Niederösterreich: Zwei Lebensretter im Mittelpunkt einer Ehrenzeichen-Überreichung in St. Pölten

vonRedaktion Salzburg
APRIL 23, 2026

Niederösterreich

LH Mikl-Leitner: Sicherheit beginnt bei Menschen, die Verantwortung übernehmen 

Mit einem besonderen Zeichen der Anerkennung für mutiges Handeln begann die gestrige Ehrenzeichenüberreichung im Sitzungssaal der NÖ Bildungsdirektion in St. Pölten: Zwei Rettungsmedaillen des Landes Niederösterreich standen am Anfang der Verleihung und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner würdigte den außergewöhnlichen Einsatz für das Leben anderer. Die beiden Bergsteiger Nino Haidner und Stefan-Gabriel Stanciu wurden als „Lebensretter und wahre Helden“ hervorgehoben, nachdem sie im Jänner dieses Jahres am Nandlgrat am Schneeberg unter Gefährdung ihres eigenen Lebens einem Mann das Leben gerettet hatten. „Herr Haidner, Herr Stanciu: Sie sind wahre Lebensretter – das verdient unseren größten Respekt und unsere höchste Anerkennung“, sagte die Landeshauptfrau.

Insgesamt überreichte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gestern 28 Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich, zwei Rettungsmedaillen, drei Gedenkmedaillen, vier Berufstitel-Dekrete, ein Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich sowie zwei Bundesehrenzeichen. Die Verleihung fand in der Bildungsdirektion für Niederösterreich statt, da der Landtagssaal derzeit aufgrund gesetzlich verankerter Barrierefreiheit umgebaut wird.

„Diese Veranstaltung findet in einer Zeit statt, die schwierig und herausfordernd ist. Viele haben den Eindruck, die Welt gerät aus den Fugen“, sagte die Landeshauptfrau und erinnerte an den Krieg in der Ukraine sowie an den aktuellen Konflikt im Iran und die damit verbundenen Folgen. „Diese globale Lage kann das Bundesland Niederösterreich nicht beeinflussen, aber wir können entscheiden, wie damit umgegangen wird“, betonte Mikl-Leitner. Der beste Beweis dafür sei die erfolgreiche „Ökostrom-Lokomotive-Niederösterreich“, die am Ausbau erneuerbarer Energien festhalte, um unabhängiger von Energielieferungen aus dem Ausland zu werden. In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf die Bedeutung von Agrardiesel und Versorgungssicherheit.

In diesem herausfordernden Umfeld gelte es, alles für die bestmögliche Zukunft unseres Landes und unserer Kinder zu tun, führte sie weiter aus. „Und darum gehen wir in Niederösterreich unseren eigenständigen Weg weiter“, meinte die Landeshauptfrau und hob die vielen Persönlichkeiten im Bundesland hervor, die bereit seien, Leistung zu erbringen, Verantwortung zu übernehmen und füreinander da zu sein. Stellvertretend für viele nannte Mikl-Leitner unter den Ausgezeichneten neben den beiden Bergsteigern auch Karl Albrecht Schröder aus dem Kulturbereich, der über viele Jahre Generaldirektor der Albertina in Wien war und das ehemalige Essl Museum in Klosterneuburg als dritten Standort etablierte, sowie Kurt Farasin, den ehemaligen Geschäftsführer und künstlerischen Leiter der Schallaburg. Aus der Wirtschaft erwähnte sie den Obmann der Raiffeisenbank Wienerwald und Prokuristen der Raiffeisenbank NÖ-Wien, Anton Hechtl, sowie Rudolf Gottwald, der seinen Elektrohandel zu einem Vorzeigeunternehmen mit über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausbaute. Nicht zuletzt nannte sie die ehemaligen Bezirksfeuerwehrkommandanten Georg Schröder, Wilfried Kargl und Anton Kerschbaumer. Sie alle stünden stellvertretend für die vielen Menschen, die Niederösterreich am Laufen hielten und einen wesentlichen Beitrag zur dynamischen Weiterentwicklung des Landes leisten.

Weiters ging die Landeshauptfrau auf das Jubiläum „40 Jahre Landeshauptstadt St. Pölten“ sowie auf den Gesundheitsplan 2040+ ein. Dieser sei die Antwort auf den demografischen Wandel und die immer modernere und spezialisiertere Medizin, die auch dazu beitrage, dass wir immer länger leben. „Die Landsleute können sich auch in Zukunft auf die bestmögliche Pflege und medizinische Versorgung verlassen“, so Mikl-Leitner. Sie sprach den 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheits- und Pflegebereich Respekt, Dank und Anerkennung aus.

Im Hinblick auf die niederösterreichische Kinderbetreuungsoffensive zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf erklärte die Landeshauptfrau: „In keinem anderen Bundesland entstehen aktuell mehr Kindergartengruppen. Niederösterreich liegt bei der Betreuungsquote im Bundesländervergleich auf Platz eins.“ Gemeinsam mit den Gemeinden habe man rund 600 Kindergartengruppen neu errichtet bzw. bewilligt.

Stellvertretend für die heute Geehrten zeigte sich Karl Albrecht Schröder dankbar für die Auszeichnung – als Verdienst für Geleistetes und als Motivation für weiteres Engagement: „Viele haben auch aus Pflichtbewusstsein heraus Unglaubliches geleistet, und viele der heute Geehrten waren einfach die richtigen Menschen im richtigen Augenblick an der richtigen Stelle.“

Quelle: Land Niederösterreich

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