Österreich: Kleiner, süßer, teurer - Das bringt die Herbsternte 2026 auf den Teller

vonOTS
OKTOBER 07, 2026

Foto: Gurkerl/KI-erstellt

Foto: Gurkerl

Foto: Manuel Breitseher

Der heißeste Sommer der Messgeschichte hat die heimische Herbsternte deutlich schrumpfen lassen: Österreich erntet heuer rund ein Drittel weniger Obst, bei Erdäpfeln liegen die Ausfälle regional bei bis zu 70 Prozent. Vieles ist kleiner als gewohnt und manches teurer – dafür haben viel Sonne und wenig Wasser besonders aromatisches Obst und Gemüse hervorgebracht. Der Online-Supermarkt Gurkerl hat bei den Landwirt:innen nachgefragt, die ihn beliefern, und seine Verkaufsdaten für den Großraum Wien ausgewertet.

? Äpfel: Klein, aber zuckersüß

In der Steiermark, dem größten Anbaugebiet, dürfte die Apfelernte rund 35 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr, in Ober- und Niederösterreich regional um bis zu 70 Prozent. Hannelore Habeler von Habeler Sonnenobst aus Wiesen im Burgenland hat sechs Wochen lang Wasser mit dem Traktor zu jedem einzelnen Baum gebracht: „Die Bäume standen heuer unter Stress – da geht es ums Überleben, nicht ums Fruchten. Äpfel und Birnen sind deshalb kleiner, dafür aber extrem süß.“

? Birnen: Der Preistreiber des Herbstes

EU-weit liegt die Birnenernte leicht über dem Vorjahr. Auf den trockenen Böden sind aber auch die heimischen Birnen kleiner geblieben – und ebenfalls besonders süß.

? Zwetschken: Kleineres Minus und voller Geschmack

Bei den Zwetschken fiel das Minus laut Habeler geringer aus als bei Äpfeln und Birnen.

? Kürbis: Stark nachgefragt, 19 Prozent teurer

Carina Gschaider vom Hof Franzlbauer in Niederösterreich: „Auf Feldern, die bewässert werden konnten, sind Ertrag und Fruchtgröße normal ausgefallen. Auf nicht bewässerten Feldern sind die Früchte deutlich kleiner geblieben, und es gibt weniger Früchte pro Pflanze. Das schlägt sich entsprechend auf die Preise nieder.“

? Erdäpfel: Nur ein Drittel der Ernte, aber voller Geschmack

Manuel Breitseher vom Bauernhof Breitseher im Weinviertel erntet heuer nur rund ein Drittel der normalen Menge: „Alles über 30 Grad gefällt den Erdäpfeln gar nicht. Bewässern können wir leider nicht – unsere Flächen sind sehr hügelig, und es gibt nur wenig Grundwasser.“ Dazu kommt der Drahtwurm, der bei der laufenden Ernte weitere 15 bis 20 Prozent kostet. Die gute Nachricht: „Die Erdäpfel sind um einiges kleiner, schmecken aber sehr gut. Weil sie langsamer gewachsen sind, lagern sie weniger Wasser ein und haben konzentriertere Inhaltsstoffe."

? Zwiebeln: Klein, aber fein

Auch die Zwiebeln sind heuer meist klein bis mittelgroß – dafür laut Breitseher „intensiver im Geschmack“. Weil in vielen Teilen Europas wenig geerntet wurde, ist österreichische Ware auch im Ausland gefragt.

Die Top 5 meistgekauften Herbstklassiker bei Gurkerl

  1. Bio-Apfel Gala in der Tasse
  2. Gelbe Zwiebeln vom Bauernhof Breitseher im Netz
  3. Erdäpfel vom Bauernhof Breitseher
  4. Zwetschken in der Tasse
  5. Bio Hokkaido Kürbis

So bleibt die Ernte länger frisch: Tipps vom Hof

Erdäpfel, Zwiebeln, Kürbisse und Zwetschken kamen bei Gurkerl im September ausschließlich aus Österreich. Gemeinsam mit Betrieben wie Habeler Sonnenobst, Hof Franzlbauer und Bauernhof Breitseher liefert Gurkerl die Herbsternte mit dem restlichen Wocheneinkauf ab drei Stunden nach Bestellung nach Hause. Mehr Informationen: https://www.gurkerl.at/c137884-frisch-geerntet

Quelle: OTS

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