Innsbruck: Neue Fuß- und Radverbindung nach Völs geplant

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 27, 2026

Innsbruck

Stadt Innsbruck spricht sich für Anbindung an Regionalbahnbrücke aus

Zu Jahresbeginn haben Vertreter:innen der Stadt Innsbruck (Tiefbau, Stadtplanung), die ressortverantwortlichen Stadträtinnen Mag.a Mariella Lutz und Janine Bex, BSc, Mitarbeitende des Landes Tirol, der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) sowie Bürgermeister Peter Lobenwein von der Marktgemeinde Völs über die künftige Führung der Fuß- und Radweganbindung im Zuge des Ausbaus der Regionalbahn nach Völs beraten. Ergebnis des Austauschs: Die Stadt Innsbruck spricht sich – vorbehaltlich der Beschlussfassung im Gemeinderat – klar für eine Neutrassierung der Verbindung aus (Variante 3).

Kern dieser Variante ist es, die neue Fuß- und Radverbindung nicht wie bisher entlang der Landesstraße zu führen, sondern direkt an die geplante Regionalbahnbrücke anzubinden. Damit entsteht eine integrierte Brückenlösung mit ausreichend Platz für Fußgänger:innen und Radfahrende – ein Ansatz, der auch in der öffentlichen Diskussion rund um das Regionalbahnprojekt immer wieder gefordert wurde.

Mehr Sicherheit und Komfort
Aus Sicht der Stadt Innsbruck bringt Variante 3 deutliche Qualitätsgewinne: Die Route wird vom motorisierten Verkehr entkoppelt, was Sicherheit und Komfort erhöht und Konflikte mit dem Kfz-Verkehr reduziert. Zudem kommt die Verbindung ohne zusätzliche Eisenbahnkreuzung aus – ein wesentlicher Vorteil für einen verlässlichen und zügigen Alltagsverkehr. Eine durchgängige Beleuchtung erhöht darüber hinaus die Attraktivität und Nutzbarkeit auch in den Abendstunden sowie in der dunklen Jahreszeit.

Attraktivität für den Alltagsverkehr
„Mit der Anbindung an die neue Regionalbahnbrücke schaffen wir eine zukunftsorientierte Lösung, die Sicherheit, Qualität und Funktionalität vereint. Wichtig ist uns dabei eine gute Abstimmung aller Beteiligten und eine tragfähige Finanzierung“, betont Tiefbaustadträtin Mariella Lutz.

Auch Stadtplanungs- und Mobilitätsstadträtin Janine Bex sieht in Variante 3 einen wichtigen Schritt für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung: „Dieses Jahrhundertprojekt bietet eine einmalige Chance, zukunftsweisende Mobilität für alle umzusetzen. Die Anbindung an die Regionalbahnbrücke schafft eine sichere, attraktive und schnelle Verbindung – insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner im Westen der Stadt – und stärkt den klimafreundlichen Alltagsverkehr zwischen Innsbruck und Völs.“

Städtische Rahmenbedingungen

Die Zustimmung der Stadt Innsbruck ist an mehrere Rahmenbedingungen geknüpft. Dazu zählen eine Förderzusage des Landes Tirol in Höhe von 70 Prozent und eine Beteiligung des Tourismusverbandes von fünf Prozent. Das für diese Variante zusätzlich benötigte Grundstück auf Völser Gemeindegebiet muss gänzlich von der Marktgemeinde Völs getragen werden, ebenso wie der Finanzierungsanteil von 12,5 Prozent. Klar geregelt werden muss auch die zukünftige bauliche und betriebliche Instandhaltung zwischen Stadt und Marktgemeinde je nach beanspruchter Gemeindefläche. Unter diesen Voraussetzungen ist die Stadt Innsbruck bereit, einen Anteil von 12,5 Prozent der Kosten zu übernehmen. Die weiteren Schritte sowie die endgültige Entscheidung erfolgen nach der Befassung im Innsbrucker Gemeinderat. MF

Quelle: Stadt Innsbruck

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