vonRedaktion International
FEBRUAR 10, 2026
Foto: Land Salzburg/Bernhard Kern
Abschnitt Mittersill bis Hollersbach wird in Angriff genommen / Stützmauer und feste Fahrbahn voraussichtlich bis Ende Juli fertig
(HP) Was seit Mitte 2024 zwischen Zell am See und Mittersill möglich ist, soll bald auch wieder bis nach Hollersbach funktionieren. Die Rede ist vom Betrieb der Pinzgauer Lokalbahn nach dem zerstörerischen Hochwasser von 2021. Um das Ziel so rasch wie möglich zu erreichen, wird derzeit neben der Salzach in Hollersbach an einer 300 Meter langen Stützmauer gearbeitet und 700 Meter feste Fahrbahn hergestellt.
Insgesamt neun Millionen Euro sollen heuer in den Wiederaufbau der Pinzgauer Lokalbahn fließen. Der Bund und das Land Salzburg teilen sich die Summe. Ebenfalls aufgeteilt, und in enger Abstimmung, ist die landesinterne Planung: in Maßnahmen für den Hochwasserschutz und Arbeiten für die Fahrbahn. Während sich der Hochwasserschutz noch in der intensiven Planungsphase befindet, konnte bereits im Februar mit den Bauten, die davon unabhängig sind, begonnen werden. Unter anderem wird derzeit eine 300 Meter lange Stützmauer sowie 700 Meter feste Fahrbahn errichtet, die überströmbar und somit hochwassersicher ist.
Arbeiten bis Ende Juli abgeschlossen
Die dafür notwendige Stahlbetonplatte wird inklusive Erdung für die spätere Elektrifizierung vorgesehen. „Die aktuellen Arbeiten am Abschnitt Mittersill–Hollersbach sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein. Hier läuft derzeit alles nach Plan“, erklärt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll. Der Abschnitt hat eine Länge von insgesamt rund fünf Kilometer.
Gesamtfertigstellung 2030 angestrebt
Für die Gesamtfertigstellung der Pinzgauer Lokalbahn lässt sich aktuell noch kein fixes Enddatum festlegen, da viele Parameter zu berücksichtigen sind. Ziel ist jedoch, dass der Wiederaufbau bis 2030 abgeschlossen werden kann. „Wir haben uns klar und unmissverständlich für den kompletten Wiederaufbau dieser Verkehrs-Lebensader ausgesprochen. Daran halten wir fest, planen jeden Schritt mit bestmöglicher Sorgfalt. Dabei können wir uns auf die Expertise aller beteiligten Abteilungen des Landes und unserer Partner vor Ort verlassen“, betont Schnöll und ergänzt: „Was möglich ist, wird sofort angegangen. Alles Weitere hängt zum Beispiel mit dem Hochwasserschutz zusammen. Dieser ist für die gesamte Region von außerordentlicher Bedeutung, aber auch für die Lokalbahn selbst. Nur wenn sie hochwassersicher ist, kann die Bahn auch langfristig verlässlich fahren.“
Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260209_20 (bk/msc)
Quelle: Land Salzburg