München: Zugbegleiterin bedroht und "Hitlergruß" gezeigt/ Bundespolizei nimmt Mann in Gewahrsam

vonPresseportal.de
JÄNNER 08, 2024

ots/Bundespolizeidirektion München

Oberstdorf/Kempten (ots) - In der Nacht auf Freitag (5. Januar) haben Kemptener Bundespolizisten einen polizeibekannten Mann in Gewahrsam genommen und in ein Krankenhaus eingeliefert, nachdem der Deutsche eine Zugbegleiterin bedroht hatte. Bei der Einlieferung verabschiedete sich der Mann von den Beamten mit dem "Hitlergruß".

Nach einem eingegangenen Notruf nahmen Sonthofener Polizisten am Bahnhof Oberstdorf einen aggressiven Zugfahrgast in Empfang. Der 43-Jährige hatte in einem Regionalexpress zwischen Immenstadt und Altstädten die Zugbegleiterin bedroht und war ihr nachgestellt, woraufhin die 60-Jährige in den Führerstand des Lokführers flüchtete und die Polizei verständigte. Der angetrunkene Mann befand sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand und äußerte gegenüber den Polizisten mehrmals, dass er sterben möchte. Die Landespolizisten ordneten aufgrund der Eigen- und Fremdgefährdung eine vorübergehende Unterbringung an und übergaben den Alkoholisierten an die Bundespolizei. Die sichtlich verängstigte Zugbegleiterin wurde in die Obhut ihres Mannes entlassen.

Auch während der Sachverhaltsaufnahme durch die Bundespolizisten äußerte der Mann Selbsttötungsabsichten und forderte einen Beamten auf, ihn zu erschießen. Ein sachliches Gespräch war mit dem Immenstädter nicht möglich. Außerdem zeigte er keinerlei Einsicht hinsichtlich seines Fehlverhaltens gegenüber der Zugbegleiterin.

Die Bundespolizisten lieferten den 43-Jährigen noch in der Nacht in das Bezirkskrankenhaus Kempten ein. Zum Abschied zeigte der Mann den Beamten noch den "Hitlergruß", weswegen die Bundespolizei gegen den Beschuldigten neben Bedrohung auch wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.


Quelle: Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

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