Ennepe-Ruhr-Kreis: Dachstuhlbrand nach Gewitter in der Ender Mark - Feuerwehr verhindert größere Brandausbreitung

vonPresseportal.de
JUNI 21, 2026

ots/Feuerwehr Herdecke

ots/Feuerwehr Herdecke

Herdecke (ots) -

Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke wurde am Freitagabend um 21:36 Uhr zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand in die Straße "Ender Mark" alarmiert. Neben der Wasserrettung der zweite Großeinsatz am Abend.

Aufmerksame Nachbarn hatten Flammen und eine starke Rauchentwicklung im Bereich des Dachstuhls neben einer Photovoltaikanlage bemerkt und umgehend den Notruf gewählt. Zuvor war über dem Stadtgebiet ein kräftiges Gewitter mit mehreren Blitzeinschlägen hinweggezogen.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in der engen und steilen Straße bestätigte sich die Meldung. Aus dem Dachfirst drang dichter Rauch, unter den Dachpfannen waren bereits offene Flammen sichtbar. Die auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage erschwerte die Brandbekämpfung erheblich, da nicht alle Bereiche des Daches unmittelbar erreicht werden konnten.

Um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern, wurde umgehend ein C-Rohr im Außenangriff eingesetzt. Parallel ging ein weiterer Trupp unter Atemschutz mit einem zweiten C-Rohr in den Innenangriff vor. Die Bewohner des Hauses befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs im Urlaub. Nachbarn konnten der Feuerwehr einen Zweitschlüssel übergeben, sodass ein gewaltsames Öffnen des Gebäudes nicht erforderlich war.

Über die Drehleiter wurden anschließend Dachpfannen entfernt, um gezielt mit einem C-Rohr an die Brandstelle zu gelangen und das Feuer von außen bekämpfen zu können. Nachdem sich der Dachstuhl im Innenbereich zunehmend mit Rauch füllte, öffneten die Einsatzkräfte zusätzlich einen Teil der Gipskartonverkleidung im Dachgeschoss, um versteckte Glutnester aufzuspüren und gezielt mit geringen Wassermengen abzulöschen.

Die intensiven Maßnahmen zeigten schnell Wirkung. Bereits nach kurzer Zeit konnte der Einsatzleiter "Feuer unter Kontrolle" melden. Durch das schnelle und koordinierte Vorgehen der Feuerwehr wurde eine Ausbreitung des Brandes auf den übrigen Dachstuhl verhindert. Für die Feuerwehr Herdecke wurde Gesamtalarm ausgelöst. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch die Feuerwehr Witten, Löscheinheit Schnee und Löschzug der Berufsfeuerwehr Witten, den Löschzug Alt -Wetter der Feuerwehr Wetter (Ruhr) sowie die Drohneneinheit der Feuerwehr Witten. Mithilfe der Drohne wurden Wärmebilder des Daches erstellt, sodass die Einsatzleitung versteckte Glutnester und den Schadensumfang gezielt beurteilen konnte.

Zur Unterstützung und Beratung der Einsatzleitung war zudem der Einsatzführungsdienst des Ennepe-Ruhr-Kreises vor Ort. Der Gerätewagen Atemschutz der Kreisfeuerwehrzentrale stellte den Austausch der eingesetzten Atemschutzgeräte sicher. Nach Abschluss der Brandbekämpfung wurde eine Einsatzstellenhygiene durchgeführt, bei der kontaminierte Schutzkleidung gewechselt und Dekontaminationsmaßnahmen vorgenommen wurden.

Die Feuerwehr schaltete kurz nach Eintreffen die Photovoltaikanlage sowie den vorhandenen Batteriespeicher über die vorhandenen Not-Trenneinrichtungen ab. Zusätzlich erschien der Energieversorger an der Einsatzstelle und schaltete das Gebäude vollständig stromlos. Im Anschluss wurde eine Brandwache der Feuerwehr eingerichtet, um ein Wiederaufflammen auszuschließen. Der Einsatz endete gegen 00:28 Uhr. Anschließend wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben, mit der während des gesamten Einsatzes eine sehr gute Zusammenarbeit bestand. Ebenfalls vor Ort waren der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und einem Notarzt. Personen kamen bei dem Brand glücklicherweise nicht zu Schaden.

Zur Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit war außerdem der Pressesprecher der Feuerwehr Wetter (Ruhr) an der Einsatzstelle und unterstützte die Herdecker Kollegen entsprechend des bestehenden Konzeptes.

Der Einsatzleiter zog nach Abschluss des Einsatzes eine positive Bilanz. "Durch das schnelle, intensive und vor allem gezielte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung des Brandes auf den übrigen Dachstuhl verhindert werden. Das Schadensausmaß blieb dadurch vergleichsweise gering. Auch der Wasserschaden konnte durch den gezielten Löschmitteleinsatz auf ein Minimum begrenzt werden. Der Rauchschaden im Gebäude fiel nach erster Einschätzung lediglich marginal aus, sodass das Wohnhaus aus Sicht der Feuerwehr weiterhin bewohnbar ist. Das koordinierte Vorgehen aller beteiligten Einheiten trug maßgeblich dazu bei, größeren Sachschaden am Gebäude zu verhindern".


Quelle: Original-Content von: Feuerwehr Herdecke, übermittelt durch news aktuell

Mehr Nachrichten aus

Ennepe-Ruhr-Kreis