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OKTOBER 14, 2026
ots/Polizeipräsidium Rheinpfalz
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Landkreis Germersheim (ots) -
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Landau i.d. Pfalz und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz
Durch seit Juli 2025 durchgeführte intensive und umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Landau und der Kriminalpolizei Landau bestand der Verdacht, dass ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Germersheim unerlaubten Handel mit Kokain, Amphetamin und Cannabisprodukten betrieb. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen konnten zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 23 und 24 Jahren aus dem Landkreis Germersheim identifiziert werden, welche an dem Betäubungsmittelhandel beteiligt gewesen sein sollen. Darüber hinaus konnten in deren Umfeld zwei weitere Männer aus dem Landkreis Germersheim im Alter von 24 und 32 Jahren ermittelt werden, die ebenfalls Drogen verkauft haben sollen.
Durch die Kriminalinspektion Landau wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. In dem Ermittlungskomplex wurden bislang 28 weitere Ermittlungsverfahren gegen Gehilfen und Abnehmer eingeleitet. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landau vollstreckten Polizeikräfte in den letzten Monaten insgesamt 18 Durchsuchungsbeschlüsse.
Im Rahmen der Durchsuchungen konnten insgesamt rund 46.000 Euro Bargeld, rund 7 Kilogramm Marihuana, rund 23 Kilogramm Haschisch, rund 3 Kilogramm Amphetamin und rund 260 Gramm Kokain sichergestellt werden. Darüber hinaus wurden zwei hochwertige Fahrzeuge (Mercedes AMG) und mehrere Datenträger, gefälschte Dokumente und verschiedene Waffen, darunter eine Pfefferpistole und Schlagwerkzeuge, sichergestellt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landau wurde gegen alle fünf Tatverdächtigen Untersuchungshaftbefehle erlassen. Die beiden 23-Jährigen, ein 24-Jähriger und der 32-Jährige wurden durch Kräfte der Kriminalpolizei verhaftet und dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte in allen Fällen die bestehenden Untersuchungshaftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln bzw. Cannabis in nicht geringen Mengen zunächst in Vollzug. Die Tatverdächtigen wurden in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten verbracht.
Der zweite 24-Jährige hat sich nach derzeitigem Kenntnisstand ins Ausland abgesetzt und wird mit Europäischem Haftbefehl gesucht.
Gegen die beiden 23-jährigen Tatverdächtigen wurde zwischenzeitlich u.a. wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Cannabis in nicht geringer Menge Anklage zur Großen Strafkammer bei dem Landgericht Landau erhoben, das nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden hat. Gegen einen der beiden Tatverdächtigen wurde die Anklage bereits zur Hauptverhandlung zugelassen.
Den beiden Tatverdächtigen wird unter anderem vorgeworfen, einen schwunghaften Handel mit Cannabisprodukten getrieben zu haben, indem sie sich in mehreren Fällen Paletten mit mindestens 50 Kilogramm Cannabisprodukten getarnt als Lieferungen von Stahlteilen aus den USA liefern ließen und das Cannabis sodann insbesondere über soziale Netzwerke gewinnbringend weiterveräußerten. Dem 23-Jährigen Haupttäter wird darüber hinaus sowohl zur Last gelegt, Amphetamin im zweistelligen Kilobereich selbst hergestellt und weiterverkauft zu haben als auch mit insgesamt mehr als 3 Kilogramm Kokain Handel getrieben zu haben. Anlässlich seiner Festnahme konnten mehr als 20 Kilogramm Haschisch und knapp 6 Kilogramm Marihuana neben einem Teleskopschlagstock und einem Einhandmesser sichergestellt werden.
Die Tatverdächtigten sollen durch die Taten mindestens einen hohen sechsstelligen Betrag erlangt haben. Grundsätzlich sind im Fall einer Verurteilung die Umsätze aus nachgewiesenen Betäubungsmittelgeschäften vom Staat einzuziehen.
Im Übrigen dauern die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei weiter an.
Quelle: Original-Content von: Polizeipräsidium Rheinpfalz, übermittelt durch news aktuell