vonRedaktion Salzburg
SEPTEMBER 09, 2026
Foto: Landesverkehrsabteilung Tirol
Mit Beginn des neuen Schuljahres sind ab der kommenden Woche wieder zahlreiche Kinder täglich auf ihrem Weg zur Bildungseinrichtung oder dem Kindergarten unterwegs. Gerade zu Schulbeginn ist daher besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme im Straßenverkehr gefragt. Die Tiroler Polizei wird daher wieder ihre Präsenz im Umfeld von Schulen, Kindergärten verstärken und gezielte Verkehrskontrollen durchführen. Im Fokus stehen dabei die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen, die Kinderbeförderung mit Fahrzeugen und das richtige Verhalten bei Schutzwegen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die sichere Nutzung von E-Scootern und Mopeds, sowie die Ablenkung durch Smartphones. Durch verstärkte Kontrollen und gezielter Aufklärungsarbeit soll Unfällen entgegengewirkt werden.
Unfälle mit Kindern 2025
In Tirol ereigneten sich im Jahr 2025 insgesamt 380 Unfälle (2024: 339) mit Kindern im Alter von 0–14 Jahren. Dabei wurden 417 Kinder (2024: 359) verletzt, ein Kind kam tragischerweise ums Leben (2024: 2). Es ereigneten sich vergangenes Jahr 58 Schulwegunfälle mit 55 verletzten Schulkindern (2024: 47 Unfälle mit 51 Verletzten). Tödliche Schulwegunfälle gab es in Österreich einen, wobei sich dieser in Tirol ereignete (2024: keiner).
1. Quartal 2026
Gesamtunfälle mit Kindern (0–14 Jahre): 52 (+/- 0 zum Vorjahr)
Verletzte Kinder: 59 (+1,7%) - keine Todesfälle
Schulwegunfälle: 15 (Q1/ 2025: 18)
Verletzte Schulkinder: 16 (Q1/ 2025: 17)
Die meisten unfallbeteiligten Kinder waren als Fußgänger unterwegs. Es ist aber die Zunahme von Unfällen mit Beteiligung von (Elektro-)Fahrrädern, E-Scootern und Mopeds zu beobachten. Die Hauptunfallursache ist wie in den Jahren zuvor Unachtsamkeit/ Ablenkung, sowie Vorrangverletzung und nicht angepasste Geschwindigkeit.
"Reduzieren Sie bitte insbesondere im Bereich von Schulen und Schutzwegen Ihre Geschwindigkeit und rechnen Sie jederzeit mit Kindern, die sich im Straßenverkehr bewegen. Gerade für die jüngsten Verkehrsteilnehmer ist der Schulweg eine besondere Herausforderung. Bitte seien Sie daher aufmerksam, rücksichtsvoll und geduldig." – appelliert Oberst Enrico LEITGEB, Leiter der Landesverkehrsabteilung Tirol. Das gilt übrigens auch für all jene, die mit E-Scootern, Fahrrädern oder Mopeds am Weg zur Schule unterwegs sind. Eine angepasste Fahrgeschwindigkeit und das Tragen eines Helms, können im Ernstfall entscheidend sein!" – betont Enrico LEITGEB.
Die Polizei setzt auf ein Bündel an Maßnahmen, um die Sicherheit auf dem Schulweg zu erhöhen. Dies sind beispielsweise:
Kontrollen: Zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer erfolgen schwerpunktmäßig Geschwindigkeitsüberwachungen im Nahbereich von Schulen und Kindergärten sowie Kontrollen der Kinderbeförderung, der Gurtanlegepflicht und des Verhaltens im Bereich von Schutzwegen.
Fokus 2026: Besondere Aufmerksamkeit gilt den Bereichen E-Scooter, Mopeds und Ablenkung durch Smartphones.
Schulwegsicherung: Präsenz an neuralgischen Stellen sowie verstärkte Aufklärung und Beratung von Eltern und Schulen.
Verkehrserziehung: Jährlich werden rund 20.000 Kinder durch Polizeiverkehrserzieher/-innen geschult. Etwa 7.000 Schülerinnen und Schüler legen die Radfahrprüfung ab und dürfen ab dem 9. Lebensjahr selbstständig am Straßenverkehr teilnehmen.
Quelle: LPD Tirol