Koppl, Bez. Flachgau: Feuerwehren aus dem Bezirk Flachgau - Bereitschaftsdienst Electric Love (ELF) Festival 2026

vonRedaktion Salzburg
JULI 21, 2026

Foto: Bezirkssachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit Bezirk Flachgau, OVI Manuel Hasenschwandtner

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BEREITSCHAFTSDIENST DER FREIWILLIGEN FEUERWEHREN BEIM ELECTRIC LOVE FESTIVAL 2026

Von Donnerstag, 09. Juli, bis Samstag, 11. Juli 2026, verwandelte sich der Salzburgring erneut in einen internationalen Treffpunkt der elektronischen Musik. Auf sieben verschiedenen Bühnen sorgten mehr als 200 Artists für Unterhaltung bei rund 180.000 Besucherinnen und Besuchern aus 70 Nationen. Die Festivalgäste bezogen ihre Unterkünfte auf den vier Campingplätzen rund um das Veranstaltungsgelände und verbrachten dort die Festivaltage.

FREIWILLIGE FEUERWEHREN IM EINSATZ

Wie bereits in den vergangenen Jahren standen auch heuer beim Electric Love Festival 2026 zahlreiche Blaulichtorganisationen im Einsatz. Neben der Polizei, dem Roten Kreuz Salzburg und den örtlichen Sicherheitsdiensten leisteten die Freiwilligen Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden sowie aus der Stadt Salzburg während der gesamten Veranstaltungsdauer Bereitschaftsdienst.

Der Einsatzzeitraum erstreckte sich von Mittwochmittag, 08. Juli, bis Sonntagmittag, 12. Juli 2026. Die Aufgaben der Feuerwehren basierten auf einem behördlich genehmigten Brandschutzkonzept, dass die Sicherheitsmaßnahmen für das gesamte Veranstaltungsgelände regelten.

Die unmittelbare Verantwortung für die Brandsicherheit auf dem Festivalgelände lag bei den eingesetzten Sicherheitsunternehmen sowie bei den Betreiberinnen und Betreibern der Bars und Versorgungsstände. Für die Brandschutzmaßnahmen im Bereich der Bühnen- und Pyrotechnikinstallationen waren die jeweiligen Fachunternehmen verantwortlich. FEUERWEHREN UNTERSTÜTZTEN ANWESENDES SICHERHEITSPERSONAL

Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren stellten während des Festivals eine durchgehende Einsatzbereitschaft direkt vor Ort sicher. Im Brandfall unterstützten sie die örtlichen Sicherheitskräfte und konnten aufgrund ihrer unmittelbaren Verfügbarkeit rasch eingreifen. Aufgrund der hohen Besucherzahlen und des damit verbundenen eingeschränkten Zugangs zum Veranstaltungsgelände wäre ein rasches Nachrücken externer Einsatzkräfte nur erschwert möglich gewesen. Aus diesem Grund war eine permanente Bereitschaft vor Ort erforderlich.

Die Einsatzleitung am Ring war von Mittwoch bis Sonntag rund um die Uhr besetzt. Bereits im Vorfeld wurden durch die Feuerwehren Plainfeld und Koppl umfangreiche Vorbereitungsarbeiten durchgeführt. So wurden die bei den Bühnen positionierten Wasserbehälter mithilfe von Europaletten für die Wasserentnahme vorbereitet und anschließend befüllt. FÜHRUNGSKRÄFTE VOR ORT IN DER EINSATZLEITUNG

Auch heuer wieder konnten wir Abschnittsfeuerwehrkommandanten OBR Ing. Julian Slavicek sowie den Ortsfeuerwehrkommandanten der Feuerwehr Plainfeld OBI Thomas Sattler vor Ort ein paar Fragen stellen!

Redaktion: Julian du warst wieder als Abschnittsfeuerwehrkommandant und Koordinator für die Feuerwehren am Gelände und in der Einsatzleitung tätig. Auf der „Hardstyle“ Bühne berichteten die Medien von einem Brandausbruch, was ist hier genau passiert? Julian Slavicek: Erst einmal will ich nur klarstellen, dass ich in der Einsatzleitung nur unterstützend tätig war, da hier Kameraden aus Plainfeld und Koppl dank ihrer jahrelangen Erfahrung super Arbeit leisten und hier keine Hilfe benötigen. Zum Brand: Hier kam es zu einem kleineren Brand, vermutlich durch herabfallende Pyrotechnikreste. Es hat lediglich eine Gewebeplane, welche aus optischen Gründen an der Rückseite der Bühne angebracht ist, gebrannt. Durch das schnelle Eingreifen der dort befindlichen Pyrotechniker konnte mit Unterstützung der dort stationierten Feuerwehrkräfte aber bald Brand-Aus gegeben werden. Die Kommunikation hat auch hervorragend funktioniert. Neben Notrufen über die LAWZ sind auch mehrere Hinweise von Augenzeugen eingegangen, welche den schnellen Eingriff ermöglich haben.

