vonRedaktion Salzburg
OKTOBER 31, 2026
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Neue Brücke zwischen Mils bei Imst und Schönwies eröffnet und für Verkehr freigegeben
Mehr Sicherheit auf der Straße, bessere Bedingungen für RadfahrerInnen und ein gegenüber Hochwasser widerstandsfähigeres Bauwerk: Die neue Milser Innbrücke an der B171 Tiroler Straße bringt gleich mehrere Vorteile für das Tiroler Oberland. Heute, Freitag, wurde sie von Straßenbaureferent LHStv Josef Geisler und den Standortbürgermeistern Bernhard Schöpf (Mils bei Imst) und Reinhard Raggl (Schönwies) eröffnet und für den Verkehr freigegeben. Die neue Brücke ersetzt ihre mehr als 90 Jahre alte Vorgängerin und verbindet Mils bei Imst und Schönwies für die kommenden Jahrzehnte. Die Projektpartner Land Tirol und die beiden Gemeinden investieren dafür rund 5,2 Millionen Euro.
„Eine leistungsfähige Infrastruktur ist die Grundlage für eine starke Region. Mit der neuen Innbrücke schaffen wir eine verlässliche Verbindung für die kommenden Jahrzehnte und stärken die Mobilität für das gesamte Oberland. Die neue Brücke ist zudem eine Investition in mehr Verkehrssicherheit, eine attraktive Radverbindung und ein Bauwerk, das für den Hochwasserfall besser gerüstet ist als seine Vorgängerin“, betont LHStv Geisler.
Mehr Platz und Sicherheit für Fuß- und Radverkehr
Die bisherige Bestandsbrücke aus dem Jahr 1936 musste aufgrund ihres Alters und ihres baulichen Zustands erneuert werden. Damit entstand gleichzeitig Platz für eine neue, dem Stand der Technik entsprechende integrale Stahlbetonbrücke. Mit einer Spannweite von 71,50 Metern und einer Brückenbreite von 13,25m überspannt sie den Inn im Grenzbereich der Gemeinden Mils bei Imst und Schönwies mit drei Feldern.
Neben der modernen Fahrbahn sowie einem Gehweg findet sich an der Brücke ein zusätzlicher kombinierter 3,75m breiter Geh- und Radweg. Damit wird die Verkehrssicherheit für FußgängerInnen und RadfahrerInnen erhöht und der überregionale Inntalradweg weiter ausgebaut. Neben der Brücke wurden auch angrenzende Straßenabschnitte inklusive Geh- und Radweg erneuert.
Gemeinden und Region profitieren langfristig
Die B171 Tiroler Straße ist im Tiroler Oberland neben der Autobahn die zentrale Verkehrsachse. „Die neue Brücke ist von großer Bedeutung für die gesamte Region – egal ob für den Weg zur Arbeit, als Teil des Freizeitradverkehrs oder für den Einkauf. Sie sorgt für eine sichere Verbindung und steigert die Standortqualität“, betont der Bürgermeister von Mils bei Imst, Bernhard Schöpf. Dem stimmt auch sein Amtskollege von der anderen Innseite, Reinhard Raggl von der Gemeinde Schönwies, zu: „Eine gute Anbindung steigert die Lebensqualität einer Gemeinde. Für uns ist die Bundesstraße und damit die Milser Innbrücke eine zentrale Verkehrsanbindung. Umso wichtiger, dass diese für die kommenden Jahrzehnte gesichert ist.“
Brücke ist für Hochwasser besser gerüstet
“Die neue Brücke ist am aktuellen Stand der Technik. Das moderne, integrale Stahlbetontragwerk und der gegenüber der alten Brücke vergrößerte Durchflussquerschnitt tragen dazu bei, dass das Bauwerk für den Hochwasserfall besser ausgelegt ist. Die Maßnahmen dienen der Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der Brücke selbst“, erklärt Gregor Wieland, Leiter des Sachgebiets Brücken- & Tunnelbau des Landes.
Einspurige Behelfsbrücke gewährleistete aufrechten Verkehrsfluss
Damit die Verbindung zwischen Mils bei Imst und Schönwies während der Bauarbeiten bestehen blieb, errichteten die Projektverantwortlichen vor dem Abbruch der alten Brücke eine einspurige Behelfsbrücke direkt neben dem bestehenden Bauwerk. Der Verkehr konnte dadurch auch während der Bauphase über den Inn geführt werden.
„Wir haben die Behelfsbrücke rechtzeitig vor dem Abbruch der alten Innbrücke errichtet. So blieb die Verbindung über den Inn während der gesamten Bauphase aufrecht. Die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten wir dadurch so gering wie möglich halten. Die Umleitung hat insgesamt gut funktioniert – größere Staus sind ausgeblieben“, erklärt Johannes Monz, stellvertretender Leiter des Baubezirksamts Imst.
Restarbeiten bis Mai 2027
Mit der Verkehrsfreigabe ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. In den kommenden Wochen werden die Behelfsbrücke und die dafür notwendigen Schüttungen zurückgebaut. Danach folgen die Fertigstellung der Versickerungsanlagen, die Rekultivierung und der Abbau der Baustelleneinrichtung. Die abschließenden Restarbeiten sollen bis Ende Mai 2027 abgeschlossen sein.
Factbox: Neue Milser Innbrücke
Quelle: Land Tirol