Korneuburg, Niederösterreich: Drei Schwerverletzte nach Geisterfahrerunfall auf A22

vonRedaktion Salzburg
JÄNNER 11, 2026

Foto: FF-Langenzersdorf

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Ein 88-jähriger Mann aus 1210 Wien lenkte am 10. Jänner 2026 einen Pkw und soll von der A5 kommend über die S1 auf die A22, Richtungsfahrbahn Stockerau, als Geisterfahrer gefahren sein. Gegen 21:30 Uhr kam es auf der A22 im Gemeindegebiet von Langenzersdorf, Bezirk Korneuburg, zu einem Frontalzusammenstoß mit einem vorschriftsmäßig in Richtung Stockerau fahrenden Pkw. Dieser Pkw wurde von einem 67-jährigen Mann aus dem Bezirk Tulln gelenkt. Auf dem Beifahrersitz fuhr eine 55-jährige Frau aus dem Bezirk Tulln mit.

Beide Fahrzeuglenker sowie die Beifahrerin des 67-Jährigen erlitten Verletzungen schweren Grades.
Der 88-Jährige war im Fahrzeug eingeklemmt und wurde von Einsatzkräften der Feuerwehr aus diesem gerettet. Nach der Erstversorgung wurde er mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 2 in das Universitätsklinikum St. Pölten geflogen.
Der 67-Jährige wurde vom Rettungsdienst in die Klinik Donaustadt verbracht und seine Beifahrerin in das Landesklinikum Korneuburg.

Die Richtungsfahrbahn Stockerau der A22 wurde im Bereich der Ausfahrt Strebersdorf für die Dauer der Unfallaufnahme, Fahrzeugbergung und Fahrbahnreinigung gesperrt.

Update der Feuerwehr:

Am Freitag 9. und Samstag 10. Jänner veranstaltete die Feuerwehr Langenzersdorf ihren mittlerweile traditionellen Neujahrs-Punschstand. Gegen Ende der Veranstaltung kam es am Samstag zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der A22 Donauuferautobahn. Gemeldet wurde ein Frontalzusammenstoß nach einem Geisterfahrerunfall mit zumindest einer eingeklemmten Person.
Da sich auf Grund der Veranstaltung ausreichend Mannschaft im Feuerwehrhaus befand, konnte das Vorausfahrzeug sofort ausrücken. Weitere Fahrzeuge folgten unmittelbar nach der Alarmierung.
Die Zufahrt erfolgte über die Betriebszufahrt Langenzersdorf, dadurch konnte die Einsatzstelle, welche sich kurz vor der Abfahrt Korneuburg Ost befand, rasch erreicht werden.
An der Unfallstelle bot sich ein dramatisches Schadensbild: zwei PKWs waren frontal kollidiert, die Trümmer waren über alle Fahrspuren verteilt, die Personen noch in den Fahrzeugen eingeklemmt. Die Polizei sicherte den Unfallort bereits ab, in weiterer Folge wurde die Autobahn komplett gesperrt und der Verkehr bei der Anschlussstelle Strebersdorf abgeleitet.
Bei der näheren Erkundung der Lage durch den Einsatzleiter konnte eine offensichtlich schwer verletzte Person vorgefunden werden, welche zwischen Fahrersitz, Armaturenbrett und Lenkrad vollumfänglich eingeklemmt war. Sofort wurde mit den Befreiungsmaßnahmen mittels hydraulischem Rettungsgerät begonnen. Da sich der Zustand des Patienten drastisch verschlechterte, wurde durch den Rettungsdienst eine Crashrettung gefordert und von der Feuerwehr durchgeführt. Die Person konnte innerhalb kürzester Zeit mittels hydraulischen Spreizer befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. In weiterer Folge wurde der Fahrzeuglenker durch den mittlerweile eingetroffenen Notarzthubschrauber Christophorus 2 in ein Krankenhaus verbracht.
Die beiden Insassen des zweiten Unfallfahrzeugs waren nicht akut eingeklemmt und auch ansprechbar, standen aber unter schwerem Schock mit Verletzungen unbestimmten Grades. Die Betreuung durch Kameraden des feuerwehrmedizinischen Dienstes und des Rettungsdienstes erfolgte zeitgleich zur Befreiung des ersten Patienten. Auf Anweisung des Rettungsdienstes wurde bei diesem Fahrzeug die Beifahrertüre mittels hydraulischer Schere entfernt, um eine schonende Rettung für beide Personen zu ermöglichen. Die beiden Verletzten wurden mit bodengebundenen Rettungsmitteln zur weiteren Betreuung in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Während der Rettungsmaßnahmen wurde die gesamte Unfallstelle durch mehrere Fahrzeuge mit Lichtmasten ausgeleuchtet sowie eine erste Grobreinigung der Fahrbahn durchgeführt, um die Zufahrt für weiteren Einsatzfahrzeugen zu ermöglichen.
Auf Grund der massiven Beschädigungen der beiden Unfallfahrzeuge mussten diese mittels Kran- und Abschleppfahrzeug durch die Feuerwehr der Stadt Korneuburg geborgen und von der Autobahn abtransportiert werden.
Die weitere Reinigung der Fahrbahn erfolgte durch die ASFINAG mittels Kehrmaschine.
Auf Grund der Autobahnsperre kam es trotz der fortgeschrittenen Stunde zu umfangreicher Staubildung auf der Ausweichroute LB3 in Fahrtrichtung Korneuburg.
Nach rund 2,5 Stunden konnte der Einsatz für alle eingesetzten Kräfte beendet werden.



Quelle: LPD Niederösterreich, FF Langenzersdorf

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