vonRedaktion Salzburg
APRIL 03, 2026
Graz
Beim Runden Tisch Psychosoziale Versorgung 2026 am 24. März im Grazer Rathaus standen die Aspekte Orientierung und Zugang im Mittelpunkt. Fachleute aus unterschiedlichen Bereichen tauschten sich über bestehende Angebote, strukturelle Herausforderungen und konkrete Wege zu mehr Orientierung im System aus.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer und Gesundheitsamtsleiterin Eva Winter. Schon zu Beginn wurde klar: Graz verfügt über viele wichtige psychosoziale Unterstützungsangebote - entscheidend ist aber, dass Menschen diese auch rasch und unkompliziert finden.
Ein zentrales Instrument dafür ist der neue Grazer Stadtplan Seelische Gesundheit. Er hilft dabei, Angebote sichtbar zu machen und Betroffenen, Angehörigen sowie Fachkräften eine erste Orientierung zu geben und unter www.graz.at/seelischegesundheit zu finden.
Den fachlichen Schwerpunkt setzte Dr. Omid Amouzadeh von der Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit (GFSG) mit seinem Beitrag „Zwischen Vielfalt und Überkomplexität: Strukturelle Herausforderungen der psychosozialen Versorgung in Graz". Dabei wurde deutlich: Je vielfältiger die Unterstützungslandschaft ist, desto wichtiger werden gute Abstimmung, klare Zuständigkeiten und niederschwellige Zugänge.
Im Anschluss brachten Vertreter:innen zahlreicher Einrichtungen ihre Perspektiven ein. Mit dabei waren Beiträge aus der Gesundheitsdrehscheibe der Stadt Graz, dem Steirischen Landesverband für Psychotherapie, dem Verein Achterbahn, dem Berufsverband Österreichischer Psycholog:innen, GO-ON Suizidprävention Steiermark, dem Krankenhaus der Elisabethinen sowie VertretungsNetz.
Die Kurzbeiträge machten deutlich, wie wichtig Zusammenarbeit, Sichtbarkeit und gut abgestimmte Unterstützung für Menschen in psychisch belastenden Lebenssituationen sind.
Quelle: Stadt Graz