Ähnliches ist auch in der Nacht auf Sonntag auf der Hauptbühne vorgefallen, wo ebenfalls das rasche Eingreifen der Bühnentechniker größeren Schaden verhindert hat und die Feuerwehr lediglich Nachkontrollen durchführen musste. Redaktion: Bei wie vielen Einsätzen durften die Feuerwehren dieses Jahr am Electric Love Festival unterstützen und was waren heuer die Herausforderungen für die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden? Julian Slavicek: In Zahlen kann man die Einsätze, die ja Großteils Hilfeleistungen waren, nicht beziffern. In Summe waren sicher die beiden Brandereignisse die größeren Herausforderungen bei diesem Festival. Es kam aber öfters zu einigen Aufregungen, da die vielen Nebelmaschinen in Verbindung mit den Lichteffekten auf den Videobildern der Überwachungskameras und Drohnen Verwechslungen mit Bränden hervorriefen. Auch kamen Notfallmeldungen von Rauchentwicklungen in die Einsatzleitung, welche sich dann ebenfalls als Nebeleffekte herausstellten. Vielfach wurde aber auch Erste Hilfe bis zum Eintreffen der RK-Kräfte an den Besuchern geleistet, welche aufgrund der Hitze oft mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatten. Aber selbstverständlich waren wir auch vielfacher Anlaufpunkt für Festivalbesucher, die einfach Hilfe in verschiedensten Varianten suchten und denen wir weitergeholfen haben. Auch der eine oder andere aufgeblähte Akku wurde uns zur sicheren Entsorgung übergeben.

Redaktion: Thomas Ihr wart mit den Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Plainfeld am Gelände und du warst in der Einsatzleitung als Bindeglied zu den anderen Einsatzorganisationen eingeteilt. Mit welchen Aufgaben warst du konfrontiert und wie lief die genaue Einteilung der eingesetzten Feuerwehrkräften ab? Thomas Sattler: Meine Aufgaben in der Einsatzleitung waren die Koordination unserer eingesetzten Feuerwehrkräfte direkt aus der gemeinsamen Einsatzleitung mit Rettung, Polizei, Behörde und dem Veranstalter. Die eingesetzten Kräfte waren auf die jeweiligen Bühnen und den Campingplatz aufgeteilt.

Redaktion:

Wie oft warst du beim Electric Love bereits als Freiwilliger mit dabei und was motiviert dich jedes Mal wieder bei diesem Event dabei zu sein?

Thomas Sattler: Ich bin seitdem ersten ELF 2013 als Freiwilliger mit dabei, und davon seit 10 Jahren in der Einsatzleitung eingesetzt. Ich freue mich jedes Jahr wieder auf die direkte Zusammenarbeit mit den anderen Blaulichtorganisationen. Und natürlich ist es auch immer wieder sehr imposant zu sehen, wie so eine Veranstaltung mit fast 50.000 Menschen pro Tag bei uns organisiert wird.

Vielen Dank an Julian und Thomas für das Interview!

Daten & Fakten:

Eingesetzte Feuerwehrkräfte – zwischen 52 und 15 Kräfte

Gesamtstundenzahl an allen Tagen – rund 2.800 Mannstunden

Folgende Feuerwehren waren beteiligt:

Freiwillige Feuerwehr Plainfeld

Freiwillige Feuerwehr Koppl inkl. Löschzug Guggenthal und Ladau

Freiwillige Feuerwehr Eugendorf inkl. Löschzug Neuhofen und Schwaighofen

Freiwillige Feuerwehr Fuschl am See

Freiwillige Feuerwehr Hof

Freiwillige Feuerwehr Ebenau

Freiwillige Feuerwehr Stadt Salzburg

Freiwillige Feuerwehr Thalgau inkl. Löschzug Unterdorf

Quelle: Bezirkssachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit Bezirk Flachgau, OVI Manuel Hasenschwandtner

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