vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 04, 2026
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
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Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
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Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
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Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Foto: VI Daniel Hartlieb, VI Wolfgang Winter
Mehrere Einsatzorganisationen bei komplexem Übungsszenario gefordert
Am Samstag, dem 03.10.2026, fand die alljährliche Gasteinertalübung statt. Als Übungsort diente diesmal die Schlossalmbahn in Bad Hofgastein. Aufgrund des umfassenden Übungsszenario waren alle Einsatzorganisationen des Gasteinertales und darüber hinaus gefordert. Mit dem Einsatzstichwort Brand in der Bergstation Schlossalmbahn wurde die ortszuständige Feuerwehr Bad Hofgastein um 15:00 Uhr alarmiert. Aufgrund der anzunehmenden Lage sowie des langen und herausfordernden Anfahrtsweges wurde vom Einsatzleiter umgehend auf Alarmstufe 3 erhöht. Zusätzlich zu den Feuerwehren Bad Gastein und Dorfgastein wurde die Bergrettung alarmiert, da davon auszugehen war, dass die im Betrieb befindliche Gondelbahn evakuiert werden muss. Insgesamt galt es für die Einsatzkräfte sechs einzelne Übungsszenarien abzuarbeiten:
Nach gut 30 Minuten Anfahrt trafen die ersten Einsatzkräfte bei der Bergstation ein. Umgehend wurde mit der Suche und Rettung von den vermissten Personen in der Bergstation begonnen. Aufgrund der Größe des Gebäudes mussten mehrere Atemschutztrupps gleichzeitig eingesetzt werden. Einige Personen mussten zudem mittels Leitern vom Dach gerettet werden. Nach gut einer Stunde konnten alle vermissten Personen gerettet werden. Zeitgleich kam es in der Garage der Pistengeräte zu einem Arbeitsunfall mit eingeklemmten Personen und einem Folgebrand. Das Hauptaugenmerk lag dabei den Brand zu löschen, die Gefahrenquellen durch mehrere gelagerte Gasflaschen zu entschärfen und die Personen zu retten. Auf dem Zufahrtsweg zum Speicherteich Schlossalm war zudem Fahrzeug von der Straße abgekommen. Bei dem Verkehrsunfall waren insgesamt fünf Personen beteiligt. Mehrere Insassen flüchteten nach der Rettung vom Unfallort und waren zunächst nicht mehr auffindbar. Für die Suche der Vermissten wurden kleine Suchtrupps gebildet. Ebenso war die Drohne Pongau vor Ort um die Suche zu unterstützen. Ein parallel entstandener Flurbrand wurde mithilfe einer Zubringerleitung vom Speichersee bekämpft. Auch Berg- und Wasserrettung waren in der Übung mit einbezogen. So galt es mehrere Paragleiter und Wanderer im umliegenden Gebiet der Bergstation zu retten. Ein Paragleiter war in das Seilbahnseil der Sendleitenbahn gestützt, ein weiterer war in den Speicherteich gefallen und untergegangen. Zudem musste die Rettung von einem Wanderer aus dem Tauernblick Klettersteig durchgeführt werden. Um die Einsatzbereitschaft im Tal während der Großübung sicherstellen zu können, wurde eine Bereitschaft in Zugstärke bei der Schlossalm Talstation eingerichtet. Auch für diese Mannschaft galt es ein Brandszenario in der Parkgarage bei der Talstation sowie einen Arbeitsunfall am Dach abzuarbeiten. Der sicherlich weitläufigste und zeitintensivste Teil der Übung stellte die Evakuierung der zweiten Sektion der Schlossalmbahn dar. Mehrere Bergetrupps der Gasteiner Bergbahnen sowie der Bergrettung kontrollierten alles Gondeln und seilten gegebenenfalls die eingeschlossenen Personen ab. Zusätzliche Herausforderungen stellten die Rettung von einem Hundes, einem Rollstuhlfahrers sowie einem Akjas bei einzelnen Gondeln dar. Alle aus den Gondeln geretteten Personen wurden mit einem Shuttledienstes zur Mittelstation transportiert. Dort wurde von Roten Kreuz ein Sammelpunkt für der Registrierung der geretteten Personen eingerichtet. Um die Evakuierung zu unterstützen, war ursprünglich auch der Polizeihubschrauber aus Salzburg eingeplant. Dieser konnte aber aufgrund eines laufenden Realeinsatzes nicht an der Übung teilnehmen. Nach gut vier Stunden waren alle Übungsziele erreicht und die Übung konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Ein großer Dank gilt dem Organisationsteam für die Ausarbeitung der Übung. Sowie den Gasteiner Bergbahnen die das Areal und die Seilbahnanlagen für die Übung zur Verfügung gestellt haben.
Kommandoübergabe bei der Feuerwehr Bad Hofgastein
Im Zuge der anschießenden Übungsbesprechung fand auch die offizielle Kommandoübergabe bei der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hofgastein statt. Bei der vorausgegangenen Ortsfeuerwehrkommandantenwahl wurde der bisherige OFK Stellvertreter Robert Egger zum neuen Kommandanten gewählt. Dem scheidenden OFK Rupert Sendlhofer gilt ein besonderer Dank für den Einsatz an der Spitze der Feuerwehr Bad Hofgastein in den letzten 10 Jahren.
Eingesetzte Kräfte
An der Übung nahmen insgesamt 213 Einsatzkräfte mit 34 Fahrzeugen teil, zusätzlich waren insgesamt 170 Statisten und Verletztendarsteller beteiligt.
Freiwillige Feuerwehr
Bad Gastein mit 8 Fahrzeugen + LUF und 40 Einsatzkräften
Bad Hofgastein mit 8 Fahrzeugen und 52 Einsatzkräften
Dorfgastein mit 3 Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften
St. Johann im Pongau mit Kommando Pongau und 4 Einsatzkräften
Drohnenteam Pongau mit einem Fahrzeug und 2 Einsatzkräften
Flughelfer Pongau mit einem Fahrzeug und 4 Einsatzkräften
LFV Salzburg mit dem Kerosin Fahrzeug und zwei Einsatzkräften
Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Matthias Egger
Gesamteinsatzleiter: HBI Rupert Sendlhofer Feuerwehr Bad Hofgastein
Bergrettung
Ortsstelle Bad Gastein mit einem Fahrzeug und 12 Einsatzkräften
Ortsstelle Bad Hofgastein mit einem Fahrzeug und 12 Einsatzkräften
Ortsstelle Dorfgastein mit einem Fahrzeug und 12 Einsatzkräften
Bezirkseinsatzleiter Pongau
Wasserrettung
Ortsstelle Gastein mit zwei Fahrzeugen + Boot und 12 Einsatzkräften
Rotes Kreuz
Bezirksstelle Gastein mit vier Fahrzeugen und 12 Einsatzkräften
Polizei und Behörde
Mit einem Fahrzeug und vier Einsatzkräften vor Ort
Katastrophenschutzreferent Pongau Michael Rachensberger
Gasteiner Bergbahnen
24 Mann
Quelle: VI Daniel Hartlieb