Krems an der Donau, Niederösterreich: Nachtrag zu Raub vom 22.11.2024

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 19, 2026

Polizeiauto - Symbolbild
© Savvapanf Photo, shutterstock.com

Am 22. November 2024, gegen 13:20 Uhr verübte ein vorerst unbekannter Täter einen Raub in Brunnkirchen, Bezirk Krems, zum Nachteil eines 67-jährigen Mannes in dessen Wohnung. Der Täter bedrohte das Opfer und verletzte dieses mit mehreren Messerstichen im Brustbereich. Der Täter raubte Armbanduhren und flüchtete in unbekannte Richtung.

Das Opfer erlitt durch den Raubüberfall lebensbedrohliche Verletzungen und wurde im Universitätsklinikum St. Pölten notoperiert.

Die weitere Amtshandlung wurde von der Raubgruppe des Landeskriminalamtes NÖ übernommen. Die Spurensicherung erfolgte durch die Tatortgruppe.

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen durch Beamte der Raubgruppe konnte ein damals 26-jähriger österreichische Staatsbürger aus Wien als Beschuldigter ausgeforscht und in den Abendstunden des 23. November 2024 in Linz durch Kräfte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) des Landeskriminalamtes OÖ festgenommen werden.

Der Verdächtige zeigte sich bei der durchgeführten Beschuldigteneinvernahme umfassend geständig und wurde über Auftrag der Staatsanwaltschaft Krems in die Justizanstalt Krems eingeliefert.

Im Zuge der weiteren Erhebungen durch die Raubgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich konnte dem damals 26-Jährigen unter anderem ein Diebstahl im Sommer 2024 von vier weiteren hochpreisigen Armbanduhren im Gesamtwert von ca. 93.000 Euro in Wien nachgewiesen werden sowie eine gefährliche Drohung mit einer Faustfeuerwaffe im Zuge einer Auseinandersetzung auf einer Tankstelle in Wien 21. im November 2024.

Da im Zuge der Durchsuchung des damals 26-Jährigen zum Zeitpunkt seiner Festnahme verwendeten Fahrzeuges ca. 900g Kokain und eine größere Bargeldsumme vorgefunden und sichergestellt werden konnten, wurden außerdem umfangreiche Erhebungen vom Landeskriminalamt NÖ, Ermittlungsbereich Suchtmittelkriminalität, zur Herkunft des Suchtmittels sowie den Hintermännern geführt.

Ihm konnte der Schmuggel und die Weitergabe von ca 10 kg Kokain im Straßenverkaufswert von 500.000 Euro sowie je 2 kg Ecstasy und Amphetamin im Wert von gesamt 60.000 Euro nachgewiesen werden.

Im Zuge operativer Maßnahmen und umfangreicher Erhebungen im In- und Ausland, konnte ein 42-jähriger holländische Staatsbürger als Hintermann und Auftraggeber ausgeforscht werden. Er wurde aufgrund eines durch die Staatsanwaltschaft Krems erlassenen Europäischen Haftbefehles in den Niederlanden festgenommen werden und wurde am 1. Juli 2025 nach Österreich ausgeliefert. Der 42-Jährige zeigte sich bei seiner Vernehmung nicht geständig und wurde über Auftrag der Staatsanwaltschaft Krems nach Abschluss der Erhebungen in die Justizanstalt Krems eingeliefert.

Im Zuge der Hauptverhandlung beim Landesgericht Krems Mitte Dezember 2025 wurde der damals 26-jährige Haupttäter zu insgesamt 16 Jahren, der 42-jährige holländische Beschuldigte zu neun Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Quelle: LPD Niederösterreich

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