Tourismus: Salzburg entwickelt sich zu einer Ganzjahresdestination

vonRedaktion International
FEBRUAR 10, 2026

Foto: Land Salzburg/Grafik

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Rund 51 Prozent Wintergäste im Tourismusjahr 2024/25 / Bestes Ergebnis dank 30,49 Millionen Nächtigungen

(LK) Salzburgs Tourismus boomt: Das sieht man dieser Tage auf den Skipisten im Bundesland, und das sieht man auch im aktuellen Bericht zum Tourismusjahr 2024/25 der Landesstatistik. 30,49 Millionen Nächtigungen wurden zwischen November 2024 und Oktober 2025 zwischen Abtenau und Zell am See gezählt. Eines fällt dabei besonders stark ins Auge: Salzburg entwickelt sich immer mehr zu einer Ganzjahresdestination. So kamen im vergangenen Tourismusjahr etwa rund 51 Prozent der Gäste im Winter, 49 Prozent kamen im Sommer. Vor zehn Jahren lag der Anteil der Wintersaison noch bei zirka 55 Prozent.

Der Februar und der August stechen innerhalb der jeweiligen Saison in Salzburg besonders hervor. In beiden Monaten wurden mehr als vier Millionen Nächtigungen gezählt - zusammen sind das rund 28 Prozent aller Übernachtungen. „Beide Monate haben eine zentrale Bedeutung für die Tourismuswirtschaft. Besonders österreichische Gäste spielen in den Semesterferien traditionell eine große Rolle“, berichtet der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp und ergänzt. „Neben den Deutschen kommen die Niederländer im Winter gerne zu uns. Ein knappes Fünftel der Nächtigungen entfiel im Februar auf diese Gäste.“

Schnöll: „Tourismus ist Wirtschafts- und Jobmotor.“

Für Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll steht fest: „Egal ob Sommer oder Winter: Salzburg ist das gesamte Jahr über eine weltweit beliebte Urlaubsdestination. Das liegt gerade auch an der hohen Qualität der zahlreichen familiär geführten Betriebe und dem hervorragenden Service der zahlreichen Angestellten im Tourismusbereich. Sie bieten, was sich Gäste im Urlaub erwarten: Angebotsvielfalt, Verlässlichkeit, Gastfreundschaft und besten Service mit hoher Qualität. Das vergangene Jahr hat jedenfalls erneut bewiesen: Der Tourismus bleibt Wirtschafts- und Jobmotor in unserem Bundesland.“

Wettbewerbsvorteil Guest Mobility Ticket

„Darüber hinaus positioniert sich Salzburg mit dem Guest Mobility Ticket als Alleinstellungsmerkmal. Denn Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Mobilität werden zunehmend zum Buchungsargument. Das bringt uns vor allem in der Zukunft einen unschätzbaren Vorteil: Denn die Gäste können stressfrei und komfortabel unser Land erkunden“, führt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll weiter aus.

Deutsche bleiben wichtigste Gästegruppe

Im Tourismusjahr 2024/25 waren Gäste aus Deutschland die wichtigste Gruppe. „Fast 12,1 Millionen Nächtigungen wurden von ihnen verzeichnet, das sind fast 40 Prozent aller Übernachtungen. Der wichtigste regionale Markt sind dabei Personen aus Bayern. Die Silbermedaille im Nationenranking belegt Österreich mit 6,7 Millionen Nächtigungen oder 22,1 Prozent“, berichtet Ulrike Höpflinger von der Landesstatistik. Platz drei geht mit 2,8 Millionen Nächtigungen (9,2 Prozent) an die Niederlande. Gäste aus der Tschechischen Republik haben zwischen November 2024 und Oktober 2025 auch noch die Millionengrenze geknackt. 1.150.911 Nächtigungen wurden von ihnen gebucht (3,7 Prozent).

