Graz: Volksgarten Graz - Polizei hält Kontrolldruck hoch

vonRedaktion International
AUGUST 26, 2026

Symbolbild
© Stefan Rotter, shutterstock.com

Die Grazer Polizei reagiert auf aktuelle Entwicklungen rund um den Volksgartenpark weiterhin mit hoher Präsenz und gezielten Schwerpunktmaßnahmen. Seit Wiedereinführung der Schutzzone im Juli 2024 leisteten Polizistinnen und Polizisten dort mehr als 7.500 Kontrollstunden. Über 1.000 Betretungsverbote wurden ausgesprochen.

Mit Beginn der warmen Jahreszeit ist die Frequenz an Personen in öffentlichen Parkanlagen erwartungsgemäß deutlich gestiegen. In den vergangenen Monaten stellte die Polizei im Bereich des weitläufigen und nicht umzäunten Volksgartens zudem einen verstärkten Zulauf von Personen aus dem Suchtmittelmilieu fest. Dies betrifft vor allem auch Abnehmer, welche diverse Suchtmittel in Parkanlagen beziehen. Auch die seitens der Polizei stets betonten Nebeneffekte von Verlagerungen in angrenzende Bereiche sind wahrnehmbar und werden laufend beobachtet. Neben der täglichen Bestreifung finden daher regelmäßig Schwerpunktaktionen mit uniformierten, aber vor allem auch mit zivilen Polizeikräften statt. Kriminalpolizeiliche und für die Öffentlichkeit nicht immer wahrnehmbare Ermittlungen richten sich dabei insbesondere gegen den Straßenhandel und dahinterliegende Strukturen.

Volksgarten: Mehr als 7.500 Kontrollstunden

Seit Wiedereinführung der Schutzzone am 15. Juli 2024 waren allein im Grazer Volksgartenpark mehr als 2.100 Polizistinnen und Polizisten bei Kontrollen und Schwerpunktaktionen im Einsatz. Dabei wurden bislang 1.062 Betretungsverbote ausgesprochen und 1.499 Anzeigen erstattet. Zudem kam es zu 39 Festnahmen, 179 Fahndungstreffern sowie 461 Sicherstellungen von Suchtmitteln, Bargeld, Waffen oder sonstigen Beweismitteln. "Wir reden die aktuelle Situation und Befürchtungen von Betroffenen nicht klein. Die Zahlen zeigen aber auch, mit welcher Intensität die Polizei hier tätig ist. Neben sichtbarer Präsenz finden laufend zivile und kriminalpolizeiliche Maßnahmen statt, die für Außenstehende naturgemäß nicht immer wahrnehmbar sind", sagt die Leiterin der Grazer Kriminalpolizei, Oberstleutnant Christine Krenn.

Möglichkeiten einer Schutzzone realistisch einordnen

Primärer Zweck der Schutzzone (§ 36a SPG) ist es nach wie vor, Minderjährige vor strafbaren Handlungen im öffentlichen Raum zu schützen. Die rechtlichen Möglichkeiten der Schutzzone sind dabei lediglich ein zusätzliches Instrument der Polizei, und kein adäquates Mittel zur Bekämpfung des gesamtgesellschaftlichen Problems der Suchtmittelkriminalität per se. Eine Schutzzone ermöglicht es, bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen, Personen wegzuweisen und Betretungsverbote auszusprechen. "Eine Schutzzone ist jedoch keine Garantie für einen drogenfreien Park und kann ein komplexes Drogen- und Suchtproblem nicht alleine lösen. Sie schafft aber zusätzliche Möglichkeiten, um insbesondere junge Menschen im öffentlichen Raum zu schützen. Diese Möglichkeiten nutzen wir konsequent", so Krenn.

Die Grazer Polizei wird den Kontrolldruck im Volksgarten und seinem Umfeld daher weiterhin hochhalten, Lageveränderungen beobachten und ihre Maßnahmen entsprechend anpassen. Dabei kommen sowohl sichtbare Polizeipräsenz als auch gezielte kriminalpolizeiliche Ermittlungen weiterhin zum Einsatz.

Quelle: LPD Steiermark

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