vonRedaktion Salzburg
JULI 14, 2026
Foto: BFKdo Spittal
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Am Dienstag, dem 14. Juli 2026 ereignete sich in der Ortschaft Lieserhofen in der Gemeinde Seeboden das Unvorstellbare: Gegen 9,15 Uhr entstand im Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen ein Brand, der im Inneren des Hauses sehr schnell um sich Griff. Durch die interne Brandmeldeanlage alarmiert, wurde von Feuerwehrkmeraden sofort ein Großeinsatz ausgelöst. Neun Feuerwehren aus der Gemeinde Seeboden und den umliegenden Gemeinden wurden alarmiert. Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte in kürzester Zeit zur Stelle.
Das Rüsthaus stand in kürzester Zeit in Vollbrand und darin auch zwei neuwertige Feuerwehrautos. Eines davon hätte erst in wenigen Tagen offiziell in Dienst gestellt werden sollen. An eine Rettung von Geräten, Material oder Schutzkleidung war nicht mehr zu denken. Umliegende Gebäude und die angrenzende Wiese musste vor dem Übergreifen der Flammen geschützt werden. Bis 11 Uhr dauerte der schweißtreibende Brandeinsatz für die Feuerwehrkräfte.
Der Schock sitzt bei allen tief. Nicht nur bei den eigenen Feuerwehrleuten der FF Lieserhofen. Die Betroffenheit war bei allen Helfern und Einsatzkräften sichtbar. Auch die Bevölkerung in der unmittelbaren Umgebung war sichtlich schwer betroffen von einem solchen tragischen Ereignis. Der Kommandant der FF Lieserhofen, René Moser, ringt ebenfalls um Fassung und bringt es auf den Punkt: „Wir haben praktisch alles verloren!“.
Fahrzeuge, Rüsthaus, Ausrüstung, Funktechnik, der Kat-Anhänger und die Atemschutzausrüstung, alles ist zerstört. Bürgermeister Schäfauer versuchte nach dem Löscharbeiten den Kameraden Mut zuzusprechen: „Wir alle werden zusammenhelfen und schauen, dass es weitergeht. Alleine die beiden Feuerwehrfahrzeuge haben einen Neuwert von 700.000 Euro. Aber auch die Hilfsbereitschft ist groß, von Land und anderen Gemeinden oder Städten haben mich schon Hilfsangebote erreicht. Alle Feuerwehren der Gemeinde Seeboden werden zusammenstehen und Teile ihrer Ausrüstung und auch ein Löschfahrzeug nach Lieserhofen abstellen! Ihrgendwie geht es in der Feuerwehr immer weiter!“.
Verletzt wurde beim Einsatz niemand. Die Brandursache steht noch nicht fest. Ab morgen werden Brandermittler aus Wien und Klagenfurt die Suche nach der Ursache aufnehmen.
Im Einsatz standen 120 Feuerwehrleute von 9 Feuewehren, die Brandverhütungsstelle des Landesfeuerwehrverbandes, mehrere Streifen der Polizei und das Rote Kreuz. Mehrere Nachbarn und Betriebe versorgten die Einsatzkräfte mit Jause und Getränken während den Löscharbeiten.
Nachtrag der Polizei:
Am 14. Juli 2026 gegen 09:20 Uhr geriet das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Lieserhofen aus bislang unbekannter Ursache in Brand. Beim Eintreffen der ersten Polizeistreife stand das Hauptgebäude bereits in Vollbrand. Alle im Feuerwehrhaus befindlichen Personen hatten das Gebäude bereits verlassen, auch die angrenzenden Wohnhäuser wurden vorsorglich geräumt.
Aufgrund mehrerer Explosionen sowie der im Gebäude gelagerten Gas- und Sauerstoffflaschen wurde der Gefahrenbereich großräumig abgesperrt und die Lieserhofer Straße für den gesamten Verkehr gesperrt. Den eingesetzten Feuerwehren gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohnhäuser zu verhindern.
Das Feuerwehrhaus, die darin abgestellten Einsatzfahrzeuge sowie die gesamte Ausrüstung wurden durch den Brand vollständig zerstört. Die Brandursache ist derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen des Landeskriminalamtes Kärnten. Personen wurden nicht verletzt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist derzeit noch unbekannt.
Quelle: BFKdo Spittal