vonRedaktion Salzburg
FEBRUAR 06, 2026
Foto: Rotes Kreuz Bruck-Mürzzuschlag/Graier B.
Foto: Rotes Kreuz Bruck-Mürzzuschlag/Graier B.
Am heutigen Freitagvormittag ereigneten sich auf der Rodelbahn des Skigebietes Mariazeller Bürgeralpe zwei schwere Rodelunfälle.
Der erste Unfall ereignete sich kurz nach 10 Uhr im unteren Bereich der Rodelbahn, wobei ein 10-jähriger Bub von der Strecke abkam und gegen eine Baumgruppe prallte. Kollegen der Bergrettung Mariazellerland versorgten gerade den 10-jährigen Jungen, als nur wenige Meter neben ihnen unabhängig vom ersten Einsatz eine 48-jährige Mutter mit ihrem 6-jährigen Sohn, beide in Wien wohnhaft, ebenso mit der Rodel verunglückten. Auch sie kamen von der Strecke ab und prallten gegen eine Baumgruppe.
Die Bergrettung alarmierte umgehend weitere Einsatzkräfte, darunter zwei Rettungswagen und das Notarztteam des Roten Kreuz Mariazellerland, die gemeinsam mit den Bergretterinnen und Bergrettern die notfallmedizinsche Versorgung direkt vor Ort durchführten. Dabei stellte sich heraus, dass alle betroffenen schwere Verletzungen erlitten, woraufhin zwei Notarzthubschrauber angefordert wurden.
Der 10-jährige, der als erster Verunglückte, wurde mit dem Verdacht auf Frakturen in beiden Oberschenkeln mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 3 in das Universitätsklinikum Wr. Neustadt geflogen.
Der 6-jährige Bub, der mit seiner Mutter gemeinsam auf der Rodel unterwegs war, erlitt unter anderem eine Unterschenkelfraktur und wurde mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 99 in das Universitätsklinikum Graz geflogen. Die Mutter wurde im Bereich des Brustkorbs verletzt und kam in das Landeskrankenhaus Hochsteiermark, Standort Leoben.
„Die optimale Versorgung der Verunfallten bei diesem technisch und logostisch herausfordernden Einsatz konnte nur durch die kollegiale Zusammenarbeit von Bergrettung, Rotem Kreuz, ÖAMTC-Flugrettungsverein, Exekutive und Alpinpolizei durchgeführt werden“, so der diensthabenden Notarzt des Roten Kreuz Mariazellerland Prof. Dr. Berthold Petutschnigg, seines Zeichens Landeschefarzt des Roten Kreuz Steiermark.
Im Einsatz standen das Rote Kreuz Mariazellerland mit drei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug, die Notarzthubschrauber Christophorus 3 und 99, die Bergrettung Mariazellerland sowie die Exekutive bzw. die Alpinpolizei ebenso mit einem Hubschrauber.
Quelle: Österreichisches Rotes Kreuz Bruck-Mürzzuschlag / Bezirksrettungskommando -S5 Mariazellerland