Osnabrück: Sattelzug fast doppelt so schwer unterwegs - Schwerpunktkontrolle auf der A 1

vonPresseportal.de
APRIL 22, 2026

ots/Polizeidirektion Osnabrück

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Osnabrück (ots) -

Am Abend des 16.04.2026 führten Einsatzkräfte der Polizei in der Zeit von 18:00 Uhr bis 02:00 Uhr eine Schwerpunktkontrolle von Großraum- und Schwertransporten auf der Tank- und Rastanlage Dammer Berge West an der Bundesautobahn 1 in Fahrtrichtung Münster durch. Im Rahmen dieser Kontrolle stellten die eingesetzten Beamten PHK Schmitz und PK Jakob des ZVD Osnabrück auch einen besonders gravierenden Verstoß fest, der selbst für erfahrene Polizisten außergewöhnlich war: Ein Sattelzug, beladen mit einer Kabeltrommel und aufgewickeltem Stahlseil, fiel bereits bei der ersten Inaugenscheinnahme durch seine augenscheinlich erhebliche Überladung auf. Der Transport war auf dem Weg von Dänemark in die Niederlande. Das anschließende Wiegen bestätigte den Verdacht eindeutig: Das tatsächliche Gesamtgewicht betrug 77.7 Tonnen, obwohl in diesem Fall nur 37,7 Tonnen erlaubt waren - eine Überladung von fast 100 Prozent. Gegen den Fahrzeugführer wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 785 Euro erhoben. Auch auf das verantwortliche Unternehmen kommt eine Geldbuße von 785 Euro sowie eine Vermögensabschöpfung in Höhe von mehr 4.300 Euro zu. Neben der massiven Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts wurden auch die Achslasten in erheblichem Maße überschritten. Deshalb musste ein zusätzliches geeignetes Fahrzeug organisiert werden, um die Ladung fachgerecht umzuladen. Hinzu kam, dass für den Transport keinerlei erforderliche Genehmigungen vorlagen. Die Weiterfahrt wurde untersagt. "Der vorliegende Fall verdeutlicht, welche erheblichen Gefahren durch Missachtung der Vorschriften entstehen können. Neben der akuten Gefährdung des Straßenverkehrs leidet auch die Infrastruktur nachhaltig unter derartig schweren Verstößen. Das ist schon ein heftiger Fall", so Lars Plogmann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück. Die Polizei wird auch künftig konsequent Kontrollen durchführen und Verstöße dieser Art mit Nachdruck verfolgen.


Quelle: Original-Content von: Polizeidirektion Osnabrück, übermittelt durch news aktuell

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