vonOTS
OKTOBER 28, 2026
Foto: T-STRIPE GmbH
Foto: T-STRIPE GmbH
Zum Start der Heizsaison beschlagen viele Fenster wieder von innen. Die Ursache liegt oft am Glasrand, den Lüften allein nicht erreicht.
Mit Beginn der Heizsaison häufen sich wieder Meldungen über nasse Fenster, obwohl regelmäßig gelüftet wird. Betroffen sind vor allem Neubauten, sanierte Altbauten mit dichten Fenstern und Wintergärten. Die Ursache liegt bei Isolierglas meist am Scheibenrand: Er kühlt stärker ab als die Mitte und unterschreitet zuerst den Taupunkt.
Randverbund, Glasleiste und Rahmen leiten Wärme nach außen ab. Wärmebilder aus einem Sachverständigengutachten zeigen bei 20 °C Raumtemperatur 18 bis 19 °C in der Scheibenmitte, am Rand nur 12 bis 15 °C. Bei 60 Prozent Luftfeuchte liegt der Taupunkt bereits bei rund 12 °C.
Der gerichtlich zertifizierte Sachverständige DI Günther Apfelbacher hielt in einem von T-STRIPE beauftragten Gutachten fest, dass Empfehlungen meist pauschal auf Lüften verweisen, ohne zu prüfen, ob dies im Alltag umsetzbar ist. Für Hausverwaltungen folgt oft die Frage: Nutzerverhalten oder Baumangel?
„Lüften bleibt wichtig, ändert aber nichts an der Temperatur am Glasrand“, sagt Nikolaus Krebs, Geschäftsführer der T-STRIPE GmbH. „Wer jeden Morgen nasse Ränder hat, sollte zuerst Luftfeuchte und Luftzirkulation prüfen, etwa ob Vorhänge oder Fensterbänke die Heizungsluft abschirmen.“
Reicht das nicht, kann der Glasrand gezielt erwärmt werden. Ein dünnes Heizelement wird entlang der Scheibe verlegt und per Thermostat über dem Taupunkt gehalten. Eingesetzt wurde das Verfahren etwa in den Dachfenstern des mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien.
Die T-STRIPE GmbH in Wien entwickelt seit 2004 Fensterheizsysteme gegen Kondenswasser. Weltweit wurden über 30.000 Fenster ausgestattet. www.t-stripe.com
Quelle: OTS