Österreich: Breaking - Kroatien – 30 Geflüchtete aus eiskaltem Fluss Save gerettet, Suche dauert an

vonOTS
APRIL 01, 2026

Foto: Kroatisches Rotes Kreuz

Foto: Kroatischer Bergrettungsdienst HGSS

Foto: Kroatisches Rotes Kreuz

Drama an der Save: 30 Menschen konnten gerettet werden, die Zahl der Toten und weiteren Vermissten ist noch unklar.

In den frühen Morgenstunden wurde auf dem Fluss Sava in Osten Kroatiens eine groß angelegte Rettungsaktion durchgeführt, bei der 30 Geflüchtete aus einer lebensbedrohlichen Situation geborgen wurden. Die Betroffenen stammen aus Afghanistan, Pakistan, Indien und Bangladesch.

Die Personen befanden sich in einem überfluteten, sumpfigen und schwer zugänglichen Gebiet zwischen Štitar und Babina Greda, teilweise auf Bäumen, nachdem sie in einem überschwemmten Waldgebiet vom Wasser eingeschlossen worden waren.

Notruf kam um 01:42
Die Einsatzkräfte wurden um 01:42 Uhr nach Eingang eines Notrufs alarmiert. An der Rettungsaktion sind rund 120 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste, Einheiten des Zivilschutzes, die Bergrettung sowie das Rote Kreuz. Zum Einsatz kamen Boote, Drohnen mit Wärmebildkameras, ein Polizeihubschrauber sowie ein amphibisches Spezialfahrzeug zur Fortbewegung im sumpfigen Gelände.

8 Personen im Spital, Suche läuft weiter
30 Geflüchtete konnten bislang lebend geborgen werden. Acht Personen mussten aufgrund schwerer Unterkühlung in Krankenhäuser in Vinkovci, Vukovar und Slavonski Brod eingeliefert werden, während die übrigen medizinisch erstversorgt wurden. Nach aktuellen offiziellen Angaben liegen derzeit keine bestätigten Informationen über Todesopfer vor - diese sind jedoch nicht ausgeschlossen, betonte der kroatische Innenminister Davor Božinovi?. Gleichzeitig wird die Suche im Einsatzgebiet fortgesetzt, um auszuschließen, dass sich noch weitere Personen in der Gefahrenzone befinden.

“Tragödien gehen weiter”
Die österreichische Hilfsorganisation SOS Balkanroute berichtet regelmäßig über die tragischen Schicksale, die sich entlang der Grenzflüsse Save, dem bosnisch-serbischen Grenzfluss Drina und dem Fluss Una abspielen. “Solange es keine legalen Fluchtwege gibt, werden sich diese Tragödien fortsetzen. Alleine wir haben mittlerweile in den letzten Jahren 100 Bestattungen organisiert und fünf Friedhöfe menschenwürdig gestaltet. Die Politik ist erneut zum Handeln aufgerufen, um das Sterben zu beenden”, sagt Petar Rosandi?, Obmann der SOS Balkanroute.

Quelle: OTS

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