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AUGUST 11, 2026
ots/Freiwillige Feuerwehr Aurich
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Aurich-Plaggenburg (ots) -
Erstmals hat in den Montagabendstunden der Akku eines Elektroautos im Auricher Stadtgebiet gebrannt. Der Wagen war zu diesem Zeitpunkt auf einem Grundstück in der Jägerstraße abgestellt, als der Besitzer plötzlich Warnmeldungen über die Fahrzeugapp auf sein Smartphone übermittelt bekam. Beim Nachsehen drang bereits Rauch aus dem Unterboden des Pkw, weshalb die Anwohner umgehend den Notruf verständigten. Die von der Regionalleitstelle in Wittmund alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehren Plaggenburg und Sandhorst waren innerhalb weniger Minuten vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt schlug das Feuer bereits aus dem unmittelbar vor der Garage abgestellten Auto heraus. Atemschutzgeräteträger begannen in der Folge unverzüglich mit den Löscharbeiten.
Mit zwei Strahlrohren versuchten die Feuerwehrleute, die Flammen schnellstmöglich einzudämmen und eine Ausbreitung auf die Garage zu verhindern. Zwar schien dies bereits nach wenigen Minuten geglückt zu sein, schon kurz darauf offenbarten sich den Einsatzkräften jedoch die Tücken eines Brandes an Hochvoltsystemen. Von einer starken Rauchentwicklung begleitet, begann der Akku immer wieder neu zu entflammen. Dauerhafte Kühlmaßnahmen unter angelegtem Atemschutz waren entsprechend alternativlos. Im Verlauf des Einsatzes ist kurzerhand ein Hydroschild unter dem Wagen positioniert worden, welches die Batterie kontinuierlich mit Wasser beaufschlagte. Bis zur Errichtung einer Schlauchleitung zu einem einige hundert Meter entfernten Hydranten schaffte das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Sandhorst das benötigte Löschwasser im Pendelverkehr heran.
Weil die Maßnahmen auch über die einsetzende Dunkelheit hinaus fortgeführt werden mussten, leuchteten die Feuerwehrleute die Einsatzstelle mit Lichtmasten und einem Powermoon entsprechend aus. Die unmittelbar in den Löschangriff involvierten Kräfte konnten ihre kontaminierte Schutzkleidung nach Beendigung der Tätigkeit am nachgeforderten Gerätewagen Atemschutz samt mitgeführter Einsatzstellenhygienekomponente der Feuerwehr Aurich ablegen. Zur Versorgung mit Kaltgetränken kam der bei der Feuerwehr Middels stationierte Verpflegungszug hinzu. Neben den rund 45 Einsatzkräften und der Polizei war auch die Untere Wasserbehörde vor Ort, um den Ablauf des Löschwassers vom Grundstück zu überprüfen.
Ein verständigtes Abschleppunternehmen rückte gegen 22:30 Uhr mit einem gesondert vorgehaltenen Löschcontainer für Elektrofahrzeuge an. Mit dem Kran des Abschleppers hoben die Mitarbeiter das Auto in die Mulde, welche im Anschluss mit Wasser geflutet und damit eine dauerhafte Kühlung des Akkus sichergestellt worden ist. Infolge der Konsultation entsprechender Herstellerangaben entschieden die Feuerwehrleute in Absprache mit Inhaber und Abschleppdienst, den Container für mindestens zehn Tage auf dem Grundstück zu belassen. Dies soll eine erneute Brandentwicklung am Hochvoltsystem unterbinden. Etwa drei Stunden nach Alarmierung ist die Einsatzstelle kurz vor Mitternacht wieder verlassen worden.
Quelle: Original-Content von: Freiwillige Feuerwehr Aurich, übermittelt durch news aktuell