vonOTS
SEPTEMBER 02, 2026
Foto: PFOTENHILFE
Foto: PFOTENHILFE
Foto: PFOTENHILFE/Michaela Steiner
Zuerst Katzenschwemme, dann massenhaft Hundeabgaben / Elli und Wasti zwei Fälle von Dutzenden
Dieser Sommer ist ein Horror für Tiere und Tierschützer. Einmal abgesehen von den ständigen Skandalen in der intensiven Massentierhaltung, stiegen schon vor den Ferien die Anfragen für Tierabgaben und die Anzahl der ausgesetzten Tiere stark. Bezüglich Katzenaufnahmen hat der Tierschutzhof Pfotenhilfe in der Grenzregion Salzburg/Oberösterreich heuer das stärkste erste Halbjahr in seiner 20-jährigen Geschichte hinter sich, gleichzeitig haben sich aber auch die Hundeabgabeanfragen seit Ferienbeginn vervielfacht. Und der Andrang will einfach nicht abreißen: "Täglich bekommen wir mehrere Anrufe und E-Mails von Menschen, die ihre Hunde loswerden wollen. Uralte Hunde, nicht perfekte Hunde, Scheidungsopfer, einfach unglaublich, wie leicht sich Menschen von langjährigen Gefährten und Familienmitgliedern trennen", ist Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler entsetzt. "Und ich habe bei jedem, dem ich absagen muss, ein mulmiges Gefühl, weil wir oft die letzte Station sind, die gefragt wird und die Zukunft der Tiere daher völlig ungewiss ist."
Elli und Wasti wurden aus gesundheitlichen Gründen abgegeben
Zwei dieser Opfer sind Elli und Wasti. Beide wurden aufgrund gesundheitlicher Probleme der Halter von der Pfotenhilfe aufgenommen. Sehr oft sind es aber auch die Hunde selbst, die wegen ihres Alters Beschwerden haben, aber auch aufgrund von zucht- oder ernährungsbedingten Schäden als medizinische Notfälle ankommen. Elli hatte sehr schlechte Zähne, die als erstes saniert werden mussten. Sie muss aber auch Medikamente gegen ihre eindickende Gallenflüssigkeit nehmen, da ansonsten schwere Koliken drohen. Zudem wird in Kürze auch eine Augenspezialistin aufgesucht. Wasti hat hat einen Tumor in den Hoden, einen Harnblasenstein und eine starke Prostatavergrößerung. Eine dringende Operation steht daher an, bei der beides entfernt wird und sich dadurch auch die Prostata verkleinern kann.
Tieranschaffung gut überlegen
"Die Menschen müssen sich vor der Anschaffung informieren, wie lange ein Tier leben kann und abschätzen, ob man dann immer noch fit und finanziell so aufgestellt ist, dass man dem Tier gerecht werden kann"
, so Stadler. "Zudem müssen die Länder endlich mehr Tierheimplätze schaffen. Es kann nicht sein, dass die Tiere die Leidtragenden falscher Prioritätensetzung in der Politik sind."
Die Pfotenhilfe ist für die hohen Tierarztkosten, die die meisten Tiere verursachen, dringend auf Spenden angewiesen. Gespendet werden kann - speziell für Elli und Wasti - auch online auf pfotenhilfe.org/spende-fuer-elli-und-wasti/
Quelle: OTS