vonRedaktion Salzburg
MÄRZ 10, 2026
(c) Stadt Wien
Baustart für 2. Teil der klimafitten Radverbindung - 250 m langer Zwei-Richtungs-Radweg und 9 neue Bäume– über 2 km lange Radverbindung vom Matzleinsdorfer Platz bis zum Karlsplatz
Volle (Rad-)Fahrt voraus! Im Zuge der Radwegeoffensive der Stadt Wien wird nun eine weitere Lücke im Radnetz geschlossen: Auf der Wiedner Hauptstraße zwischen Johann-Strauß-Gasse und Hartmanngasse wird ein komfortabler, baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg errichtet. Er schließt an den 2024 fertiggestellten neuen Zwei-Richtungs-Radweg vom Karlsplatz bis zur Johann-Strauß-Gasse und den ab der Hartmanngasse anschließenden Ein-Richtungsradwegen bis zum Matzleinsdorfer Platz an. Damit entsteht bis Juli 2026 eine über 2 km lange, durchgängige und sichere Radverbindung vom Karlplatz bis zum Matzleinsdorfer Platz, die den 1., 4., 5., und 10. Bezirk miteinander verbindet. Begrünung gibt es natürlich auch: Neue Bäume und zusätzliche Grünflächen sorgen für Entsiegelung und Kühlung in diesem Abschnitt. Um Synergien zu nutzen, hat die MA 31 – Wiener Wasser im Vorfeld bereits die Wasserleitungen zwischen der Blechturmgasse und der Johann-Strauß-Gasse erneuert.
„Bereits 2024 haben wir den 1. Teil der Wiedner Hauptstraße unter dem Motto ‚Raus aus dem Asphalt‘ auf über 1 km klimafit umgestaltet, 11 neue Bäume ergänzen dort die alte Allee mit ihren 135 Bestandsbäumen, 1.300 qm neue Grünflächen wurden errichtet. Der dortige komfortable Zwei-Richtungsradweg wird bereits gut angenommen. Nun schließen wir die zentrale Lücke auf dieser wichtigen Radroute. Und natürlich sorgen wir auch im 2. Abschnitt für Begrünung - mit 9 neuen Bäumen, sieben Hochstammsträuchern und acht Beeten!“, so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima, die heute gemeinsam mit den Bezirksvorsteher*innen vom 4. und 5. Bezirk, Lea Halbwidl und Michael Luxenberger sowie NEOS Wien Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten gegeben hat.
Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl betont: „Ich freue mich sehr, dass wir den Lückenschluss des Radwegs so rasch umsetzen können. Damit entsteht eine angenehme und sichere Radverbindung vom Karlsplatz bis zum Gürtel. Gleichzeitig steigern die Begrünungsmaßnahmen, zusätzliche Sitzgelegenheiten und ein Wasserspender die Aufenthaltsqualität und tragen zu einer lebenswerten Wieden bei. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie grüne Mobilität und Klimaanpassung in Wien gelingen.“
Mehr Komfort und Sicherheit
Für den zentralen Lückenschluss auf der Wiedner Hauptstraße wird der aktuell bestehende Mehrzweckstreifen auf der stadteinwärts führenden Seite in diesem Abschnitt der Wiedner Hauptstraße durch einen 250 Meter langen baulich getrennten Zwei-Richtungs-Radweg ersetzt. Der Mehrzweckstreifen stadtauswärts bleibt dabei erhalten, um dem Radverkehr ein zweimaliges Queren der Wiedner Hauptstraße zu ersparen. Angepasste Schutzwege und Radfahrer*innenüberfahrten sorgen für erhöhte Sicherheit und noch komfortableres Radeln. Besonders erfreulich ist hier die Anschlussverbindung in die Hartmanngasse, sodass auch eine sichere Weiterfahrt in das Herz von Margareten möglich ist.
Als begleitende Maßnahme wird auch eine Anschlussverbindung optimiert: Künftig wird die Durchfahrt beim Rudolf-Sallinger-Park nicht nur stadtauswärts, sondern in beide Richtungen nutzbar sein. Damit kommt man auch aus der Stolberggasse noch komfortabler zum verlängerten Zwei-Richtungs-Radweg in der Wiedner Hauptstraße.
