vonRedaktion International
JUNI 27, 2026
Bildquelle: Special Olympics Burgenland
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LR Dorner: Sommerspiele als gelebte Inklusion; Sportlerinnen und Sportler von Special Olympics zeigen, was man alles erreichen kann, wenn man die Möglichkeit dazu bekommt und sich nicht aufhalten lässt
Mit einer feierlichen und inklusiven Zeremonie wurden Donnerstagabend in der Sport Arena Wien die 9. Nationalen Sommerspiele von Special Olympics Österreich offiziell eröffnet. Auch wenn aufgrund der gesundheitsgefährdenden Hitze einige Outdoor-Bewerbe bereits im Vorfeld abgesagt werden mussten, setzen die rund 1.800 Athletinnen und Athleten mit intellektueller Beeinträchtigung sowie Unified-Partnerinnen und -Partner bis 30. Juni ein kraftvolles Zeichen für Sportsgeist und gesellschaftliches Miteinander. Mit einer beeindruckenden Delegation ist auch Special Olympics Burgenland vertreten. „Diese Sommerspiele sind gelebte Inklusion, wie sie im Sport sein soll. Wir können stolz auf unsere Athletinnen und Athleten von Special Olympics Burgenland sein, die hier ihre sportlichen Talente, ihren Ehrgeiz, ihren Teamgeist und ihre Begeisterung zeigen und ihr Bestes geben. Denn sie zeigen, was man alles erreichen kann, wenn man die Möglichkeit dazu bekommt und sich nicht aufhalten lässt. Ich wünsche unseren Sportlerinnen und Sportlern unvergessliche Momente bei diesem wunderbaren Sportereignis“, betonte Sportlandesrat Heinrich Dorner, der bei der Eröffnung dabei war und den Athletinnen und Athleten von Special Olympics Burgenland die Daumen drückt.
Die Eröffnungsfeier in der Sport Arena Wien markierte den Beginn des größten nationalen Events in der Geschichte von Special Olympics Österreich. Die Special Olympics Flagge wurde von den Ex-Fußballprofis und Special Olympics Botschaftern Guido Burgstaller und Alexander Grünwald gemeinsam mit Sportlerinnen und Sportlern sowie Volunteers in die Arena getragen. Nach dem bewegenden Eid – „Ich will gewinnen – aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann werde ich es mutig versuchen“ –, gesprochen vom zweifachen Snowboard-Vizeweltmeister und Special Olympics-Botschafter Arvid Auner und dem Athleten Michael Wilhelm, entzündete Athletin und Special-Olympics-Wien-Sportsprecherin Isabella Andrä gemeinsam mit Vertretern der Polizei die „Flamme der Hoffnung“. Bundespräsident Alexander Van der Bellen übermittelte eine Videobotschaft und betonte den Stellenwert der Inklusion für die gesamte Gesellschaft. Die offizielle Eröffnung der Spiele nahmen Sozialministerin Korinna Schumann, Sportstaatssekretärin Michaela Schmidt, Bürgermeister Michael Ludwig und Stadtrat Peter Hacker vor. Unter den weiteren Gästen waren Sportlandesrat Heinrich Dorner, Sport-Austria-Präsident Hans Niessl und ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer.
Special Olympics Burgenland ist mit einer starken Delegation bei den Nationalen Sommerspielen vertreten: 291 Personen aus 19 Vereinen, Einrichtungen der Behindertenarbeit und Allgemeinen Sonderschulen treten in den Sportarten Reiten, Leichtathletik, Schwimmen, Boccia, MATP, Powerlifting, Judo, Tanzen, Tischtennis und Bowling an. Zudem sind rund 50 Volunteers der Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik Oberwart sowie des ESV Wolfau im Einsatz sein. Mit Landesgeschäftsführer Sebastian Koller und Anna Wild aus Forchtenstein sind sogar zwei Burgenländer im Organisationsteam der Nationalen Sommerspiele vertreten.
Die gesundheitsgefährdende Hitze verhindert die Durchführung der Outdoor-Bewerbe im Radsport, Leichtathletik, Fußball, Golf und Tennis. 14 der 19 Bewerbe finden wie geplant statt, Austragungsorte sind die Sport Arena Wien, Kugeltanz / Prater, die Kletterhalle Wien, die Sporthalle Kagran, das Schwimmbad Floridsdorf, das ASKÖ Reitsportzentrum Freudenau und die Sporthalle des Postsportvereins Wien.
Die Entscheidung wurde Donnerstagabend nach der Eröffnungsfeier vom Organisationskomitee und dem Special Olympics Vorstand getroffen. Laurenz Maresch, Präsident von Special Olympics Österreich, erklärte dazu: „Wir bedauern die Absage der Outdoor-Bewerbe sehr – insbesondere für unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich lange auf diese Nationalen Sommerspiele vorbereitet haben. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für die Sicherheit aller Beteiligten. Die Hitze war im Organisationskomitee schon Thema, nun folgten die behördlichen Warnungen. Wir gehen kein Risiko ein. Deshalb mussten wir diese schwierige Entscheidung treffen.“
Quelle: Land Burgenland