vonRedaktion International
MAI 23, 2026
Polizei - Symbolbild
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Landesverkehrsabteilung
Kräfte der Landesverkehrsabteilung Oberösterreich führten in Zusammenarbeit mit Vertretern des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Beamten des Zolls sowie Amtssachverständigen des Amtes der OÖ. Landesregierung am Freitag, den 22. Mai 2026, im Großraum Linz schwerpunktmäßige Kontrollen von Omnibussen durch. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Überprüfung der Lenk- und Ruhezeiten sowie des technischen Zustands der Fahrzeuge, um die Sicherheit der beförderten Personen zu gewährleisten. Zusätzlich wurden die Vorschriften des internationalen Kraftfahrlinienverkehrs und zollrechtliche Bestimmungen bei Fahrgästen kontrolliert. Die technische Überprüfung der Fahrzeuge wurde bei der Kfz Prüfstelle Linz durch Amtssachverständige des Amtes der oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Verkehr, durchgeführt.
Bei der Schwerpunktaktion kontrollierten die eingesetzten Streifen insgesamt 28 Omnibusse. Davon wurden 26 Omnibusse einer sofortigen technischen Überprüfung unterzogen. An 3 Bussen wurden schwere technische Mängel mit Gefahr im Verzug festgestellt - die Kennzeichen wurden an Ort und Stelle abgenommen. Insgesamt wurden 43 Anzeigen aufgrund technischer Mängel an den überprüften Fahrzeugen erstattet. Für geringfügige Übertretungen wurden Organstrafverfügungen ausgestellt. Bei 12 Lenkern wurde die Einhaltung der vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten beanstandet. Zudem konnte bei ihnen eine Manipulation des Fahrtenschreibers bzw. eine Fälschung der Aufzeichnung auf deren Fahrerkarten bzw. Schaublättern nachgewiesen werden. Für diese Übertretung wurden Anzeigen an die Behörde und an die Staatsanwaltschaft Linz erstattet. Nach den personenbeförderungsrechtlichen Bestimmungen wurden insgesamt 22 Anzeigen erstattet. Zur Sicherung der Verwaltungsstrafverfahren wurden für insgesamt 102 Anzeigen Sicherheitsleistungen eingehoben.
Im Zuge der Schwerpunktkontrollen stachen drei Linienbusse besonders hervor. Ein internationaler Linienbus, besetzt mit Passagieren, versuchte zunächst sich der Kontrolle zu entziehen, indem der Lenker kurzfristig auf eine nicht genehmigte Route auswich. Dort ließ der Bus an einer illegal eingerichteten Haltestelle weitere Fahrgäste zusteigen. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten jedoch noch gravierendere Verstöße fest: Für das Fahrzeug bestand keine gültige, nach dem Kraftfahrgesetz vorgeschriebene EU-Haftpflichtversicherung und damit auch keine nötige Versicherung für das Bundesgebiet. Zusätzlich entdeckten Sachverständige des Landes mehrere schwere technische Mängel sowie einen Gefahr-im-Verzug-Mangel. Die Weiterfahrt wurde daraufhin sofort untersagt, die Passagiere mussten ihre Reise anderweitig fortsetzen. Auch ein zweiter Reisebus einer internationalen Kraftfahrlinie wurde aus dem Verkehr gezogen, welcher ebenso mit Passagieren besetzt war. Die Sachverständigen des Landes OÖ stellten bei diesem Bus erhebliche sicherheitsrelevante Mängel fest, darunter Gefahr im Verzug bei der Bremsanlage sowie weitere schwere Mängel. Aufgrund der akuten Gefährdung für Fahrgäste und andere Verkehrsteilnehmer durfte auch dieser Bus seine Fahrt nicht fortsetzen. Zusätzlich sorgte schließlich die Kontrolle eines dritten Busses für Aufsehen: Beamte des Zolls entdeckten darin verstecktes Suchtgift - Cannabis war in einer Seitenleiste des Fahrzeugs verborgen und wurde im Zuge der Durchsuchung sichergestellt.
Quelle: LPD Oberösterreich