Salzburg: An einem Strang für Natur, Landwirtschaft und Heimat

vonRedaktion Salzburg
MAI 14, 2026

Foto: Land Salzburg/LFS Kleßheim

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Zukunftsreiches gemeinsames Projekt der Berg- und Naturwacht und der Landwirtschaftlichen Fachschule Kleßheim

(LK) Wenn Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Kleßheim (LFS) gemeinsam mit der Berg- und Naturwacht anpacken, dann wird sichtbar, wie eng Landwirtschaft, Naturschutz und Heimatverbundenheit zusammengehören. Im Rahmen gemeinsamer Projekttage wurden am Gelände der Firma SKIDATA in Grödig invasive Neophyten entfernt und die Landschaft von Müll befreit.

Gemeinsam rückten die Schülerinnen und Schüler der LFS KLeßheim mit der Berg- und Naturwacht auf dem Gelände von SKIDATA in Grödig aus. Im Bild: Benedikt Gschoßmann (Entwicklungsingenieur), die Schülerinnen Carina, Amelie, Zoe, Helana, Birgit Scheibl (Lehrerin LFS Kleßheim), Othmar Neuhauser (Einsatzgruppenleiter-Stellvertreter Berg- und Naturwacht) und Thomas Schnöll (Produktentwickler).

Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit war die Initiative der Landwirtschaftlichen Fachschule Kleßheim, die aktiv auf die Berg- und Naturwacht zugegangen ist. Gemeinsam wurde ein Projekt entwickelt, das jungen Menschen praxisnah vermittelt, wie wichtig das Zusammenspiel von Landwirtschaft, Naturschutz und Verantwortung für die eigene Heimat ist.

Aktion gegen invasive Neophyten

Die Berg- und Naturwacht gab ihre Expertise an die Schülerinnen und Schüler der LFS Kleßheim weiter und setzte das Wissen direkt gemeinsam in der Natur um. „Am Gelände der Firma SKIDATA in Grödig haben wir invasive Neophyten beseitigt und Müll gesammelt. Im Mittelpunkt der Projekttage stand die Frage, wie Naturschutz und Landwirtschaft gemeinsam dazu beitragen können, Biodiversität zu erhalten und unsere Zukunft zu sichern“, fasst der Leiter der Berg- und Naturwacht, Johannes Moser, zusammen.

Junge Botschafter für Natur und Heimat

Die Aktion sollte den Schülerinnen und Schülern in Theorie und Praxis vermitteln, wie eng Naturschutz und Landwirtschaft miteinander verbunden sind. Viele Landwirte und auch Jäger engagieren sich seit Jahren aktiv in der Berg- und Naturwacht und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Kulturlandschaft. Dieses Bewusstsein soll auch an die nächste Generation weitergegeben werden. „Nur wer komplexe ökologische Zusammenhänge versteht, kann nachhaltig, verantwortungsvoll und biodiversitätsfördernd wirtschaften“, betont Johannes Moser.

Zusammenarbeit mit Wirkung

Michael Gradnitzer, Geschäftsführer der SKIDATA GmbH, streut den gemeinsamen Projekttagen Rosen: „Als global tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in Grödig ist es uns ein Anliegen, Verantwortung auch direkt vor unserer Haustür zu übernehmen. Die Projekttage zeigen, wie wirkungsvoll die Zusammenarbeit zwischen Schule, Gemeinde, Naturschutz und Wirtschaft sein kann.

Svazek: Berg- und Naturwacht unverzichtbarer Partner

„Die Berg- und Naturwacht leistet seit über 50 Jahren einen unverzichtbaren Beitrag für den Schutz unserer Heimat, unserer Landschaft und unserer natürlichen Lebensräume. Besonders wertvoll ist dabei, dass dieses Wissen und dieses Engagement an junge Menschen weitergegeben werden. Projekte wie jenes mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Kleßheim zeigen eindrucksvoll, wie Naturschutz, Landwirtschaft und regionale Verantwortung Hand in Hand gehen können“, so Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek.

Aigner: Ganzheitliches Verständnis

„Unsere landwirtschaftlichen Fachschulen vermitteln jungen Menschen nicht nur fachliches Wissen, sondern auch ein ganzheitliches Verständnis für die verantwortungsvolle Arbeit als Landwirt. Die Bäuerinnen und Bauern leisten täglich einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt unserer heimischen, einzigartigen Kulturlandschaft und damit auch zur Biodiversität. Wer unsere Kulturlandschaft langfristig erhalten will, braucht gut ausgebildete junge Menschen, die ökologische Zusammenhänge verstehen und mit der Natur arbeiten. Genau dieses Bewusstsein wird mit Projekten wie jenem der LFS Kleßheim gemeinsam mit der Berg- und Naturwacht praxisnah gestärkt“, so Agrarlandesrat Maximilian Aigner.

Lexikon Neophyten

Bestimmte gebietsfremde Pflanzenarten - sogenannte invasive Neophyten - können vor allem in sensiblen Bereichen wie Schutzgebieten großen Schaden anrichten. Sie verdrängen heimische Arten, gefährden die Biodiversität und können auch der Landwirtschaft schaden. Die Berg- und Naturwacht bildet aktuell 13 Fachkräfte aus, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Zu den bekanntesten invasiven Neophyten zählen das Drüsenspringkraut, der Japan- und Sachalinstaudenknöterich sowie der hochgiftige Riesenbärenklau.

Quelle: Land Salzburg

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