Wien: Koordiniert. Konsequent. Gemeinsam.

vonRedaktion Salzburg
APRIL 28, 2026

Wien

Wien handelt: Neue Maßnahmen für einen sicheren und lebenswerten öffentlichen Raum

Die Stadt Wien und die Landespolizeidirektion Wien reagieren auf die Entwicklungen im öffentlichen Raum gemeinsam mit einem abgestimmten, vielschichtigen Maßnahmenpaket, um die Lage entlang der Achse Westbahnhof – U6 Gumpendorfer Straße nachhaltig zu verbessern.

„Dieses Maßnahmenpaket ist das Ergebnis einer guten und konsequenten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wien und der Wiener Polizei. Genau diese partnerschaftliche Kooperation ist der Schlüssel: Wir bündeln unsere Kräfte, stimmen uns laufend ab und handeln gemeinsam im Interesse der Wienerinnen und Wiener. Denn Sicherheit entsteht dort, wo alle an einem Strang ziehen. So sichern wir nicht nur die Lebensqualität im öffentlichen Raum, sondern stärken auch das, was Wien ausmacht: das respektvolle Miteinander in unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Michael Ludwig.

„Die vorliegende Schutzzone und Alkoholverbotszone sowie die weiteren Maßnahmen sind nötig, um Gewalttaten vorzubeugen, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken und der Polizei ein rasches und wirksames Einschreiten bei problematischen Erscheinungsbildern im öffentlichen Raum zu ermöglichen“, so Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl.

1. Schutzzone im Bereich Fritz-Imhoff-Park
Parks, Spielplätze und öffentliche Verkehrsknotenpunkte sind Orte der Begegnung, Erholung und des Alltags: für Familien, Kinder, ältere Menschen und alle Wiener*innen. Um sicherzustellen, dass diese Räume von allen uneingeschränkt und sicher genutzt werden können, können rund um besonders sensible Bereiche gezielt Schutzzonen gemäß § 36a Sicherheitspolizeigesetz eingerichtet werden. Diese Maßnahme bildet einen Rechtsrahmen zum besonderen Schutz von Minderjährigen und hat das Ziel, den verfestigten Drogenhandel rund um die U-Bahn-Station Gumpendorfer Straße nachhaltig zu bekämpfen. Dabei gilt: Der Zugang zu Versorgungsangeboten bleibt für alle Klient*innen ausdrücklich gewährleistet.

2. Alkoholkonsumverbot am und um den Westbahnhof
Die Lage am Westbahnhof ist insgesamt geprägt von einer Vielzahl an Herausforderungen vor allem in folgenden Bereichen: Europaplatz, rund um das Stationsgebäude der Wiener Linien, Helga-Pollak-Kinsky-Park und Christian-Broda-Platz. Die Anzahl der Menschen, die vor Ort durch übermäßigen Konsum von Alkohol auffallen, ist schwankend und überschaubar, jedoch kann das Verhalten einzelner aufgrund der Gemengelage und der hohen Frequenz der Menschen vor Ort, unangenehm anmuten, zu Verunsicherungen und Konflikten führen.
In den letzten Jahren wurden bereits eine Vielzahl an repressiven, sozialarbeiterischen sowie infrastrukturellen Maßnahmen gesetzt, d.h. die Errichtung einer Alkoholkonsumverbotszone stellt eine weitere Maßnahme von vielen dar.
Eine uniformierte Polizeipräsenz in der Alkoholkonsumverbotszone kann durch Exekution des Alkoholkonsumverbotes Abhilfe schaffen. Ziel ist die Verbesserung der öffentlichen Ordnung, sowie die Steigerung Sicherheit und Aufenthaltsqualität an bestimmten öffentlichen Plätzen.

3. Sauberkeit und Lebensqualität
Gemeinsam mit dem Bezirk sind die Dienststellen des Magistrats auf die besonderen Bedürfnisse rund um die U6 Gumpendorfer Straße und den Fritz-Imhoff-Park eingegangen und haben hier ebenfalls eine Reihe an Maßnahmen getroffen:

Im eigenen Wirkungsbereich haben die Wiener Linien eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt:

4. Wissen stärkt Handlungssicherheit
Je besser Ärzt*innen über aktuelle Standards der Substitutionstherapie und deren rechtliche Implikationen informiert sind, und je vertrauter Polizist*innen mit den rechtlichen und menschlichen Aspekten von Sucht und Substitution sind, und je klarer Verwaltungsmitarbeiter*innen die sozialpsychiatrische Versorgungslandschaft Wiens kennen, desto handlungssicherer können alle Beteiligten im Alltag agieren, wenn sie mit Suchtkranken konfrontiert sind. Gezielte Fortbildung und Informationsangebote bieten die erforderliche Unterstützung.

5. Gesundheit und soziale Integration im Fokus
Menschen mit Suchterkrankungen brauchen Unterstützung und niederschwellige Hilfe.
Folgende Angebote werden ausgebaut:

6. Optimierung der Substitutionsbehandlung in Wien
Bei der Problemlage vor Ort ist eine klare Differenzierung entscheidend: Die Opioid-Agonisten-Therapie (OAT) ist ein medizinisch anerkanntes, rechtlich klar geregeltes und wirksames Behandlungsinstrument. Sie sichert Stabilität, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe Patient*innen in Wien und ist ein zentraler Baustein der Wiener Suchtversorgung.
Gleichzeitig erfordert ein so umfassendes System laufende Anpassungen an neue Rahmenbedingungen. Kommt es zu unzulässiger Weitergabe oder illegalem Handel mit Substitutionsmedikamenten, braucht es entschlossenes und fachlich fundiertes Handeln. Ziel ist eine schnellere Reaktionsfähigkeit bei Auffälligkeiten sowie eine engere Abstimmung zwischen Polizei, Gesundheitsbehörde und Ärzt*innen. So bleibt die Versorgung gesichert – und Missbrauch sowie illegalen Strukturen wird gezielt entgegengewirkt.

7. Forderungen von bundesweiten Adaptionen bei der Substitutionstherapie
Die Substitutionsbehandlung ist für den Großteil der Patient*innen das beste Mittel, um Stabilität, Gesundheit und Lebensqualität zu fördern. Dort, wo eine engmaschigere Steuerung des Systems und ein lückenloser Vollzug notwendig sind, ergeben sich daraus auch Ableitungen an die Bundesgesetzgebung. Diese sollen zusätzliche Handlungsspielräume schaffen, die im Umgang mit Patienten*innen mit nicht gegebenen Stabilitätskriterien Erleichterungen ermöglichen, ohne Personen aus der Behandlung auszuschließen:


Quelle: Stadt Wien

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