vonRedaktion International
JÄNNER 01, 2026
Copyright: Land Tirol/Reiter
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Neue Impulse für die alltagsintegrierte Sprachförderung in Tiroler Kindergärten und Kinderkrippen.
Was haben Kräutersamen, Knetmasse und Taschenlampen gemeinsam? Sie können Schlüssel für den Spracherwerb sein und sind Teil der neuen Sprachboxen an Tirols Kindergärten und Kinderkrippen. Bildungslandesrätin Cornelia Hagele machte sich beim Besuch im Kindergarten Inzing 2 und im Kindergarten Rum Serlesstraße selbst ein Bild davon, welche Spielsituationen und Lernimpulse die Materialien hervorbringen und die Sprache im Alltag lebendig machen.
„Kinder lernen Sprache mitten im Tun – beim Spielen, Forschen und Entdecken. Die Sprachboxen bieten unseren pädagogischen Teams wertvolle Impulse und Ideen für Gesprächssituationen. Gleichzeitig sind die Kinder mit den Aufgaben auch kognitiv gefordert – eine Win-Win-Situation für unsere Kindergärten und Kinderkrippen“, zeigt sich LRin Hagele vom Konzept der Sprachboxen begeistert.
Der Kindergarten wird zum Sprachraum
Die Sprachbox ist ein praxisnahes Set aus Materialien und begleitenden Karten, das ElementarpädagogInnen dabei unterstützt, Sprachförderung aktiv in den Betreuungsalltag einzubauen. Zu jedem Themenbereich – etwa Kräutersamen, Waldtieren, Tast- oder Hörsinn – gibt es Materialkarten mit konkreten Impulsen, die Lerngelegenheiten für den Erst- und Zweitspracherwerb bieten: Kinder hören, sehen, tasten, riechen und bewegen sich damit – und finden Worte dafür. Begleitend dazu lernen die Kinder bei Experimenten wie „Donnerrohr“ oder „Klangmemory“ spielerisch Neues kennen. „Die Sprachbox gibt unseren Pädagoginnen und Pädagogen kein starres Programm vor, sondern eröffnet kreative Freiräume. Sie rückt das Gespräch zwischen den Kindern ins Zentrum – und genau dort setzt nachhaltiger Erst- und Zweitspracherwerb an“, erklärt LRin Hagele.
Sprachtreff Spezial: Vernetzung in allen Bezirken
Im Mittelpunkt der Sprachboxen stehen dialogische Interaktionen: Kinder folgen kreativen Lernimpulsen, Fach- und Assistenzkräfte greifen diese auf, stellen Fragen, regen zum Erzählen an und begleiten das sprachliche Wachstum gezielt. Für pädagogische Teams bietet die Sprachbox damit eine Anleitung für Planung, Reflexion und individuelle Förderung. Ergänzt wird das Set durch die Lehr- und Lernkarten „KITA-Räume gestalten“. Flankiert wurde die Einführung der Sprachboxen durch das erfolgreiche Vernetzungsangebot „Sprachtreff Spezial“ in allen Tiroler Bezirken. ElementarpädagogInnen reflektierten dort pädagogische Einsatzmöglichkeiten sowie den Nutzen der Sprachboxen, erhielten praxisnahe Einblicke in das Kartenmaterial und tauschten sich über ihre Rolle als Sprachvorbilder aus.
Sprachbox in der Praxis: Besuch in den Kindergärten Inzing 2 und Rum Serlesstraße
Bildungslandesrätin Hagele überzeugte sich persönlich von den Sprachboxen und besuchte den Kindergarten Inzing 2. Dieser umfasst zwei Gruppen mit 40 Plätzen und verfügt über Räume, die gezielt die Sprachentwicklung anregen, zugleich stehen Sprachspiele für die Kinder an der Tagesordnung. Die Leiterin Katharina Fidler verfügt mit dem Hochschullehrgang „Frühe sprachliche Förderung“ über entsprechende Qualifikationen und zeichnet sich durch mehrjährige Erfahrung im Bereich Sprachbildung und Sprachförderung aus.
Auch der Kindergarten Rum Serlesstraße mit drei Gruppen und 60 Plätzen setzt konsequent auf kindzentrierte, dialogische Sprachbildung. In einer wertschätzenden Atmosphäre werden Kinder aktiv in Gespräche eingebunden – besonders auch jene mit Deutsch als Zweitsprache. Leiterin Sabrina Mietschnig fungiert als Koordinatorin der elementarpädagogischen Einrichtungen in der Gemeinde, auch mit besonderem Blick auf die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit und sprachlichen Bildung.
„Solide Sprachkompetenzen sind die Grundlage für den späteren Bildungs- und Berufsweg. Die beiden Kindergärten Inzing 2 und Rum Serlesstraße zeigen, wie es in der Praxis funktioniert: Die Kinder erhalten den nötigen Freiraum, zugleich sorgen die Teams für eine moderne und am einzelnen Kind ausgerichtete Sprachbildung“, lobt LRin Hagele die beiden Einrichtungen.
Quelle: Land Tirol