vonOTS
FEBRUAR 02, 2026
Foto: Land schafft Leben
Foto: Land schafft Leben
Was Kinder heute lernen, prägt sie für ihr ganzes Leben – doch beim Thema Essen herrscht in Österreichs Bildungslandschaft ein Defizit. Im Podcast „Wer nichts weiß, muss alles essen“ spricht Bildungsminister Christoph Wiederkehr mit Host Maria Fanninger darüber, warum Schule besser aufs Leben vorbereiten muss und warum Ernährungsbildung sowie eine bedarfsgerechte Verpflegung dabei eine zentrale Rolle spielen.
Die Schule soll Kinder auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten. Während Zahnhygiene etwa ein fester Bestandteil in den derzeitigen Lehrplänen ist, fehlt beim Thema Ernährung vielen Kindern und Jugendlichen das notwendige Wissen und damit eine zentrale Lebenskompetenz. Im Land-schafft-Leben-Podcast betont Bildungsminister Christoph Wiederkehr, dass die Schule auf das Leben vorbereiten müsse: „Bildung ist das Fundament für so viele Lebensbereiche – auch dafür, was und wie wir essen.“
Für Podcast-Host und Land-schafft-Leben-Gründerin Maria Fanninger ist klar: „Wer früh in Gesundheitsvorsorge investiert – und da gehört eine gute Essensversorgung dazu –, spart sich später viel Geld bei der medizinischen Versorgung und fördert gesunde Langlebigkeit.“ Skandinavien macht es vor: In Finnland ist ein gesundes, kostenloses Schulessen seit Jahrzehnten Teil des Bildungssystems und zeigt nachweislich positive Effekte auf Konzentration, Lernerfolg und Entwicklung der Kinder.
Gerade in jungen Jahren werden Essgewohnheiten geprägt – oft bevor Kinder die Folgen ihrer Entscheidungen abschätzen können. Wiederkehr dazu: „Wie sich das Essverhalten von Kindern und Jugendlichen für ihr weiteres Leben entwickelt, sollte nicht dem Zufall überlassen werden. In Schulen und Kindergärten wird die Zukunft der nächsten Generation gestaltet.“ Darum erarbeitet das Bildungsministerium derzeit beispielsweise auch, wie eine gesunde Jause flächendeckend in Österreichs Kindergärten umgesetzt werden kann.
Land schafft Leben forciert Lebensmittelwissen, Ernährungsbildung und Konsumkompetenz in den österreichischen Bildungseinrichtungen – vom Kindergarten bis zur Matura. Deshalb betreibt der Verein seit 2021 den „Lebensmittelschwerpunkt“, Österreichs größte Bildungsinitiative rund um Lebensmittel. Bisher wurden die kostenlosen, methodisch-didaktisch aufbereiteten Lehrmaterialien fast 400.000-mal von Pädagoginnen und Pädagogen heruntergeladen. Doch Wissen allein reicht nicht aus. „Ernährungsbildung darf nicht im Klassenzimmer aufhören“, betont Fanninger. „Wenn Kinder lernen, wie sie sich mit Essen gesund erhalten können, sollte man es ihnen am Schulbuffet leicht machen, die richtige Entscheidung zu treffen. Zwischen Schokocroissant, rosarotem Donut und zuckerhaltigen Limonaden haben sie es aber oft richtig schwer.“
Quelle: OTS