E-Auto-Förderung boomt: Burgenland passt Fördermittel an hohe Nachfrage an

vonRedaktion International
OKTOBER 23, 2026

Bildquelle: Büro LR Dorner

BÖEF schichtet Mittel um – Elektromobilität gewinnt im Burgenland stark an Bedeutung

Die Elektromobilität gewinnt im Burgenland deutlich an Fahrt. Weil die Nachfrage nach Förderungen für Elektroautos so gut funktioniert, werden im Rahmen des Burgenländischen Öko-Energiefonds (BÖEF) 1.000.000 EUR an Fördermittel umgeschichtet und an den tatsächlichen Bedarf angepasst. In der BÖEF-Vorstandssitzung vergangenen Mittwoch, 21. Oktober, wurden neben der E-Mobilität auch Förderungen für den Heizungstausch und Stromspeicher genehmigt. Damit unterstützt das Land die Burgenländerinnen und Burgenländer dabei, auf klimafreundliche Technologien umzusteigen. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen im Burgenland auf Elektromobilität setzen. Wenn eine Förderung so gut angenommen wird, müssen wir darauf reagieren und die Mittel dort einsetzen, wo sie gebraucht werden. Heuer wurden bereits 1.341 Förderanträge für E-Fahrzeuge positiv bearbeitet - ein neuer Höchststand. Gleichzeitig bleiben der Heizungstausch und Stromspeicher wichtige Bausteine für die Energiewende“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin und Klimaschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner. Verkehrs- und Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner ergänzt: „Das zeigt, dass wir auch unseren Anspruch aus der burgenländischen Gesamtverkehrsstrategie ernst nehmen und den Ausbau der klimafreundlichen Mobilität auf Hochtouren vorantreiben.“

Wie stark die Elektromobilität inzwischen im Alltag angekommen ist, zeigen die aktuellen Zulassungszahlen: Im September 2026 waren 226 von 456 privat neu zugelassenen Pkw im Burgenland reine Elektroautos. Das entspricht einem Anteil von 49,6 Prozent – dem höchsten Wert aller Bundesländer. Rechnet man auch gewerbliche Neuzulassungen ein, waren im September insgesamt 386 von 966 neu zugelassenen Pkw rein elektrisch. Das entspricht rund 40 Prozent. Damit liegt das Burgenland österreichweit an der Spitze.

Auch der längerfristige Vergleich zeigt die Dynamik: Im Gesamtjahr 2025 wurden im Burgenland 1.969 reine Elektroautos neu zugelassen. Das waren um 43 Prozent mehr als 2024, als 1.377 E-Pkw neu auf die Straße kamen. Der Anteil reiner Elektroautos an allen Pkw-Neuzulassungen stieg damit innerhalb eines Jahres von 18,8 auf 23,1 Prozent.

„Elektromobilität ist längst nicht mehr nur ein Thema für große Städte. Sie kommt auch bei den Menschen im ländlichen Raum an. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Umstieg mit passenden Förderungen unterstützen und die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, so Haider-Wallner.

Förderungen dort einsetzen, wo sie gebraucht werden

Der Burgenländische Öko-Energiefonds unterstützt den Umstieg auf klimafreundliche Technologien in mehreren Bereichen. Bei Elektro-Pkw fördert das Land die Neuanschaffung mit einem Zuschuss von zehn Prozent des Anschaffungspreises, maximal 2.000 Euro, sofern der Kaufpreis höchstens 50.000 Euro beträgt. Auch private Ladeinfrastruktur wird unterstützt.

Neben der Mobilität bleiben der Austausch fossiler Heizsysteme und die Speicherung von Sonnenstrom wichtige Hebel für den Klimaschutz. Mit der Umschichtung innerhalb des Förderbudgets reagiert das Land auf die hohe Nachfrage und richtet die verfügbaren Mittel am tatsächlichen Bedarf aus.

„Wir wollen, dass möglichst viele Menschen von klimafreundlichen Technologien profitieren können. Dafür braucht es Förderungen, die wirken und mit der Entwicklung Schritt halten. Die hohe Nachfrage bei den E-Autos zeigt, dass wir mit unserem Angebot einen konkreten Anreiz für den Umstieg setzen“, sagt Haider-Wallner.

Quelle: Land Burgenland

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