Österreich: Staatssekretärin Elisabeth Zehetner besucht Kwizda Agro in Leobendorf

vonOTS
SEPTEMBER 16, 2026

Foto: Fabian Lackner

Heimische Pflanzenschutzproduktion braucht sichere und nachhaltige Energieversorgung

Pflanzenschutzmittel sind ein wichtiger Bestandteil einer leistungsfähigen Landwirtschaft. Kwizda Agro entwickelt und produziert als einziges Unternehmen Pflanzenschutzmittel in Österreich und verbindet dabei eigene Forschungs- und Entwicklungskompetenz mit industrieller Produktion. Damit leistet das Unternehmen einen Beitrag zu einer eigenständigen heimischen Produktion und zur Versorgung der österreichischen Landwirtschaft. Welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um den Kwizda Agro Produktionsstandort Leobendorf langfristig wettbewerbsfähig und nachhaltig weiterzuentwickeln, stand im Mittelpunkt des gestrigen Betriebsbesuchs von Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

Gemeinsam mit Eigentümervertreter Johannes Kwidza und Standortleiter Thomas Salzl besichtigte Zehetner die Produktion und informierte sich über die Entwicklung des Standorts. Im anschließenden Austausch standen vor allem Energiefragen im Mittelpunkt: der weitere Ausbau von Photovoltaikanlagen am Werksgelände, rasche und planbare Genehmigungsverfahren, eine leistungsfähige Energieinfrastruktur sowie die Verfügbarkeit von ausreichend grüner Energie für die schrittweise Dekarbonisierung der Produktion.

Produktion in Österreich schafft Versorgungssicherheit

Kwizda Agro produziert seit mehr als vier Jahrzehnten in Leobendorf Pflanzenschutzmittel. Heute werden am Standort unterschiedliche Formulierungen für die Landwirtschaft entwickelt, produziert, abgefüllt und verpackt. Als einziger Hersteller von Pflanzenschutzmitteln mit eigener Forschung in Österreich nimmt das Unternehmen eine besondere Position innerhalb der heimischen Agrarwirtschaft ein.

Eine wettbewerbsfähige Produktion in Österreich ist aus Sicht von Kwizda Agro deshalb nicht nur eine unternehmerische Frage. Sie trägt auch dazu bei, Entwicklungs- und Produktionskompetenz sowie Wertschöpfung im Land zu halten und die Abhängigkeit von ausschließlich ausländischen Produktionsstandorten zu reduzieren. „Unser Werk in Leobendorf ist eng mit der österreichischen Landwirtschaft verbunden. Als einziger Hersteller von Pflanzenschutzmitteln mit eigener Forschung in Österreich tragen wir eine besondere Verantwortung dafür, Entwicklungs- und Produktionskompetenz im Land zu erhalten und unseren Standort langfristig weiterzuentwickeln. Dafür brauchen wir eine sichere Energieversorgung, leistungsfähige Netze und die Möglichkeit, erneuerbare Energie am Standort rasch auszubauen“, sagt Thomas Salzl, Standortleiter des Kwizda Agro-Werks Leobendorf.

Mehr erneuerbare Energie für den Standort Leobendorf

Kwizda Agro will den Anteil erneuerbarer Energie am Standort weiter erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ausbau eigener Photovoltaikanlagen. Voraussetzung dafür sind aus Sicht des Unternehmens Genehmigungsverfahren, die Investitionen in erneuerbare Energie rasch und planbar ermöglichen.

Gleichzeitig kann die Transformation der industriellen Produktion nicht allein über die Eigenerzeugung erfolgen. Für die weitere Dekarbonisierung benötigt der Standort auch künftig ausreichend verfügbare grüne Energie aus dem Netz. Der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung muss daher mit dem Ausbau von Netzen und Energieinfrastruktur Schritt halten.

Für die weitere Dekarbonisierung des Standorts braucht es daher nicht nur Investitionen des Unternehmens, sondern auch entsprechende Rahmenbedingungen bei Energieversorgung, Netzen und Genehmigungen. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sieht darin eine wichtige Voraussetzung, um industrielle Produktion langfristig in Österreich zu halten: „Unternehmen wie Kwizda Agro zeigen, wie wichtig industrielle Kompetenz und Produktion in Österreich sind. Gerade in einem Bereich, der unmittelbar mit unserer Landwirtschaft verbunden ist, müssen wir darauf achten, gute Rahmenbedingungen für Investitionen und Weiterentwicklung zu schaffen. Dazu gehören eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung, leistungsfähige Netze und rasche Verfahren für den Ausbau erneuerbarer Energie. So stärken wir gleichzeitig den Wirtschaftsstandort und schaffen die Voraussetzungen für eine umweltfreundlichere Produktion.“

100 Jahre Kwizda Agro: Know-how aus Österreich

Der Besuch findet im Jubiläumsjahr von Kwizda Agro statt. 2026 feiert das österreichische Familienunternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Gleichzeitig richtet das Unternehmen den Blick auf die kommenden Jahrzehnte. Mit der Unternehmensstrategie „Beyond Growth 2040“ verfolgt Kwizda Agro drei zentrale Entwicklungsrichtungen: Expansion, Biologisierung und Digitalisierung. Das Unternehmen baut seine internationale Präsenz weiter aus, investiert in biologische Lösungen und erweitert digitale Angebote für die Landwirtschaft.

Der Produktionsstandort Leobendorf bildet dafür eine wichtige industrielle Basis. Hier verbindet Kwizda Agro jahrzehntelange Erfahrung in der Pflanzenschutzmittelproduktion mit moderner Formulierungs- und Produktionstechnologie. Gemeinsam mit der eigenen Forschungs- und Entwicklungskompetenz schafft dies die Voraussetzung, neue Lösungen zu entwickeln und in die industrielle Anwendung zu bringen. „100 Jahre Kwizda Agro zeigen, dass langfristige Entwicklung immer auch bedeutet, sich laufend zu verändern. Wir wollen international weiter wachsen, biologische Lösungen ausbauen und die Digitalisierung vorantreiben. Gleichzeitig müssen wir die industrielle Basis dafür weiterentwickeln. Eine nachhaltige und verlässliche Energieversorgung ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil unserer Zukunftsstrategie für Leobendorf“, so Salzl.

Mit Staatssekretärin Zehetner diskutierte Kwizda Agro daher auch, welche politischen und infrastrukturellen Voraussetzungen notwendig sind, damit industrielle Produktion, Dekarbonisierung und weiteres Wachstum auch künftig am Standort Österreich miteinander vereinbar bleiben.

Quelle: OTS

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