vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 06, 2026
Foto: FF Kindberg
Foto: FF Kindberg
Foto: FF Kindberg
Am Montagabend wurde die Feuerwehr Kindberg-Stadt zu einem langwierigen und kräftezehrenden Brandeinsatz in einen Kindberger Industriebetrieb alarmiert. Kurz nach 21:00 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage aufgrund eines vermeintlichen Brandereignisses im Bereich des Hackschnitzellagers Alarm ausgelöst.
Bereits während der Anfahrt zur Einsatzadresse war eine intensive Rauchentwicklung im Bereich des Lagers erkennbar. Bei der anschließenden Erkundung unter schwerem Atemschutz konnten mithilfe einer Wärmebildkamera zahlreiche Glutnester innerhalb des rund 100 m³ umfassenden Hackschnitzellagers festgestellt werden.
Um eine weitere Brandausbreitung auf die angrenzende Heizungsanlage und in weiterer Folge auf die benachbarten Gewerbebetriebe zu verhindern, entschied die Einsatzleitung, das gesamte Hackgut aus dem Lager zu entfernen. Aufgrund des Umfangs der erforderlichen Arbeiten wurden im weiteren Einsatzverlauf sukzessive sämtliche Feuerwehren des Abschnittes IV zur Unterstützung nachalarmiert.
Die Arbeiten gestalteten sich äußerst aufwendig und körperlich fordernd. Aufgrund der starken Staubentwicklung musste das Hackgut unter schwerem Atemschutz zunächst händisch aus dem Lager geschaufelt und zum Ausgang befördert werden. Anschließend wurde das Hackgut mithilfe eines Minibaggers und eines Frontladers aus dem Gefahrenbereich entfernt. Insgesamt kamen dabei 21 Atemschutztrupps mit jeweils drei Feuerwehrmitgliedern zum Einsatz.
Aufgrund der großen Menge an zu bewegendem Hackgut wurde im weiteren Einsatzverlauf zusätzlich ein mobiles Hackschnitzelgebläse der Feuerwehr St. Oswald b. Plankenwarth – St. Bartholomä aus dem Bereichsfeuerwehrverband Graz-Umgebung angefordert. Damit konnte das ausgeräumte Hackgut effizient aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich abtransportiert werden.
Nach rund sieben Stunden intensiver und kräfteraubender Einsatz- und Aufräumarbeiten konnte die Einsatzleitung gegen 05:00 Uhr „Brand aus“ geben. Durch das rasche und koordinierte Vorgehen aller eingesetzten Kräfte konnte eine Ausbreitung des Brandes auf die Heizungsanlage sowie die angrenzenden Gewerbebetriebe verhindert werden.
Insgesamt standen 103 Feuerwehrmitglieder mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden die Feuerwehren von der Polizei und dem Roten Kreuz.
Eingesetzte Einsatzorganisationen
Quelle: BM Manuel Wattala / FF Kindberg