vonRedaktion Salzburg
APRIL 04, 2026
Salzburg
Energiebedarf sinkt deutlich schneller als bisher angenommen / Studienergebnis des Energieressorts und der FH Salzburg veröffentlicht
(HP) Die Fachhochschule Salzburg (Campus Kuchl) und das Referat Energiewirtschaft und -beratung des Landes haben in einer gemeinsamen Studie untersucht, wie stark der Salzburger Gebäudebestand energetisch bereits verbessert wurde. Als Grundlage dienten zum ersten Mal die Energieausweise und nicht wie bisher die Förderzahlen, Baubewilligungen oder gemeldete umfassende Sanierungen sowie Hochrechnungen aus Befragungen.
Landesrat Maximilian Aigner mit Georg Thor (Geschäftsführer Energieberatung Salzburg), Josef Resch (Salzburg AG) und Gerhard Löffler (Leiter Referat Energiewirtschaft und -beratung Land Salzburg) beim Stand der Energieberatung Salzburg auf der Messe Bauen & Wohnen 2026. (Archivbild)
Die Ergebnisse der Studie zum Energie-Einsparpotenzial wurden in der internationalen Fachzeitschrift Energy and Buildings veröffentlicht. Landesrat Maximilian Aigner betont die Bedeutung für die Landespolitik: „Wir sind in Salzburg ganz klar auf Kurs. Gerade im Gebäudebereich brauchen wir eine realistische Einschätzung darüber, wo wir tatsächlich stehen. Durch den Heizungstausch haben wir in den letzten 20 Jahren zwei von drei Ölkesseln durch erneuerbare Heizungen ersetzt. Die neuen Daten zeigen, dass wir auch bei der Gebäudesanierung bereits sehr viel erreicht haben. Die Salzburgerinnen und Salzburger haben erkannt, dass gezielte Investitionen in das eigene Gebäude nicht nur dem Klima helfen, sondern auch Energiekosten senken. Auf diese Weise können wir unsere ambitionierten Ziele bis 2040 realistisch erreichen und uns unabhängiger von Energieimporten machen.“
Zentrale Ergebnisse für Salzburg
Salzburg baut auf Tausch fossiler Heizkessel
Derzeit sind im Bundesland noch rund 30.000 Ölheizungen in Betrieb – viele davon technisch veraltet. Gerade hier zeigt sich nach Informationen der Energieexperten des Landes das enorme Einsparpotenzial. „Ich setze in meinem Ressort einen klaren Schwerpunkt auf die Förderung des Tauschs fossiler Heizkessel gegen erneuerbare Heizungen wie Pelletsheizungen, Wärmepumpen oder Nahwärme. Dafür sind rund vier Millionen Euro vorgesehen. Diese Förderung bringt eine besonders hohe Effizienz, weil pro eingesetztem Fördereuro am meisten fossile Energie ersetzt wird. Gleichzeitig können wir damit die notwendigen Investitionskosten für Haushalte spürbar abfedern. Ein Haushalt spart durch den Umstieg jährlich etwa 1.000 Euro an Heizkosten“, erklärt Aigner.
Bis zu 10.000 Euro Unterstützung
Das Land unterstützt beim Umstieg auf eine erneuerbare Zentralheizung aktuell mit 3.000 Euro. Es sind heuer bereits zahlreiche Förderansuchen eingelangt - mit zuletzt steigender Nachfrage von Woche zu Woche. In Kombination mit den Bundesförderungsaktionen „Kesseltausch 2026“, „Raus aus Öl und Gas für Private“ und „Kesseltausch von Fossil auf Erneuerbare im mehrgeschossigen Wohnbau“ erhöht sich die Förderung jeweils noch zusätzlich durch Unterstützung seitens des Bundes und kann insgesamt bis zu 10.000 Euro ausmachen.
Quelle: Land Salzburg