vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 27, 2026
Stadt Wien/Christian Jobst
Die Klima-Allianzen sind ein neuer Zusammenschluss zwischen Stadt und Wirtschaft mit dem Ziel, gemeinsam die Klimaziele zu erreichen, und sowohl den Wirtschaftsstandort zu stärken als auch die Lebensqualität aller Wienerinnen und Wiener zu schützen. Stetig wachsen sollen die Klima-Allianzen durch die schriftliche Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding (MOU)“ durch die Stadt Wien und die teilhabenden Unternehmen. Schon jetzt leisten mehr als 10 führende Unternehmen in Wien dazu die Vorarbeit, darunter EVVA, Ottakringer und Hoerbiger. Bürgermeister Michael Ludwig, als Vertreter der Stadt Wien, und Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck, als Vertreter der heimischen Wirtschaft, gaben heute, Montag, den symbolischen Startschuss. Die Unterzeichnung des MOU mit den einzelnen Unternehmen erfolgt in weiterer Folge gemeinsam mit Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky, der die Klima-Allianzen, und damit die Verschränkung von Klima und Wirtschaft, im Wiener Klimagesetz nun auch rechtlich verankert hat.
„Erstmals in der Geschichte Wiens binden sich heimische Unternehmen und Betriebe schriftlich daran, aktiv mit uns den Klimaschutz in unserer Stadt voranzutreiben, während die Stadt Wien dazu verpflichtet, die Rahmenbedingungen für einen zukunftsfitten Wirtschaftsort zu bieten“, sagt Wiens Bürgermeister Michael Ludwig. „Daran sieht man, dass Klimaschutz und Wirtschaft in Wien Hand in Hand gehen - und zwar nicht erst seit gestern. Schon seit mehr als einem Vierteljahrhundert, mit dem Beginn des ersten Klimaschutzprogramms, festigen wir dieses Bündnis, weil wir früh erkannt haben, dass Wirtschaft und Klima keine Gegenspieler sind, sondern voneinander profitieren“, ergänzt Ludwig. Dieses Verständnis trage auch dazu bei, dass Wien das einzige österreichische Bundesland mit einem durchgehenden Wirtschaftswachstum sei, so Ludwig.
Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck ruft die Ergebnisse des jährlichen „Green Economy Report“ in Erinnerung, denn dieser zeige eindrücklich, „wie stark sich Investitionen in Nachhaltigkeit auf die heimische Wirtschaft auswirken. Projekte zur Kreislaufwirtschaft, Photovoltaik, E-Mobilität und Fernkälte bringen beispielsweise eine jährliche Wertschöpfung von 3,6 Milliarden Euro“. Wirtschaft und Green Economy seien in Wien eng miteinander verwoben; hohe Investitionen würden nicht nur die heimischen Branchen stärken, sondern hätten schon jetzt spürbar positive Effekte auf die Umwelt. Ruck: „Ökologie und Ökonomie bedeuten keinen Gegensatz, sondern eine Verbindung, die Win-win-Situationen schaffen kann, von der sowohl die Wirtschaft als auch die Gesellschaft profitieren. Die heterogene und innovative Wiener Wirtschaft ist sehr gut dafür aufgestellt, diese Chancen zu nutzen.“
Ludwig und Ruck orten den Klimaschutz in Wien „seit langem in einer sehr guten Konjunkturphase.“ Das würden auch die großen Erfolge bei Sonnenstrom, Grünraumausbau und bei der Reduktion schädlicher Treibhausgase zeigen (wo Wien in den vergangenen beiden Jahren doppelt so stark unterwegs gewesen ist wie der Bund insgesamt). „Mit den im Wiener Klimagesetz verankerten Klima-Allianzen werden wir diese Konjunkturphase weiter verlängern. Denn gerade im Bereich Klimaschutz ist das heimische Wertschöpfungspotenzial sehr hoch. Mit den Klima-Allianzen gewinnen wir noch mehr Partnerinnen und Partner aus Zukunftsbranchen und fördern damit Wirtschaft als auch Klimaschutz gleichermaßen.“, so beide unisono. (Schluss)
Quelle: Stadt Wien