„Zahlreiche Margaretner*innen sind bereits mit dem Fahrrad unterwegs, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Nicht nur für sie soll das Radfahren im Fünften laufend komfortabler werden. Dazu trägt die neue Verbindung durch den Rudolf-Sallinger-Park massiv bei. Denn in diesen 65 Metern steckt ein wichtiger Lückenschluss im Radnetz, der es allen ermöglicht, aus dem Wohngrätzl über den Rudolf-Sallinger-Park und die Hartmanngasse zum baulich getrennten Radweg in der Wiedner Hauptstraße zu gelangen“, unterstreicht der Bezirksvorsteher von Margareten Michael Luxenberger die Bedeutung der begleitenden Maßnahme.
Mehr Begrünung und Kühlung
Unter dem Motto „Raus aus dem Asphalt“ wird natürlich auch weiter begrünt: Die Bestandsbäume bleiben erhalten und es werden 9 neue Bäume und 7 zusätzliche Hochstammsträucher gepflanzt. Diese werden nicht nur in der Wiedner Hauptstraße verpflanzt, sondern werten auch die Kreuzungsbereiche in der Johann-Strauß-Gasse, der Trappelgasse und der Blechturmgasse auf. Die neuen Bäume und Sträucher sowie die zusätzlichen Grünflächen sorgen für ein spürbar angenehmes Mikroklima, eine höhere Aufenthaltsqualität und angenehme Kühlung in den heißen Sommermonaten. Ein neuer Trinkbrunnen sorg für zusätzliche Erfrischung.
Apropos Begrünung: Die Station Johann-Strauß-Gasse der Linien 1, 62 und der Badner Bahn bekommt einen begrünten Unterstand.
NEOS Wien Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner: „Ich freue mich sehr, dass nun auch der bisher noch so unangenehm auf schmalen Mehrzweckstreifen zu beradelnde Mittelteil der Wiedner Hauptstraße einen sicheren, baulich getrennten Radweg bekommt. Vom Matzleinsdorfer Platz bis zum Karlsplatz schaffen wir so eine durchgängige, attraktive Radweg-Achse, die das Pendeln komfortabel macht. Solch attraktive und begrünte Verbindungen sind der Schlüssel, damit noch mehr Wienerinnen und Wiener das Fahrrad als ideales, gesundes Verkehrsmittel für ihren Alltag entdecken können.“
Klimafitte Gestaltung bereits im ersten Bauabschnitt
Die Wiedner Hauptstraße stellt eine wichtige Verkehrsverbindung vom Karlsplatz am Ring bis zum Matzleinsdorfer Platz am Gürtel dar. Lange fehlte im Abschnitt von Karlsplatz bis zur Hartmanngasse eine eigene Radverkehrsanlage. Im Zuge der klimafitten Neugestaltung in den Vorjahren entstand hier bereits ein breiter, baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg und damit eine qualitativ hochwertige und sichere Radverbindung auf einer Länge von 1,2 Kilometer. Darüber hinaus wurde der Straßenraum begrünt und entsiegelt: Die alte Baumallee mit ihren 135 großkronigen Bäumen blieb vollständig erhalten und wurde um 11 zusätzliche Bäume erweitert. Dazu kamen neue Sträucher und Gräserbeete – zu den rund 100 bestehenden Grünflächen und Staudenbeeten wurden etwa 30 neue ergänzt. In Summe entstanden 1.300 Quadratmeter neue Grünflächen, 700 Quadratmeter wurden entsiegelt und mit sickerfähigem Pflaster ausgestattet.
Wiens große Radwegoffensive
Die Wiener Radwegoffensive geht weiter! Die rot-pinke Koalition hat seit dem Start 2021 bereits über 250 Projekte und knapp 100 km im Hauptradwegenetz umgesetzt, dazu kommen 50 km im Bezirksnetz. Knapp 190 Mio. Euro wurden bisher in den Ausbau des Radwegenetzes investiert. Auch heuer geht der Ausbau weiter, es stehen 33 Projekte und 12,5 km neue Radwege am Programm.
Alle Infos zu den Radwegeprojekten inklusive interaktiver Karte aller Projekte auf fahrradwien.at
Quelle: Stadt Wien