vonRedaktion Salzburg
MAI 14, 2026
Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
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Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
Foto: Land Salzburg / Franz Neumayr
Klingendes 50-Jahr-Jubiläum eines besonderen Schultyps / Angebot in allen Bezirken
(LK) In zehn Mittelschulen im Land steht Musik ganz oben auf dem Lehrplan. Singen und musizieren wird an diesen Bildungsstandorten von Abtenau bis Zell am See seit 50 Jahren schwerpunktmäßig vermittelt. Das Jubiläum bot Anlass für eine eindrucksvolle und vor allem hörenswerte Leistungsschau in der Salzburger Altstadt.
850 Schülerinnen und Schüler sind es aktuell, die eine von 40 Klassen einer Musikmittelschule in Salzburg besuchen. Mit ihrer Begeisterung für Musik brachten sie heute die Stadt zum Klingen und präsentierten die große Vielseitigkeit dieses Schultyps.
Gutschi: „Basisversorger für Musiknachwuchs.“
„Die Musikmittelschulen sind Basisversorger in Sachen Kultur und Bildung. Sie bringen Musik in den Alltag der Kinder und schaffen damit eine Grundlage, die weit über die Schulzeit hinauswirkt. Musikkappellen und Kulturvereine in der gesamten Region profitieren davon“, unterstreicht Landesrätin Daniela Gutschi die Bedeutung dieses besonderen Schultyps.
Ein ganzer Tag voller Musik
Der Zeitpunkt für die musikalische Präsentation konnte kaum besser gewählt sein. Nach einem Chorkonzert in der Aula der Universität ging es in einem musikalischen Zug zum Dom, die jungen Musikantinnen und Musikanten brachten danach den Innenhof der Alten Residenz, den Furtwängler Park, den Kapitelplatz, den Domplatz und zum Abschluss den Innenhof von St. Peter zum Klingen. In Verbindung mit der anschließenden Langen Nacht der Chöre erfüllten Musik und Gesang zehn Stunden lang die Salzburger Altstadt.
Am Anfang stand der Idealismus
Die Geschichte der Musik-Mittelschulen begann vor 50 Jahren mit einer großen Portion Idealismus. Brigitte Kratochwill, Lehrerin an der damaligen Hauptschule Lamprechtshausen überzeugte Eltern, ihren Kindern besonderen Musikunterricht angedeihen zu lassen. Ein Ständchen der so herangebildeten Jungmusikerinnen und Jungmusiker bei Hans Katschthaler, er war Landeschulratspräsident, tat dann sein Übriges.
Freiraum für Kreativität
Für Christoph Matl, Koordinator für Musik, Kunst und Kultur in der Bildungsdirektion, ist es der Freiraum für Kreativität, der den Schultyp auszeichnet: „Pro Woche gibt es fünf bis sechs Musikstunden, verpflichtend wird ein Instrument erlernt. Tanz, Chor, Blasmusikkapelle, Volksmusik-Ensembles, Bandspiel oder Musical kommen je nach Standort dazu. Das Niveau ist durchaus mit dem von Gymnasien zu vergleichen“, so Matl.
Stark nachgefragt
Lehrermangel ist bei den Musikmittelschulen ein Fremdwort. „Es gibt eine wirklich große Nachfrage unter den Studierenden, einmal an einer solchen Schwerpunktschule unterrichten zu können. An der Musik-Mittelschule Henndorf zum Beispiel, wo ich unterrichte, melden sich pro Startklasse dreimal mehr Kinder an als aufgenommen werden können“, sagt Koordinator und Musiklehrer Christoph Matl.
Die zehn Musikmittelschulen nach Bezirk
Quelle: Land Salzburg