St. Marein im Mürztal, Bez. Bruck-Mürzzuschlag: Jugendliche Tätergruppe ausgeforscht

vonRedaktion International
MAI 18, 2026

Polizeiauto - Symbolbild

Beamte der Polizeiinspektion St. Marein im Mürztal forschten eine Gruppe von neun jugendlichen Tatverdächtigen aus, die im Dezember 2025 mehrere Gewalt- und Sachdelikte im Bezirk begangen haben sollen.

Die neun männlichen Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sollen sich teils über Messenger Dienste und soziale Medien verabredet haben, um gezielt Personen zu provozieren, anzugreifen und zu verletzen. Zudem werden ihnen mehrere Sachbeschädigungen zur Last gelegt.

Im Zuge umfangreicher Ermittlungen konnten 14 Straftaten geklärt werden:
• 6 schwere Körperverletzungen
• 1 absichtlich schwere Körperverletzung
• 2 Körperverletzungen
• 1 Nötigung
• 3 Sachbeschädigungen
• 1 falsche Beweisaussage vor der Kriminalpolizei

Brutale Angriffe vor Lokalen
Die ersten Vorfälle ereigneten sich in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 2025 vor einem Tanzlokal in St. Marein im Mürztal. Dabei wurden mehrere Personen ohne ersichtlichen Grund attackiert und teils schwer verletzt. Die Täter schlugen ihre Opfer mit Fäusten und traten auf am Boden liegende Personen ein. Auch an den darauffolgenden Wochenenden kam es zu ähnlichen Vorfällen. In der Nacht vom 20. auf den 21. Dezember 2025 wurde ein Opfer vor einem Café in St. Marein schwer verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Umfangreiche Ermittlungen
Die Polizeiinspektion St. Marein im Mürztal nahm unmittelbar nach den Vorfällen intensive Ermittlungen auf. Bereits in der Nacht des letzten Angriffs konnten erste Tatverdächtige ausgeforscht und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leoben vorläufig festgenommen werden.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurden Videoaufnahmen aus Lokalen und von Mobiltelefonen sichergestellt sowie zahlreiche Zeugen einvernommen. Schließlich konnten alle neun Tatverdächtigen ausgeforscht und die Straftaten zugeordnet werden.

Ermittlungen abgeschlossen
Die Ermittlungen erstreckten sich bis April 2026. Durch die umfangreiche und engagierte Ermittlungsarbeit der Beamten konnten sämtliche Straftaten geklärt werden. Die jugendlichen Beschuldigten zeigten sich im Zuge der Einvernahmen weitgehend geständig. Ein konkretes Motiv für die Angriffe konnte nicht festgestellt werden. Die Opfer wurden vielmehr wahllos ausgewählt und ohne ersichtlichen Grund attackiert. Nach aktuellem Ermittlungsstand sind die Beschuldigten seither nicht mehr wegen gleichartiger Straftaten in Erscheinung getreten.

Quelle: LPD Steiermark

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