Niederländer „erobern“ Wald im Pinzgau

Im aktuellen Tourismusbericht haben sich das Team der Landesstatistik auch den Nächtigungsanteil von nationalen und internationalen Gästen in den Gemeinden angesehen. „Fast 90 Prozent der Gäste in Bad Vigaun und rund 71 Prozent der Gäste in Großgmain kommen aus Österreich. Hier ist eine Verbindung mit den Kur- und Reha-Anstalten in den Orten offensichtlich. Deutsche sind besonders begeistert von Thomatal, Unken, Bramberg und St. Martin bei Lofer. Zwischen 68 und 78 Prozent der Gäste in diesen Gemeinden kommen aus unserem Nachbarland. Fast 43 Prozent aller Gäste in Wald im Pinzgau kommen aus den Niederlanden“, sagt Co-Autorin Christine Nagl.

Pass Lueg als „Saisongrenze“

Im Pinzgau, Pongau und Lungau dominiert eher der Wintertourismus. Im Flachgau, dem Tennengau und der Stadt Salzburg die Sommermonate. „Die imaginäre Grenze ,Pass Lueg‘ ist noch erkennbar, wenngleich es auch Innergebirg starke Sommergemeinden gibt“, schmunzelt Ulrike Höpflinger und ergänzt: „Den prozentual höchsten Gästeanteil in der Wintersaison verzeichneten 2024/25 die Gemeinden Tweng mit 95 Prozent und Untertauern mit 88 Prozent. Wegen des Electric-Love-Festivals im Juli beträgt der Anteil der Sommersaison im gesamten Tourismusjahr in Plainfeld fast 100 Prozent. Auch in den Flachgauer Orten Obertrum und Henndorf dominiert der Sommer mit 92 und 90 Prozent.“

„Pattstellung“ in zwei Gemeinden

Die Orte Annaberg-Lungötz und St. Johann im Pongau sind laut Landesstatistik in puncto Nächtigungen de facto ausgeglichen. In der Tennengauer Gemeinde sowie im Pongauer-Hauptort beträgt der Anteil an Winter- und Sommergästen jeweils 50 Prozent.

Hotelbett als beliebteste Unterkunft

Die bevorzugte Unterkunft der Gäste in Salzburg war in der Saison 2024/25 das Zimmer in einem Hotel oder gewerblichen Betrieb. „Rund 72,5 Prozent aller Übernachtungen entfielen auf diese Kategorie, wobei 4- und 3-Sterne-Häuser am stärksten nachgefragt waren. Privatzimmer hatten einen Anteil von 16,2 Prozent, sonstige Unterkünfte – wie etwa Jugendherbergen oder Campingplätze, machten rund 11,3 Prozent aus“, so Christine Nagl.

Plus 9,4 Prozent im Großarltal

Das größte Nächtigungsplus der Tourismusregionen - im Vergleich der Saison 2024/25 zu 2023/24 – verzeichnete mit 9,4 Prozent das Großarltal. Rund 822.500 Übernachtungen wurden in der abgelaufenen Saison gezählt, 2023/24 waren es rund 752.000. „Ein Plus von 7,3 Prozent gab es im Salzburger Seenland. In Bezug auf die Einwohner kommen die meisten Gäste, wie jedes Jahr, nach Obertauern, das sich auf die Gemeinden Untertauern und Tweng verteilt. Im Winter zählt man mehr als 1.400 Übernächtigungen pro Einwohner, im Sommer sind es etwa 150. Auch Saalbach-Hinterglemm liegt im Spitzenfeld. Die 2.850-Seelen-Gemeinde hatte in der abgelaufenen Saison rund 2,2 Millionen Übernachtungen“, sagt Ulrike Höpflinger.

Alles zum Land Salzburg griffbereit

Egal, ob Arbeit, Bildung, Gesundheit, Soziales oder wie jetzt der Tourismus. Das Team der Landesstatistik analysiert alle Daten und Fakten zu Salzburg und fasst diese verständlich und kostenlos für die Bevölkerung zusammen. Jährlich erstellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Monats- und Saisonberichte, die alle auf der Homepage des Landes nachzulesen sind.


Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260210_90 (msc/bk)

Quelle: Land Salzburg

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