Salzburg: Digitalisierungsoffensive für Landesmuseen schreitet zügig voran

vonRedaktion International
JÄNNER 09, 2026

Salzburg

Qualitätsverbesserungen als vorrangiges Ziel / Leitlinien für KI-Einsatz

(LK) Die Digitalisierungsoffensive des Landes für die Salzburger Landesmuseen zielt insbesondere darauf auf, dass digitale Technologien dort eingesetzt werden, wo sie eine Qualitätsverbesserung für Besucherinnen und Besucher bringen, von virtuellen Sammlungen bis zum Ticketing. Wichtige Grundlage des Projekts ist ein „Ökosystem“ von Museen, Verwaltung, Politik, Hochschulen, Innovation Salzburg, Salzburg Research, Kulturbetrieben und Unternehmen.

Der Aufbau dieses Netzwerks ist seit dem Beschluss der Digitalen Strategie Salzburger Landesmuseen im Jahr 2021 rasch vorangeschritten. Dadurch konnte viel Expertise gebündelt und mit Synergien gearbeitet werden, die auch zu Verbesserungen für Mitarbeitende und Forschende sowie Innovation für die künstlerische Produktionen führten. Für die Umsetzung der zahlreichen Vorhaben konnten in den vergangen beiden Jahren zusätzlich unterstützende Bundesmittel in der Höhe von knapp 1,4 Millionen Euro gewonnen werden.

Schnöll: „Digitale Transformation als Chance.“

Für Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll steht fest: „Mit diesem Projekt wurden die Herausforderungen und Chancen der Digitalen Transformation im Bereich der Museen vorausblickend adressiert. Das abgestimmte gemeinsame Arbeiten hat trotz des sparsamen Mitteleinsatzes zu weiterführenden Schritten in allen Häusern geführt. Die kürzlich mit wissenschaftlicher Begleitung aktualisierte Digitale Strategie wird Grundlage für die nächsten Schritte sein.“

Pallauf: „Überregionale Vorreiterrolle.“

Auch Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, die in einigen Aufsichtsgremium von Landesmuseen vertreten ist, betont: „Die Digitalisierungsoffensive der Salzburger Landesmuseen zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Institutionen, Expertinnen und Experten sowie Partner über Organisationsgrenzen hinweg gemeinsam arbeiten. Wir sind stolz auf die überregionale Vorreiterrolle, die Salzburg durch diese Zusammenarbeit und die erzielten Ergebnisse einnimmt. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sie ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Kultur auch in Zukunft zugänglich, relevant und verantwortungsvoll gestaltet werden kann.“

Digitalisierte Sammlungen

Der aktualisierten Strategie ist zu entnehmen, dass die Museen mittlerweile Teile ihrer Sammlungen digitalisiert haben und auch auf der eigenen Homepage präsentieren. Zusätzlich sind sie auf Kulturpool vertreten, einem Online-Portal, auf der digitales Kulturerbe für alle zugänglich gemacht wird. Die Museen bieten auch eigene Webshops an und den Online-Kauf von Jahreskarten sowie unterschiedlicher Tickets.

Leitlinien für KI-Einsatz

Projektleiterin Doris Fuschlberger informiert über weitere Fortschritte, die erzielt werden konnten: „Zum Schwerpunktthema Künstliche Intelligenz haben wir in der Projektgruppe mit professioneller Unterstützung Leitlinien für den verantwortungsvollen Einsatz von KI in Museen beschlossen. Dabei sind insbesondere menschliche Kontrolle und Letztverantwortung, Transparenz und Kennzeichnungen sowie Datenschutz und Informationssicherheit wesentlich. Zu den letztgenannten Bereichen haben wir gemeinsam mit der Salzburger Verwaltungsakademie ein maßgeschneidertes Kursangebot erstellt, das von allen 300 Personen, die mit dienstlichen Daten in den Museen arbeiten, absolviert wurde.“

Redaktion: Landes-Medienzentrum / LK_260108_40 (ap/msc)

Quelle: Land Salzburg

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