbeamten auf der Inntalautobahn auf vier weitere syrische Staatsangehörige, die in einem Auto mit deutschen Kennzeichen unterwegs waren. Der 21-Jährige Fahrer händigte einen in Deutschland ausgestellten Flüchtlingspass aus. Seine Landsleute hatten keinen Pass dabei. Die Migranten wurden wegen versuchter illegaler Einreise angezeigt und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Nächste Anlaufstelle war das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Der in Sachsen-Anhalt gemeldete syrische Fahrzeugführer konnte seine Heimfahrt antreten. Er muss voraussichtlich schon bald mit einem Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern rechnen.

Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt auch gegen zwei in Thüringen gemeldete Syrer wegen Schleuserei. Sie wurden an der Anschlussstelle Irschenberg festgenommen. Die 21-jährige Wagenlenkerin und ihr 24-jähriger Begleiter, beide im Besitz von deutschen Flüchtlingspässen, beförderten im Pkw zwei Personen aus Syrien, die keine Papiere mitführten. Die Migranten wurden einer Aufnahmestelle zugeleitet.

Dagegen mussten zwei offenkundig eingeschleuste Kosovaren das Land gleich wieder verlassen. Sie hatten nachvollziehbar kein Interesse an Schutz in der Bundesrepublik. Die beiden wurden von einem Landsmann, der in Italien lebt und über eine italienische Aufenthaltserlaubnis verfügt, in dessen Auto mitgenommen. Auf der A8 nahe Irschenberg war Reiseende. Ersten Erkenntnissen der Bundespolizei zufolge hat der 20-jährige Fahrer gewusst, dass seine zwei Bekannten nicht über die erforderlichen Einreisepapiere verfügten. Nachdem er eine Strafanzeige wegen Einschleusens entgegengenommen hatte, durfte er seine Reise allein fortsetzen.


Quelle: Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

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