Salzburg: Neue Ausstellung auf Burg Hohenwerfen beleuchtet den Bauernkrieg

vonRedaktion Salzburg
APRIL 18, 2026

Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold

Besucherinnen und Besucher können Geschichte „hautnah“ erleben / Historischer Schauplatz erinnert an Ereignisse vor 500 Jahren

(HP) Sommer 1525: Bauern und Bergknappen aus dem Pongau und Pinzgau erstürmen die Burg Hohenwerfen. Sie schafften das, was aus Sicht der Obrigkeit unter Fürsterzbischof Matthäus Lang als unmöglich gegolten hatte. Sie eroberten den strategisch wertvollen Ort und setzten danach ihren Vormarsch auf die Stadt Salzburg fort. 1526 wurde die Burg bei Kämpfen teilweise zerstört und danach wieder aufgebaut. 500 Jahre später widmet sich eine Sonderausstellung den dramatischen Ereignissen an einem Originalschauplatz des Salzburger Bauernkriegs.

Das Landes-Medienzentrum wird an dieser Stelle im Laufe des Abends die Fotos von der Ausstellungseröffnung mit Landesrat Maximilian Aigner ergänzen.

2025 wurde die Burg im Zuge eines großen Theaterstücks symbolisch nochmals erstürmt. Fotos und Videos dieser Inszenierung sind in die Sonderausstellung „Der Aufstand: Die Burg Hohenwerfen im Salzburger Bauernkrieg 1525/26“ eingeflossen. Neben dieser Schau lädt die Ausstellung „Burgzeiten“ zu einer Zeitreise durch die Geschichte der Burg Hohenwerfen vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit ein. Als Kulisse dient das 1568 errichtete Zeughaus. Die Besucherinnen und Besucher finden auf zirka 140 Quadratmetern und zwei Stockwerken die wichtigsten Informationen. Die beiden Ausstellungen wurden am 17. April von Landesrat Maximilian Aigner in Vertretung von Landeshauptfrau Karoline Edtstadler offiziell eröffnet.

Aigner: „Historisches Erbe Salzburgs.“

Landesrat Maximilian Aigner betont: „Das Landesprojekt zum Bauernkrieg zeigt in vielen Facetten und an authentischen Schauplätzen, welche Auswirkungen der Aufstand vor 500 Jahren für Salzburg hatte. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist dabei kein Selbstzweck. Denn wenn eine Gesellschaft nicht weiß, woher sie kommt, weiß sie im Umkehrschluss auch nicht, wohin sie geht. Die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit ist elementar für die eigene Identitätsstiftung. Die Ausstellung zum Bauernkrieg ist ein gutes Beispiel, wie man Geschichte lebendig und mit modernen Mitteln vermitteln kann“, so Aigner.

Hohenwerfen als Ort der Geschichte

Der Bürgermeister von Werfen, Hubert Stock, war bereits im Vorjahr bei der nachgestellten Erstürmung der Burg dabei. „Es war ein großes Spektakel, das die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes erlebbar gemacht hat. Für die Bevölkerung und Interessierte war es ein einzigartiges Erlebnis. Umso mehr freue ich mich auf die Ausstellung, die die gesamte Geschichte zusammenfasst“, so Stock. Die Leiterin des Landesprojekts Bauernkrieg, Doris Fuschlberger, ergänzt: „Die Salzburger Burgen und Schlösser sind ein wichtiger Partner des Gesamtprojektes. Mit multimedialen, kreativen Angeboten auf wissenschaftlichen Grundlagen erwecken sie die Originalschauplätze und die unterschiedlichen Stimmen der Aufstände zum Leben.“

Blick in die Vergangenheit

„Unser Ziel ist es, mit den beiden neuen Ausstellungen, historische Themen auf anschauliche und zugleich zeitgemäße Weise zu vermitteln. Die Burg Hohenwerfen ist ein authentischer Ort der Geschichte – und genau dieses Erlebnis möchten wir unseren Gästen noch intensiver näherbringen“, erklärt der Geschäftsführer der Salzburger Burgen und Schlösser, Maximilian Brunner, und ergänzt: „Besonders wichtig war uns, neben historischen Objekten auch interaktive und multimediale Elemente einzubetten, die neue Sichtweisen auf die Vergangenheit ermöglichen.“ Hohenwerfen ist noch bis 8. November geöffnet. Die Öffnungszeiten im Überblick:

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Quelle: Land Salzburg

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