vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 20, 2026
Foto: Regionews / Symbolbild
In der Nacht auf Dienstag, 20. Jänner 2026, kam es zu einem stundenlangen Einsatz von Spezialkräften, nachdem sich ein Mann (46) mit einer Schusswaffe in einem Haus verbarrikadiert hatte. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei wurde der Mann tödlich verletzt. Die Ermittlungen laufen.
In den späten Abendstunden kam es zu einem Polizeieinsatz bei einem Einfamilienhaus in Hönigtal. Nicht in diesem Haus lebende Angehörige hatten Anzeige erstattet, nachdem der 46-Jährige sie bedroht und ihnen besorgniserregende Bilder mit Schusswaffen übermittelt hatte. Polizisten begaben sich daraufhin mit Unterstützung von Spezialkräften der SIG (Schnelle Interventionsgruppe) zum besagten Haus, in dem der 46-Jährige alleine lebt. Dabei mussten Einsatzkräfte aufgrund der ersten Informationen von einem psychischen Ausnahmezustand des 46-Jährigen ausgehen.
Im Haus verbarrikadiert
Im Verlauf des Einsatzes versuchten Polizeikräfte in der Folge mehrmals mit dem 46-Jährigen Kontakt aufzunehmen. Dieser zeigte sich jedoch nicht kooperativ und drohte damit, das Haus in die Luft zu sprengen. Danach verbarrikadierte er sich mit einer Langwaffe im Haus. Auch Sprengstoffspürhunde, das Einsatzkommando Cobra sowie die Verhandlungsgruppe standen daraufhin im Einsatz. Stundenlange Bemühungen den Mann zur Aufgabe zu überreden, brachten allerdings keinen Erfolg.
Schusswechsel bei Zugriff
Im Rahmen eines geplanten Zugriffs durch Spezialkräfte dürfte der 46-Jährige dann das Feuer auf die Polizisten eröffnet haben. Auch die Beamten gaben Schüsse ab, wodurch der Mann Schussverletzungen erlitt. Bereits vorab alarmierte Rettungskräfte sowie ein Notarzt kümmerten sich umgehend um die medizinische Erstversorgung des 46-Jährigen. Er verstarb jedoch noch an Ort und Stelle. Die Beamten blieben unverletzt.
Unabhängige Untersuchungen eingeleitet
Die Ermittlungen zum genauen Tathergang laufen. Bereits seit den Nachtstunden stehen Kriminalisten, Tatortbeamte und die Staatsanwaltschaft am Tatort im Einsatz. Auch Sachverständige wurden bereits bestellt. Zudem hat die Ermittlungsstelle (EBM) des BMI Untersuchungen zum polizeilichen Waffengebrauch aufgenommen.
Quelle: LPD Steiermark