vonRedaktion International
AUGUST 22, 2026
Polizeiauto - Symbolbild
In der Nacht auf Samstag, 22. August 2026, führte die steirische Polizei landesweit verstärkte Verkehrskontrollen durch. Im Fokus standen vor allem Alkohol und Suchtgift am Steuer sowie weitere Risikofaktoren für schwere Verkehrsunfälle. Insgesamt wurden 19 Führerscheine abgenommen und 1480 Anzeigen erstattet.
Unter Federführung der Landesverkehrsabteilung (LVA) Steiermark beteiligten sich sämtliche Stadt- und Bezirkspolizeikommanden an der Schwerpunktaktion. Polizistinnen und Polizisten führten dabei in allen steirischen Bezirken gezielte Kontrollen durch. Neben möglichen Beeinträchtigungen durch Alkohol oder Drogen legten die Bediensteten ihr Augenmerk insbesondere auf Geschwindigkeit, Ablenkung, die Verwendung von Sicherheitsgurten sowie weitere für Verkehrssicherheit maßgebliche Verstöße.
Bilanz: Führerscheinabnahmen und Anzeigen
Im Verlauf der landesweiten Schwerpunktaktion führten die eingesetzten Streifen insgesamt 2094 Alkoholkontrollen durch. Dabei erstattete die Polizei 38 Anzeigen wegen Alkohol am Steuer sowie 4 Anzeigen wegen einer Beeinträchtigung durch Suchtgift. Insgesamt wurden 19 Führerscheine vorläufig abgenommen. Darüber hinaus stellten die Polizistinnen und Polizisten 1287 Geschwindigkeitsüberschreitungen fest und erstatteten 383 weitere Anzeigen wegen verkehrsrechtlicher Übertretungen. Zusätzlich wurden 424 Organstrafverfügungen verhängt. In den Bezirken Graz und Graz-Umgebung versuchte je ein PKW-Lenker sich der Anhaltung zu entziehen, in beiden Fällen konnte keine gültige Lenkberechtigung vorgewiesen werden und wurden zusätzlich auch strafrechtliche Delikte (Gefährdung der körperlichen Sicherheit, Urkundenunterdrückung aufgrund gestohlener Kennzeichen) an die StA angezeigt. Der Flüchtende verursachte während seiner Fahrt in Graz selbstständig einen Verkehrsunfall, bei dem er mit einer Gebäudekante kollidierte. Dabei wurde er leicht verletzt. Darüber hinaus kam es zu einer Nachfahrt eines flüchtenden Motocross-Fahrers im Bezirk Weiz. Dieser setzte eine Vielzahl an Verwaltungsübertretungen und wird auch aufgrund der Gefährdung der körperlichen Sicherheit an die StA Graz angezeigt.
Steiermark: 44 Verkehrstote seit Jahresbeginn
Hintergrund der verstärkten Kontrollen ist auch die aktuelle Entwicklung bei schweren Verkehrsunfällen. Nach vorläufigen Zahlen der Verkehrsstatistik kamen zwischen 1. Jänner und 16. August 2026 bereits 44 Menschen auf steirischen Straßen ums Leben (2025: 35; 2024: 43). Besonders deutlich zeigte sich diese Entwicklung zu Beginn des Jahres. So waren allein im ersten Quartal 2026 in der Steiermark 15 Verkehrstote zu beklagen. Im selben Zeitraum des Vorjahres (2025) waren es neun.
Kontrolldruck hochhalten
Ziel der steirischen Polizei ist es daher, die Dichte der Verkehrskontrollen auf den Straßen hoch zu halten. "Mit gezielten Schwerpunktkontrollen wollen wir vor allem jene aus dem Verkehr ziehen, die durch Alkohol, Drogen oder besonders riskantes Verhalten sich selbst und andere gefährden. Ziel ist es durch starke Präsenz und konsequentes Einschreiten bei Übertretungen, Unfälle zu verhindern und so die Sicherheit auf den steirischen Straßen weiter zu erhöhen", sagt Oberstleutnant Jochen Heiling der Landesverkehrsabteilung Steiermark, der den Gesamteinsatz in der Nacht auf Samstag leitete. Neben konsequenter Überwachung setzt die steirische Verkehrspolizei dabei auch auf Prävention und Bewusstseinsbildung. Denn Alkohol, Suchtgift, überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung zählen nach wie vor zu den Hauptursachen für Verkehrsunfälle.
Quelle: LPD Steiermark